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Neonazi-Anwalt Rieger kann Briefkastenfirma reaktivieren

13. Mai 2008 10:30 64 views Kein Kommentar

Der Hamburger Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger hat nach NDR-Informationen im Ringen um seine Immobilien einen Teilerfolg errungen. Rieger sei die Wiedereintragung seiner 2006 gelöschten Firma “Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation Limited” ins englische Handelsregister gelungen, berichtete NDR Info. Diese Briefkastenfirma war bis zu ihrer Löschung Eigentümerin des Heisenhofes im niedersächsischen Dörverden und des Schützenhofes im thüringischen Pößneck. In beiden Immobilien will Rieger den Angaben zufolge Schulungen für die Neonazi-Szene abhalten.
Trotz der Wiedereintragung könne Rieger seine Immobilien aber zur Zeit nicht nutzen, hieß es. Im März 2007 sei in Thüringen das Liquidationsverfahren für das Vermögen der Firma eröffnet worden. Seitdem dürfe Rieger die Immobilien nicht betreten. Der Ausgang des Verfahrens sei offen, da es für ein solches Verfahren in Deutschland bisher keine vergleichbaren Fälle gebe. Sicher scheint dem Sender zufolge, dass eine Nutzung des Heisenhofes für Rieger vorerst ausgeschlossen ist.

Geschäftsberichte nicht eingereicht

Der Heisenhof war bis 2003 von der Bundeswehr genutzt worden. Rieger erwarb das Gelände 2004 bei einer Versteigerung für rund 250.000 Euro.  Der Hamburger Neonazi verschlampte jedoch, Bilanzunterlagen beim englischen Firmenregister einzureichen; daraufhin strich die Behörde die “Stiftung” aus dem Register. Der als Anwalt tätige Rieger hatte das rund 26 Hektar große Gelände einer ehemaligen Bundeswehrkaserne in der Gemeinde Dörverden im März 2004 erworben, um dort eine Schulungsstätte für Neonazis einzurichten.

NPD-BLOG.INFO über Riegers “Stiftung” und deren Immobilien.

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  • Charly said:

    Rieger geniesst ,natürlich nur hinter vorgehaltender Hand, in der rechtradikalen Szene den Ruf eines “Erbschleichers”.Viele Altnazis aus seinen Vereinen sind alleinstehend, und überzeugt, dass ihr Vermögen in den Händen der “nationalen Sache” besser aufgehoben ist als bei der eigenen Verwandtschaft.Z.B. der Altnazi Wilhelm Tietjen vermachte ihm -wie oben zu lesen ist – Geld oder Grundeigentum. Dafür erhielt Tietjen als Grabstein einen Findling auf der Ahnenstätte in Conneforde bei Oldenburg. Tietjen (2002 verstorben), der selbst keine Kinder zeugen konnte, hatte eigentlich sein Millionenvermögen aus Aktiengewinnen einer eigenwilligen Befruchtungsförderung zugedacht. Tietjen- so erzählten seine Nichten gegenüber von Radio Bremen “war in Riegers Verein Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung.” Er habe “zeitlebens von einem neuen Lebensborn geträumt”. Um die Erbschaft des braunen Tietjen sinnvoll zu investieren, richtete Rieger zunächst die britische Briefkastenfirma -Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation Ltd. in London ein – wie im Artikel oben schon erwähnt.
    Literatur: Andrea Röpke/Andreas Speit (Hrsg.) “Neonazis im Nadelstreifen”-CH.Links Verlag

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