Sachsen-Anhalt: Zahl der Straftaten von rechts steigt
Die Zahl der Gewalttaten mit rechtsextremem und fremdenfeindlichem Hintergrund ist im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt deutlich gestiegen: Laut einem Bericht der Magdeburger Volksstimme vom 28. Februar 2007 registrierte die “Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt” 145 solcher Taten. Im Jahr 2005 seien es noch 114 Gewalttaten gewesen, sagte der Leiter der Beratungsstelle, Torsten Hahnel, gestern in Magdeburg.
Die Zahl der rechtsextremen Straftaten im gesamten Bundesgebiet ist 2006 offenbar auf einen neuen Höchststand gestiegen. Nach Angaben der Bundesregierung wurden im Dezember 986 rechtsextreme Straftaten, darunter 69 Gewalttaten registriert. Von den Landeskriminalämtern wurden im gesamten Jahr bislang 12.240 “politisch rechts motivierte Straftaten” ausgewiesen, davon 726 Gewalttaten. Diese Werte liegen über den vorläufigen Vergleichswerten des Vorjahres (10.271 Straftaten), aber noch unter den endgültigen Fallzahlen. Die Bilanz für 2006 ist vorläufig – in den vergangenen Jahren mussten die Werte letztlich noch um etwa 50 Prozent nach oben korrigiert werden. Damit könnte es 2006 bis zu 18.000 rechtsextreme Straftaten gegeben haben. Der bisher höchste Stand mit 15.951 Straf- und 998 Gewalttaten war im Jahr 2000 registriert worden, allerdings noch nach einer anderen Zählmethode.








