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Leipzig: Worch sagt offenbar alle Demonstrationen bis 2014 ab

23. Juli 2007 11:36 84 views Kein Kommentar

Der Hamburger Neonazi Christian Worch hat nach eigenen Angaben alle von ihm angemeldeten Demonstrationen in Leipzig bis zum Jahr 2014 abgesagt. Hintergrund sind die geringen Teilnehmerzahlen bei den jüngsten von Worch organisierten Aufmärschen. Am Wochenende kamen nicht einmal 40 Teilnehmer zu Worchs Demonstration in der sächsischen Stadt. Auch zu einer Demonstration von Worch im niedersächsischen Lüneburg waren am 14. Juli 2007 deutlich mehr als die 160 anwesenden Rechtsextremisten erwartet worden. 

Worch vermutet nun, die sächsische Neonazi-Szene habe seine Veranstaltung boykottiert. In einer Mitteilung schreibt er: `Die Demonstration ist boykottiert worden, und zwar erstens systematisch und zweitens auch hinterrücks. Nicht nur der geistige Vater von Termin, Thema und Route fehlte, der erwähnte Jens Schober, sondern auch ein weiterer Mann, dessen Namen zu nennen ich mich nicht scheue, weil er vorher seine Beteiligung angedeutet hatte: Thomas Gerlach, in nationalen Kreisen auch unter dem von ihm selbst gewählten Spitznamen ACE bekannt`, schreibt Worch. Worch betont, er habe besonders in diesem Jahr auf die Koordination zwischen NPD und anderen Neonazi-Gruppen Rücksicht genommen und bereits `seine` Demonstration am 01. Mai in Leipzig zu Gunsten anderer Aufmärsche abgesagt. Dennoch hätten ihm Kader aus Sachsen immer wieder ermutigt, in Leipzig aktiv zu bleiben, schreibt Worch.

Jung gegen alt, West gegen Ost, NPD gegen `Autonome Nationalisten`

Das Treffen der knapp 40 Neonazis am 21. Juli 2007 in Leipzig wurde nun also zu einer eindrucksvollen Demonstration, wie der Einfluss Worchs in der Bewegung schwindet. Die Auseinandersetzung zwischen alten und neuen Szene-Größen sowie zwischen West- und Ostdeutschen Nazis wird auch sicherlich weiterhin für viel Unruhe sorgen. Auf einer bekannten rechtsextremen Web-Seite trugen Neonazis zumindest ihre Grabenkämpfe bereits weiter öffentlich aus, viele sparten nicht mit Hohn und Spott für Worch und unterstrichen, dass die `Kameraden in Mitteldeutschland` keine `Führer aus dem Westen` mehr bräuchten.

Zuletzt gab es auch nach einem Aufmarsch in Frankfurt am Main am 07. Juli 2007 öffentliche Auseinandersetzungen in der rechtsextremen Szene. Dort waren NPD-Kader mit dem Auftreten von jungen Neonazis wenig zu frieden.

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