Populäre Musik und “deutsche” Identität

Populäre Musik und "deutsche" Identität

Der Sammelband “Typisch Deutsch. (Eigen-)Sichten auf populäre Musik in diesem unserem Land“ beleuchtet die Beziehung zwischen populärer Musik und “deutscher“ Identität auf vielfältige Weise. Die Langeweile aktueller “deutscher“ Chartmusik ist dabei ebenso ein Thema wie die propagandistische Nutzung von Volksliedern durch den historischen Nationalismus.

50 Jahre NPD

50 Jahre NPD

Am 28. November 1964 fand die offizielle Gründungsveranstaltung der „Nationaldemokratischen Partei Deutschlands“ (NPD) in Hannover statt. Seit 50 Jahren wandelt sich die NPD immer wieder und ist damit auch Gradmesser für Entwicklungen der bundesdeutschen extremen Rechten insgesamt geworden — ein Rückblick.

PEGIDA: Wenn Untertanen aufmüpfig werden

PEGIDA: Wenn Untertanen aufmüpfig werden

Auf den Straßen von Dresden marschieren mehr als 10.000 Menschen gegen etwas, was es dort gar nicht gibt. In anderen Städten folgen Hunderte Personen dem Konzept von Pegida – sogar absurde Namen wie Duegida schrecken sie nicht ab. Die Sehnsucht nach Autorität und Orientierung sind enorm, die fragmentierte Gesellschaft macht vielen Menschen offenkundig massive Angst. Sie wollen endlich wieder einfach Untertan sein.

Völkischer Lobbyist des mittelständischen deutschen Kapitals

Völkischer Lobbyist des mittelständischen deutschen Kapitals

Elsässer gegen Ditfurth – am Mittwoch soll das Urteil in dieser Sache fallen. Die ehemalige Grüne hatte den ehemaligen Linken einen “glühenden Antisemiten” genannt. Gut möglich, dass Ditfurth in erster Instanz verliert, doch hat sie bereits angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Auf Publikative.org erklärt sie die Gründe dafür und rechnet mit Jürgen Elässer ab: Dieser sei “ein völkischer Lobbyist” des “mittelständischen deutschen Kapitals”.

“Stasi raus”

"Stasi raus"

Am 5. Dezember wurde Bodo Ramelow in Thüringen zum ersten Linke-Ministerpräsidenten in der Geschichte der Bundesrepublik gewählt. Am Vorabend demonstrierten rund 1.500 Menschen am Erfurter Landtag gegen die Koalition aus Linke, SPD und Grüne. Der Protest ist wenig inhaltlich, dafür hoch-emotionalisiert. Der vergangenen Landtagswahl wird zum Teil sogar der demokratische Charakter abgesprochen.

Abgründe der Israelsolidarität

Sorgt bei vielen Deutschen für Schnappatmung: Israel

Auf dem “Kongress gegen die jüngsten antisemitischen Ausfälle” in Essen hat der Politikwissenschaftler Floris Biskamp über die Positionen der deutschen Islamverbände zu Nahostkonflikt und Antisemitismus referiert. Gegen Ende der anschließenden Diskussion kam er auf das Bündnis gegen Israelkritik NRW zu sprechen und bezeichnete dessen Auftreten als „nicht nur verfehlt, sondern auch tendenziell rassistisch.“ Da auf dem Kongress keine Zeit für eine Erklärung blieb und ein Rassismusvorwurf keine Lappalie ist, begründet Biskamp seine Äußerung ausführlich auf Publikative.org. Dabei diskutiert er verschiedene Definitionen von Rassismus, die zu eng oder auch zu weit gefasst sind, und wie die Stärken dieser Definitionen kombiniert werden können.

Die Linke im Friedenswinter

Die Linke im Friedenswinter

Die Friedensbewegung arbeitet im »Friedenswinter« mit den Verschwörungsideologen der Mahnwachenbewegung zusammen. Die Linksfraktion mischt kräftig mit: Die Fraktion unterstützt eine Publikation des Friedenswinters durch eine Anzeige, Abgeordnete rufen zu einer Demonstration auf – trotz eines Parteivorstandsbeschlusses, der die Zusammenarbeit mit den Mahnwachen ausschließt.

Der gescheiterte Antifaschismus der SED: Rassismus in der DDR

Der gescheiterte Antifaschismus der SED: Rassismus in der DDR

Warum hat es nach der Wiedervereinigung besonders in Ostdeutschland eine Welle der rassistischen Gewalt gegeben. Weil die Jugend einfach orientierungslos gewesen sei, wie es bisweilen relativierend heißt? Oder weil die “braunen Rattenfänger” aus dem Westen kamen? Oder vielleicht eher, weil die rassistische Gewalt in der DDR weit verbreiteter war, als gemeinhin bekannt?