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Niedersachsen: Brandanschlag auf islamischen Gebetsraum

23. März 2008 15:02 14 views Kein Kommentar

Vermutlich rechtsextreme Täter haben in der Nacht zum 22. März 2008 mit Molotow-Cocktails versucht, den Gebetsraum der Islamischen Gemeinschaft im niedersächsischen Sittensen in Brand zu setzen. Laut einem ddp-Bericht beschädigte der Brand Mobiliar im Wert von einigen Tausend Euro, verlöschte aber schließlich von allein, wie die Polizei in Rotenburg den Angaben zufolge mitteilte. An den Fensterscheiben wurden Zettel “mit rechtsgerichtetem Inhalt” gefunden. Ermittlungen hätten inzwischen zu einem 18-jährigen Tatverdächtigen aus Sittensen geführt, hieß es.

Die Polizei sprach von einem glücklichen Zufall, dass nicht das komplette Gebäude in Brand geraten sei. In einem Nebenhaus hätten zur Tatzeit fünf Menschen geschlafen. Die Gebetsstätte ist in einem ehemaligen Lebensmittelmarkt untergebracht.

“Kann nicht ausgeschlossen werden”

In Radiomeldungen hieß es zu dem Anschlag, die Polizei “könne einen rechtsradikalen Hintergrund” nicht ausschließen. Das ist wirklich eine bizarre Formulierung. Man würde es zu gerne, aber die Indizien sind einfach zu eindeutig, oder wie? Natürlich ist es anders gemeint, aber eigentlich trifft es genau den Kern.

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