Am Holocaust-Gedenktag 2012 erinnert Publiktive.org an den jüdischen Widerstand in Auschwitz. “Habt keine Angst, Schwestern, das Ende dieser Mörder ist nahe!” – dieser Appell stammt von Mala Zimetbaum, die nach einem zunächst erfolgreichen Fluchtversuch in dem Vernichtungslager ermordet wurde.
Das “Braune Haus” in Jena hat in der rechtsextremen Bewegung eine zentrale Rolle gespielt. Doch wegen baulicher Mängel konnten die Neonazis die ehemalige Gaststätte zuletzt nicht nutzen. Das könnte sich nun ändern, mit freundlicher Genehmigung der Stadt.
Das scharfe Schwert der Opposition, der Untersuchungsausschuss, droht stumpf zu werden. Eine ganz große Koalition ist dafür verantwortlich.
Leena Ben Mhenni ist eine der Ikonen der Arabellion, des Aufstandes der arabischen Welt gegen die Diktatur. Mit ihrem Blog A Tunisian Girl schrieb sie gegen die Verhältnisse in Tunesien an. Nun wird sie von radikalen Islamisten bedroht.
Ein angesehener Kriminologe und Polizeiwissenschaftler wird die Vorfälle beim Schweinske-Cup Anfang Januar in Hamburg aufarbeiten. Die St. Pauli-Fans konnten Prof. Dr. Feltes für den Vorsitz einer Untersuchungskommission gewinnen. Diese soll die Ausschreitungen sowie den Polizeieinsatz in der Hamburger Sporthalle untersuchen.
Die Bundesanwaltschaft durchsucht seit heute Morgen auf Grundlage von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt in Sachsen die Wohnungen von vier mutmaßlichen Unterstützern der terroristischen Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)”. Zudem werden zwei Geschäftslokale eines der Beschuldigten in Sachsen sowie drei weitere Wohnungen in Thüringen und Baden-Württemberg durchsucht.
Nach …
Anti-städtische Einstellungen sind kein Alleinstellungsmerkmal für überzeugte Rechtsextremisten. Heimatfilme gleichen sich zumeist erschreckend: Die ehrlichen und unverdorbenen Dörfler setzen sich tugendhaft und gewitzt, aber stets fair, gegen Eindringlinge aus der Stadt zur Wehr. Die NPD nennt sowas einen ” erd- und bluthaften Widerstand”. Teil II der Serie “Rechtsextremismus als soziale Bewegung”.
In den meisten Medien ist im Zusammenhang mit dem NSU von einem Terror-Trio die Rede. Damit wird ausgeblendet, dass ein Unterstützernetzwerk existiert – und die Ideologie der Terroristen gesellschaftlich teilweise anschlussfähig ist. Der Rechtsextremismus in Deutschland ist keine isolierte Szene, sondern eine soziale Bewegung.
Der Reiseschriftsteller Andreas Altmann wirft in seiner Autobiographie “Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“ einen schonungslosen Blick auf die Abgründe der bundesdeutschen Gesellschaft der 50er und 60er Jahre. In dieser Zeit gehörten Prügelstrafen in der Schule und der Familie zur Alltagserfahrung von Kindern und Jugendlichen. Allerdings übertrifft das, was Altmann an körperlicher Gewalt durch seinen Vater erleiden musste, die damals übliche Brutalität noch bei weitem.
In Deutschland wird Rassismus im Allgemeinen verurteilt. Wie hohl diese Rhetorik ist, zeigt sich insbesondere dann, wenn Alltagsrassismus skandalisiert wird. Weiche Formen der Diskriminierung stoßen hierzulande immer noch massive Abwehrreflexe, wie die Auseinandersetzung um den Blackface-Einsatz am Berliner Schlosspark-Theater zeigt.
Auf dem ersten großen Neonaziaufmarsch nach der Enttarnung des NSU geben sich die Kameradschaften in Magdeburg selbstbewusst. Bei ihrem geschichtsrevisionistischen „Trauermarsch“ zur Bombardierung der Stadt im Januar 1945 gelang es den Organisatoren, die Teilnehmerzahl im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal zu steigern. Doch auch der Protest wächst.
Haben sie auch das Gefühl, das es nicht mehr stimmt? Ehemals linksliberale Medien spielen Boulevard, der Boulevard spielt Aufklärung, ehemals konservative Feuilletons reiten für die letzten Reste von Verfassungsrealität. Die Politik versucht hartnäckig ihren schlechten Ruf zu erhärten und das Restpublikum, das sich das noch antut, kann sich nur noch echauffieren, wenn die eigene, gehobene Lebensqualität bedroht scheint.
Zwar existiert die dubiose Nachrichtenseite MVregio nicht mehr, dafür gibt es jetzt MVPA, eine Nachrichtenagentur, hinter der Ex-MVregio-Macher Klaus Böhme steht. Auf der Internet-Seite der Agentur finden sich Fotos von angeblichen Mitarbeitern, die offenbar aus dem Internet gestohlen wurden und vollkommen andere Personen darstellen.
Keine Angst vor der Wahrheit: Fans des FC St. Pauli haben beschlossen, eine unabhängige Untersuchungskommission zu initiieren. Diese soll den Ablauf der Ereignisse bei einem Hallenturnier, bei dem es mindestens 90 Verletzte gab, aufarbeiten. Polizei und viele Medien hatten die Schuld voreilig und einseitig bei “gewaltbereiten Fans” gesucht. Der Hamburger Innensenator setzte unterdessen ein Zeichen, um verhärtete Fronten aufzubrechen.