Budapest: Hunderte Rechtsextremisten randalieren
In Budapest haben sich am ungarischen Nationalfeiertag Rechtsextremisten am 15. März 2008 Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Nach Medienberichten bewarfen die Randalierer die Polizei mit Brandsätzen, mindestens 21 Menschen wurden festgenommen. Drei Polizisten wurden leicht verletzt, mehrere Polizeifahrzeuge von Brandsätzen getroffen.
Anwohner sollen nicht vor die Tür gehen
Einige hundert Demonstranten mit Kapuzen und schwarzer Kleidung scherten aus einer Demonstration von etwa 2000 Rechtsextremen aus, die gegen Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany protestierten, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die Gewalttäter schlugen demnach einen Fotografen, bedrohten Journalisten und warfen Knallkörper auf Polizisten. Einige trugen Molotow-Cocktails bei sich.
Die Polizei hatte den Anwohnern der Demonstrationsstrecke der Extremisten empfohlen, nicht vor die Tür zu gehen. Die Randalierer versuchten anderen Medienberichten zufolge mehrere Feiern zur Erinnerung an die gescheiterte Revolution von 1848 zu stören. Sie bewarfen die Polizei und Vertreter der Behörden mit Steinen, Eiern und Gemüse.
Deutsche Neonazis dabei
Auch im vergangenen Jahr randalierten Rechtsextremisten am ungarischen Nationalfeiertag. Zudem marschierten Neonazis, darunter auch NPD-Kader, im Februar 2008 zu einem SS-Gedenken in der Stadt auf. Im Vorjahr sorgten NPD-Funktionäre für Schlagzeilen, da sie laut einem ARD-Bericht nach einem Neonazi-Aufmarsch in Budapest den Hitler-Gruß gezeigt hatten.
Dokumentation: Rechtsextremismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.









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