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NPD-Chef nach den Wahlen: “Bewegung nicht mehr aufzuhalten”

01. Februar 2008 02:51 17 views Kein Kommentar

NPD-Chef Udo Voigt sieht wenige Tage nach den Wahlen in Hessen und Niedersachsen “den politischen Kurs der NPD erneut bestätigt”. Dabei bezieht er sich keineswege auf das Wahlergebnis, dazu schwieigt die NPD-Führung ausdauernd, sondern Voigt verweist auf einen Artikel im Tagesspiegel, in dem der Verfassungsschutz auf steigende Mitgliederzahlen bei der NPD hinweist. Demnach hat die NPD nun mehr Mitglieder als die vergreiste DVU. Die Stärke der NPD sei allerdings vor allem auf die Schwäche von DVU und “Republikanern” zurückzuführen. Der NPD reichte demnach schon eine Zunahme um 200 Mitglieder auf nun 7200, um die bislang führende DVU zu überholen. Nach Angaben der NPD liegt die Mitgliederzahl allerdings höher. Auf Anfrage des Autoren schrieb NPD-Sprecher Klaus Beier: “Der Mitgliederstand liegt am Stichtag 31.10.2007 bei 7300. Tendenz weiter leicht steigend.”

Die Partei des Münchener Verlegers Gerhard Frey ist laut Tagesspiegel von 8500 Mitgliedern im Jahr 2006 auf 7000 geschrumpft, sagen die Verfassungsschützer. Bei den “Republikanern” habe sich der Abwärtstrend ebenfalls fortgesetzt, sie zählten nur noch 5500 Mitglieder. Der Verfassungsschutz bewertet die Reps allerdings nur noch in Teilen als rechtsextreme Partei.

Udo Voigt äußerte dazu laut einer NPD-Pressemitteilung zu diesen Zahlen: “Die Entscheidung, mit dem Bündnispartner DVU im Deutschlandpakt und vielen freien Kräften zusammenzuarbeiten, hat die noch konkurrierenden Republikaner in den Orkus der Bedeutungslosigkeit verwiesen.” Sicherlich haben die Reps keine große Zukunft, da hat Voigt recht, allerdings hat es immerhin noch zu mehr Stimmen in Hessen gereicht, als die NPD erzielen konnte, die mitsamt der “Bewegung” angeblich “nicht mehr aufzuhalten” sei. Im Folgenden warnt Voigt vor “Neugründungen von “rechten” Splitterparteien”. Jetzt heiße es “rein in die NPD, damit 2009 im deutschen Bundestag endlich wieder deutsch gesprochen wird”.

Ob sich der NPD-Chef mit solchen Äußerungen – während er über die Wahlniederlagen keine Silbe verliert – einen Gefallen tut, ist mehr als zweifelhaft. Denn nach dem schwachen Abschneiden der NPD in Hessen und Niedersachsen gibt es in der rechtsextremen Bewegung offenbar noch mehr Akteure, die die Strategie der NPD anzweifeln bzw. etwas mehr Selbstkritik erwarten. Wie die NPD den Sprung in den Bundestag schaffen will, bleibt denn auch Voigts Geheimnis. Denn zurzeit deutet nichts darauf hin, dass die Rechtsextremisten dieses Ziel erreichen könnten. Im Gegenteil: Im Deutschlandpakt knirscht es gewaltig, der Streit zwischen Partei und “Autonomen Nationalisten” könnte jederzeit wieder ausbrechen und die Moral liegt nach den Wahlen am Boden. Außerdem ist die NPD dabei, eine ostdeutsche Regionalpartei zu werden – was die sehr geringen Erfolgsaussichten bei einer Bundestagswahl weiter schmälert.

Zudem ist diese Entwicklung innerhalb des rechtsextremen Lagers nicht neu: Vor fünf Jahren verfügte die NPD über 5000 Mitglieder, seitdem nahm sie kontinuierlich zu. NPD-Sprecher Beier sagte allerdings auf Anfrage im September, die Mitgliederzahlen stiegen mittlerweile nicht mehr so schnell. Die DVU hatte 2003 noch 11.500 Mitglieder, befand sich aber bereits im Sinkflug. Das galt auch für die “Republikaner”, die 2003 noch 8000 Mitglieder zählten. Den Zuwachs der NPD erklären Verfassungsschützer vor allem mit deren antikapitalistisch und “revolutionär” intonierten Propaganda in Ostdeutschland, die junge Leute in die Partei ziehe. Dem hätten die überalterte DVU und die um ein konservatives Image bemühten Reps wenig entgegenzusetzen.

NPD-BLOG.INFO über die Landtagswahlen.

(Bei Übernahme des Textes bitte Quelle NPD-BLOG.INFO angeben)

Kein Kommentar »

  • Charly said:

    Noch nicht einmal 1% erreichte die NPD und bekommt so kein Geld aus der staatlichen Wahlkampfkostenerstattung
    -DAS IST GUT SO-
    Denn diese Nazipartei, die das parlamentarische System “abwickeln” will, finanziert sich überwiegend aus staatlichen Mitteln. Grund genug endlich die NPD zu verbieten!!!

  • akino said:

    @ Charly
    Wenn Sie als Begründung für ein Parteiverbot anführen, dass die NPD sich durch Steuern finanziert, sollten Sie sich mal ernsthaft mit Ihrem eigenen Demokratieverständnis auseinandersetzen…

  • Serdar said:

    Die NPD versucht viele Angelegenheiten mit Gewalt zu lösen. Ich als Türke habe nichts dagegen, wenn wir dies unter selben Bedingungen auch tun dürfen. OK, eine 1zu1 Gegenüberstellung wird sicher keiner von diesen Rudelkötern eingehen, dazu benötigt man Mut. Aber auch eine 1zu2 Gegenüberstellung würde mich nicht abschrecken, denn wir Türken sind kämpfer, also lasst es nicht darauf ankommen.

  • Maik said:

    @Serdar

    Die Gewalttätigkeit ist wohl eher eine Domäne der Migranten.
    Die NPD ist eine friedliche, demokratische Partei.
    Ich persönlich befürworte die schnelle Abschiebung Ausländischer Straftäter.

  • Maik said:

    @ Serdar Teil 2

    Was den Mut der Türken betrifft teile ich im übrigen nicht Deine Ansicht :o )

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