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NPD scheitert in Hessen an der 1-Prozent-Hürde

28. Januar 2008 11:17 12 views Kein Kommentar

Der NPD-Ritter und Anwalt der Gartenzwerge, Marcel Wöll, ist mit seiner Partei beim Sprung über die 1-Prozent-Hürde in Hessen gescheitert. Nach Angaben des Landeswahlleiters entfielen auf die NPD genau 0,874% der abgegebenen Stimmen. Die rechtsradikalen Republikaner kamen demnach auf 1,011%, auch die Freien Wähler liegen mit 0,886% noch vor der völkischen Partei.

In Niedersachsen erreichte die NPD trotz eines weit größeren Wahlkampfetats 1,5 Prozent der Stimmen, erhält somit Geld aus der Wahlkampfkostenerstattung. Ein wirklicher Erfolg ist das aber auch nicht, hatte Spitzenkandidat Andreas Molau als Ziel sechs Prozent plus X ausgegeben. Die NPD, eine “gefühlte Volkspartei”, wie die FAZ einmal schrieb, hat somit den Sprung in ein westdeutsches Parlament deutlich verfehlt. Was bleibt? Einige Kuriositäten aus dem Wahlkampf sowie die Erkenntnis, dass Parteien, die mit militanten Neonazis paktieren, im Westen bei Landtagswahlen keine Chance haben. Selbst bei geringer Wahlbeteiligung und langweiligem Wahlkampf, so wie in Niedersachsen. Für die Bundestagswahl wird dies noch viel mehr gelten, da es hier die Mini-Parteien erfahrungsgemäß schwerer haben. Für Kommunalwahlen gilt dies aber nicht!

Nun wird es in den kommenden Wochen spannend, wie die rechtsextreme Partei und die verbündeten Neonazis mit diesem Ergebnis umgehen werden. Aber wahrscheinlich werden sie die Schuld – wie immer – bei den anderen suchen: Die Medien haben gehetzt, die Wähler werden manipuliert, die Wahlen gefälscht, usw.usf. Dass die völkische Ideologie im 21. Jahrhundert vielleicht endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt wird, bleibt indes aber wohl vorerst ein Wunsch.

Das große Lamentieren und die Schuldzuweisungen sind im Übrigen bereits in vollem Gange: So schreibt ein Vertreter des NPD-Kreisverbandes Unna - der übrigens auch auf dieser Seite unter diversen Namen immer wieder versucht, seine völkische Weltsicht zu verbreiten - auf einer bekannten Neonazi-Seite: “Unsere armen verdummten Landsleute erkennen nicht wo ihre Feinde stehen. Sowohl die Nichtwähler als auch die Wähler der Systemparteien CDU, SPD,FDP,Grüne und Linke unterstützen ein System, das unser Volk in den Abgrund führt. Wir Nationalisten müssen weiterkämpfen, auch wenn unsere Landsleute immer noch nicht merken worum es geht.” Ein anderer ”Kommentator” analysiert 18 Jahre nach der Wiedervereinigung: “So lange die Besatzer Republik Deutschland mit Ihrer Indianerpolizei struktur besteht und keine freie Selbstbestimmung der Geschichte mit frei gewaehlter Verfassung hat. Ist alles zwecklos!!!!” Auf einer Seite der NPD schreibt ein “Julius Färber”, laut Medienberichten ein NPD-Funktionär, zu der Wahl: “Gerade mal die Hälfte der Bürger in Niedersachsen waren überhaupt noch bereit den angetreten Parteien eine Stimme zu geben. Sehr beschämend…wenn man mal daran denkt, dass es Zeiten gab, in denen das gesamte deutsche Volk hinter einem Politiker stand.” Die Sinnfrage dieses Satzes mal beiseite gelassen, zeigen diese ausgewählten Kommentare aus der NPD und deren Umfeld, dass die NPD vor allem eins hat: Ein Personalproblem. Sie verfügt nur über einige dutzend fähige Köpfe. Der Rest suhlt sich in Selbstmitleid oder beschäftigt sich mit Verschwöungstheorien und wahnähnlichen Vorstellungen.

Die Gefahr, die vom Rechtsextremismus ausgeht, ist damit aber nicht gebannt. Dies zeigen die weiterhin hohen Zahlen von Straf- und Gewalttaten. Und auch mit ihren dümmlichen Parolen hat die NPD es ja bereits in zwei Landtage geschafft. Weiterhin hat es die NPD immerhin auf die Reihe bekommen, überhaupt bei Landtagswahlen flächendeckend anzutreten und einen Wahlkampf durchzuführen. Allerdings ohne Erfolg.

Bei Übernahme des Textes bitte Quelle NPD-BLOG.INFO angeben.
 

Kein Kommentar »

  • die stimme aus dem off said:

    und wem haben wir das zu verdanken? dem schlimmen populistischen wahlkapf des roland koch.

  • Rob Stief said:

    Ist ja auch kein Wunder das, Gott sei Dank die NPD so schlecht abgeschnitten hat. Sie wurde von der SED (upps DIE LINKE) als Protestpartei abgelöst. Siehe Oskars Fremdarbeiterrede und: “Lafontaine vertritt außenpolitisch lupenreine und völlig authentische NPD-Positionen”, erklärte NPD-Generalsekretär Peter Marx am Donnerstag in Berlin.” 21.06.2007
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/jetzt_waechst_zusammen_was_zusammen_gehoert/

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