Bremen: NPD setzt weiter auf das Thema “Kinderschänder”

Mitarbeiter des Klinikums Bremen-Ost wollen am kommenden Sonnabend, den 20. Januar 2007, gegen einen Aufmarsch des rechtsextremen „Bremer Bündnisses“ demonstrieren. Das Klinikpersonal wolle sich damit dagegen wehren, dass ihre Arbeit verunglimpft und für politische Zwecke missbraucht werde, teilte der Klinkverbund Gesundheit Nord mit. Das „Bremer Bündnis“, bestehend aus NPD-Mitgliedern und „Freien Nationalisten“ will ebenfalls am 20. Januar 2007 eine Kundgebung abhalten, unter dem Motto „Ihr werdet es nie kapieren, Kindermörder kann man nicht therapieren“. Anmelder der Kundgebung ist Sascha Humpe aus Bremen-Nord, „Kreisjugendreferent“ der Bremer NPD, berichtete die Kreiszeitung am 16. Januar 2007.

Die NPD und andere Neonazis setzen immer wieder auf das Thema Kindesmisshandlung. Unter anderem wollten sie in Berlin „Kiezstreifen gegen Kinderschänder“ durchführen, immer wieder fordern Neonazis die Todesstrafe bei Kindesmisshandlungen. Seit allerdings gegen den ehemaligen sächsischen NPD-Landtagsabgeordneten Matthias Paul wegen des Verdachts der Kinderpornografie ermittelt wird – und es wird laut Medienberichten offenbar bald zur Anklage kommen – hängt zumindest die NPD das Thema deutlich niedriger.