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Niedersachsen: `Kauf Bahnhof Melle rückabgewickelt`

30. November 2007 01:26 62 views Kein Kommentar

Der Hamburger Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger hat auch den Bahnhof in Melle nicht gekauft, nachdem er zuvor schon von anderen angeblichen Kaufplänen zurückgetreten war. Angeblich habe die Stadt Melle den Bebauungsplan geändert, schreibt Rieger auf seiner Homepage. Dies scheint allerdings vorgeschoben zu sein. Diverse Hinweise deuten darauf hin, dass Rieger nie ernsthaftes Interesse an der Immobilie hatte. So soll der von Rieger gezahlte Preis von 700.000 Euro vollkommen überhöht gewesen sein. Außerdem hatte Rieger nach NDR-Informationen keine wirklichen Kenntnisse über die Immobilie.

Nachdem dies bereits für Spekulationen über eine Absprache zwischen Eigentümer – der die Immobilie seit Monaten wie Sauerbier angeboten hatte – und NPD gesorgt hatte, wurde die Sache danach noch skurriler. Denn angeblich war die NPD im September bereits in das Gebäude eingezogen. Laut Medienberichten befand sich plötzlich ein Briefkasten mit dem Namensschild ‘NPD’ an dem Gebäude. Kurz zuvor hatte der Eigentümer erklärt, die rechtsextreme Partei sei eingezogen. Anlieger hatten allerdings keinerlei Einzugs- oder Umzugsaktivitäten feststellen können.

Trick 17…

So deutet auch im Fall Melle alles darauf hin, dass die NPD mal wieder nur Abkassieren wollten. So wie in mehreren anderen Fällen bereits zuvor. Zuletzt hatte es in NRW einen Fall gegeben, wo Jürgen Rieger angeblich eine Immobilie kaufen wollte – die Gemeinde kaufte – und ist jetzt so gut wie bankrott.

Die NPD sorgte immer wieder mit angeblichen Immobiliengeschäften für Schlagzeilen. Besonders Parteifunktionär Uwe Meenen tauchte dabei immer wieder auf, so auch in Rheinland-Pfalz und im bayerischen Cham. Nach einem Bericht von tagesschau.de erwarb Meenen auch das Schloss Trebnitz im sachsen-anhaltischen Bernburg, dass danach als “Nationales Zentrum Mitteldeutschland” ausgebaut werden sollte. Letztendlich wurde es anschließend bei ebay wie Sauerbier angeboten. Die mutmaßliche Masche: Die NPD tritt als angeblicher Interessent für schwer zu verkaufene Immobilien auf, daraufhin kauft die öffentliche Hand das Anwesen. Die NPD erhält dafür dann eine Gewinnbeteiligung.

NPD-BLOG.INFO über Immobiliengeschäfte der NPD. 

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