Thüringen: Annäherungsversuch der NPD an die Reps
Die Republikaner betonen immer wieder, dass sie jede Zusammenarbeit mit der rechtsextremen NPD ablehnen. Dies wurmt die NPD, würde sie doch gerne durch die Reps den Anschluss ans nationalkoservative Bürgertum herstellen, welches der rechtsextremen Partei vor allem im Westen komplett fehlt. Immer wieder versuchen NPD-Kader daher, durch angebliche Kooperationen zwischen irher Partei und den Reps Unruhe in die rechtsradikale Partei von Rolf Schlierer zu tragen. Dieses mal in Thüringen, so heißt es in einer NPD-Pressemitteilung, der “alliierte Bombenholocaust” sei Thema einer “einer nationalen Zusammenkunft im Wartburgkreis” gewesen. An dieser hätten “neben dem NPD-Landesgeschäftsführer Patrick Wieschke auch der Landesvorsitzende der Republikaner, Heinz Schneider, sowie der stellvertretende Bundesvorsitzende Dirk Hacaj” teilgenommen. Patrick Wieschke rief den Angaben zufolge “während der Veranstaltung abermals dazu auf, das Verbindende und nicht das Trennende in den Vordergrund bei weiteren Zusammenkünften zu stellen. In anschließenden Gesprächen wurden dann auch tatsächlich viele gemeinsame Anschauungen festgestellt, die nun hoffentlich dauerhaft als vordergründig gesehen werden.”
Soweit die Version der NPD. Nun die Reaktion der Reps. In einer Pressemitteilung heißt es: “Die feigen Falschinformationen der NPD, die Republikaner hätten „an einer Zusammenkunft mit den Nationalen“ teilgenommen, zeugen von den Wahrnehmungsstörungen der NPD-Kader. Die Republikaner wurden zu einem Vortragsabend der Schlesischen Jugend eingeladen. Zahlreiche Gäste waren anwesend, darunter auch einige Mitglieder der NPD, die sich jedoch nicht als solche zu erkennen gaben. An den folgenden Gesprächen haben sich auch diese verkappten NPD-Mitglieder beteiligt und rege mitdiskutiert. [...] Auf die Nachfrage, um wem es sich denn bei den enthusiastischen Wortführer handle, gab er sich als Mitglied und führender Funktionär der NPD zu erkennen. Unter Protest verließen daraufhin die anwesenden Mitglieder der Schlesischen Jugend und die Republikaner, darunter Dirk Hacaj und Dr. Heinz Joachim Schneider die Veranstaltung. [...] Dieses Vorgehen, sich einzuschmuggeln zu müssen um dann den großen „Nationalen“ zu mimen zeigt, dass die NPD sich ihrer politischen Unbrauchbarkeit bereits bewusst ist. [...] Vielleicht ist bald auf der Bundesseite der NPD zu lesen, dass die Bundeskanzlerin eine NPD-Delegation empfangen hat, nachdem einige NPD-Mitglieder lediglich an einer Führung durch das Bundeskanzleramt teilgenommen haben. Die Republikaner stellen hiermit klar, dass keine Zusammenarbeit oder Kooperation mit der NPD vereinbart wurde oder je vereinbart werden wird. Die Republikaner wollen ihr Programm durch Reform und Veränderung umsetzen, die NPD durch Repression, Denkverbote und einer „nationalen Revolution“ mit dem Ziel, ein deutsches Reich unter Vorherrschaft eines „nationalen Sozialismus“ aufzubauen. Diese Ziele sind nicht nur mit denen der Republikaner unvereinbar, sondern stehen dem friedlichen Zusammenleben der Völker auf der Basis von Freiheit, Rechtstaatlichkeit und nationaler Souveränität in jeder Hinsicht im Wege.”
Nun darf möglicherweise bezweifelt werden, dass die Reps stets und überall für das friedliche Zusammenleben der Völker eintreten, aber eins muss man ihnen zugestehen: In einen Topf mit NPD und DVU kann man sie nicht werfen, auch wenn dies gerne mal getan wird. Bereits im Oktober 2007 hatte der Focus eine ähnliche Geschichte veröffentlicht, die nicht ganz den Fakten entsprach. So hieß es dort ebenfalls, es gebe eine Annäherung zwischen NPD und Reps. Aber auch dieses stellte sich postwendend als Ente heraus.
Mitgliederzahlen sinken
Allerdings sorgt der Kurs von Rep-Chef Schlierer seit Jahren für Streit in der Partei. Auf dem jüngsten Bundesparteitag verließ der Vize-Vorsitzende Clemens – ein Weggefährte von NPD-Mann Gansel – die Partei. Im Januar 2007 waren in Sachsen-Anhalt mehrere Mitglieder des Landesverbandes der Republikaner zur NPD übergetreten. Auch in Berlin brach den Reps ihr Verband weg, dort kam es bereits zu Absprachen mit der NPD. Außerdem verlieren die Reps seit Jahren stetig an Mitgliedern. Bei der Landtagswahl in Hessen reichte es dennoch zu mehr Stimmen, als die NPD holte.









[...] Annäherungsversuch der NPD an die Reps Posted 18.Februar 2008 NPD-BLOG.INFO » Thüringen: Annäherungsversuch der NPD an die Reps Die Republikaner betonen immer wieder, dass sie jede Zusammenarbeit mit der rechtsextremen NPD [...]
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