Hamburg: DVU steht zu Neonazi-Banden, aber nicht Neonazi-Barden
Die DVU hat am 16. Februar 2008 im Hamburger CCH ihre zentrale Wahlkampfveranstaltung für die Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 durchgeführt. Etwa 200 Rechtsextremisten folgten der Einladung der DVU, berichtet die taz. Aber auch Gegner der rechtsextremen Partei verschafften sich Zugang zu dem Saal und störten die Veranstaltung durch Klatschen und Zwischenrufe. Die Ordner der rechtsextremen Partei gingen der taz zufolge rabiat gegen ihre Gegner vor – es wurde geschubst und getreten, berichtet das Blatt. Die DVU-Oberen hätten Mühe gehabt, ihre Ordner zu bremsen, hieß es.
“Kampf mit NPD und Kameradschaften!”
In seiner Rede machte DVU-Spitzenkandidat Matthias Faust den Angaben zufolge deutlich, dass seine Partei zu dem Pakt mit der NPD steht: “Den Kampf führen wir gemeinsam mit NPD und Kameradschaften!”. Und NPD-Vize Holger Apfel versicherte, der Pakt habe noch über 2009 hinaus Bestand. Auch der Hamburger Neonazi Christian Worch war bei der DVU-Veranstaltung vor Ort, so die taz. Natürlich fehlte auch DVU-Patriarch Gerhard Frey nicht, der laut taz mit Stolz über seinen Vater in der Wehrmacht berichtete. Auch Gerard Menuhin trat den Angaben zufolge als Redner auf.
Frey streicht Programm von Nazi-Barden zusammen
Nach Angaben der Neonazi-Seite Altermedia kam es allerdings doch noch zu einem internen Streit. Den Angaben zufolge sollte der ”nationale Liedermacher” Flex bei der DVU-Veranstaltung auftreten – doch dazu kam es nicht. Altermedia schreibt: “Kurz vor offiziellem Veranstaltungsbeginn dann der Eklat. DVU-Chef Frey wollte eine musikalische Kostprobe. Dabei bat der Chef die Liedtexte einsehen zu dürfen. Resultat: alles gestrichen, bis auf zwei Lieder! Bei „Frei, Sozial und National“ kommt eine schwarze Fahne vor, die der DVU-Chef sogleich mit den nationalen „schwarzen Blöcken“ verband und somit auch aus dem Programm strich. Gestattet waren dem Liedermacher lediglich zwei seiner eigenen Titel, „Mein Volk“ und „Antikriegstag“. Letzteres ein Lied, ursprünglich für die Antikriegsdemonstration in Dortmund geschrieben. Frey bat nun den jungen Künstler dieses Lied noch umzudichten, damit es gefälligst auf Hamburg passt. Als der DVU-Chef nun dazu aufforderte wie vor einer Jury -bestehend aus seinem Sohn und einigen Ordnern-, die beiden genehmigten Texte zu spielen platzte dem Liedermacher der Kragen. „Flex“ gab den Anwesenden zu verstehen, dass er lediglich mit dem Spitzenkandidaten Faust Abmachungen getroffen habe und nicht mit dem DVU-Chef, zusätzlich sei er nicht auf die DVU angewiesen. Das wars – der Liedermacher durfte gehen!”
Broschüre zum Thema
Lesenswert: Eine Broschüre über Rechtsextremismus in Hamburg – herausgegeben zur Bürgerschaftswahl vom DGB und der Gruppe “avanti”. Die Broschüre gibts hier als PDF-Dokument.









Ich kann aus eigener Beobachtung als Gegendemonstrant bestätigen: die “Ordner” der DVU waren tatsächlich sehr agressiv und mussten in der Tat von den eigenen Leuten zurückgehalten werden. auch Herr Worch soll in eine Rangelei verwickelt gewesen sein. Ich habe ihn persönlich allerdings nur vor der VA Apfelsaftflaschen schleppen sehen.
Nun stelle man sich mal vor eine Handvoll Rechte hätten lautstark auf einer “Antifaschistischen” Veranstaltung gestört. Da wären sie, im Gegensatz zu den Linken Störern von Sonntag, nicht unverletzt rausgekommen.
Aber irgendwie muss man die Rechten ja zu gewaltätigen Babaren machen. Wie passt es dann dazu, dass Frey junior nicht mal die Person angezeigt hat, welche ihn angespuckt hat?
Hätten Rechte solche Leute nicht normalerweise gleich aufhängen müssen? Glaubt man den Medien sind Rechte doch Menschenfressende Barbaren und Unmenschen.
@Björn:
Du hörst dich an wie ein kleines Kind,das bei einen Streich erwischt wird und sich mit dem Satz “Aber die anderen haben doch auch…” rechtfertigen und rausreden möchte.
Gewalt ist grundsätzlich die Sprache der Dummen.
Egal welcher politischen Richtung sie angehören.Wieso wurde nicht die Gelegenheit einer Diskussion wahrgenommen?
Weil es bequemer ist,die Bluthunde los zu lassen?
Scheint so.
Ich glaube nicht,dass Nazis Menschenfresser sind (ausser,man zählt Kanibalismus in den eigenen Reihen dazu.Dann ja.),aber als Barbaren kann man viele bezeichnen.
Und Unmenschen sind sie alle!!
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