Mittweida: Anklage im Hakenkreuz-Fall gegen vermeintliches Opfer
Allgemein, Sachsen
Im Fall des möglicherweise vorgetäuschten Neonazi-Überfalls von Mittweida ist gegen das vermeintliche Opfer Anklage erhoben worden. Die heute 18-jährige Rebecca K. soll - wie bereits berichtet - im November 2007 einen lediglich erfundenen Angriff von vier Neonazis angezeigt haben, wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz am 14. Mai 2008 laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Die Frau hatte damals ausgesagt, dass die Männer ihr ein Hakenkreuz in die Haut geritzt hätten, nachdem sie einem fünfjährigen Aussiedlerkind zu Hilfe geeilt war. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft liegt ein hinreichender Tatverdacht gegen die 18-Jährige vor. Sie muss sich wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten.
Rebecca K. bestreitet dem Bericht zufolge nach wie vor massiv die gegen sie erhobenen Vorwürfe. Ihr Anwalt Axel Schweppe verwies darauf, dass rechtsmedizinische Gutachten beide Versionen für möglich hielten - seine Mandantin könnte sich selbst verletzt haben, aber auch von anderen verletzt worden sein. Schweppe hatte die Ermittlungen mehrfach kritisiert und bemängelt, dass nicht alle potenziellen Tatzeugen ausfindig gemacht worden seien.
Relativierung von Nazi-Überfällen
Rechtsextremisten führen diesen (–>weiterlesen…)

