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Hessen: “Hilfe für Hilfesuchende eigener Landsleute in Jugendlichen verankern”

14. Juli 2008 20:46 87 views Kein Kommentar

Hessens Ex-NPD-Chef Marcel Wöll zieht sich weiter aus den regionalen Parteistrukutren zurück. Im April hatte er nicht wieder als Landesvorsitzender kandidiert. Nun hat er laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau knapp drei Wochen nach seiner Verurteilung wegen einer Holocaust-Leugnung sein Mandat im Wetterauer Kreistag niedergelegt. Wöll saß seit Februar 2007 für die NPD im Wetterauer Kreistag.

Das Landgericht Gießen hatte den 25-Jährigen Ende Juni in einem Berufungsverfahren wegen Volksverhetzung zu vier Monaten Haft verurteilt, weil er als NPD-Kreistagsmitglied während einer Sitzung im März 2007 den Holocaust geleugnet hat. In der Gerichtsverhandlung war ein Tonbandmitschnitt aus der Sitzung abgespielt worden, worauf der mehrmals wegen Körperverletzung vorbestrafte Wöll mit den Worten zu hören war: “Da gibt es noch Zuschüsse für Fahrten von Jugendgruppen und Schulklassen zu den Stätten des sogenannten nationalsozialistischen Terrors – also Gehirnwäsche für Schüler.”

“Jüngstes Kind durchwanderte Praktikumsplätze”

Nachrücker für Wöll wird der 22 Jahre alte Stefan Jagsch, Beisitzer im NPD-Landesvorstand. Jagsch war auch bei der Landtagswahl im Januar 2008 für die Rechtsextremisten angetreten. Sein Beruf ist einem Kandidatenprofil beim HR zufolge Auszubildender, die Fragen zu seiner Politik wollte er offenbar aber nicht beantworten – wie so viele NPD-Kandidaten bei vergangenen Wahlen. Auch bei Kandidatenwatch lässt sich nichts über Jagsch nachlesen, was den Wählern Aufschluss über dessen Person oder politischen Ziele geben könnte.

Allerdings wird der interessierte Bürger auf den Seiten der NPD-Mainkinzig informiert. Dort steht über Jagsch geschrieben: “Als jüngstes Kind der Familie durchwanderte er verschiedene Praktikumsplätze, um seinen eigentlichen Berufswunsch als Automobilkaufmann finden zu können. Derzeit befindet sich Herr Jagsch noch innerhalb dieser Ausbildung und wirkt aktiv im Geschichtsverein in Altenstadt mit. Auch gehört er dem dortigen Schützenverein an. Im schulischen Bereich arbeitet Herr Jagsch auf einen ordentlichen Schulabschluss in der Berufsschule für Wirtschaft und Verwaltung hin.

Stefan Jagsch interessierte sich schon früh für Politik und Geschichte und bewegte sich daher schon im Jahre 2001 im Umfeld seiner Partei, der NPD in der Wetterau. Im August 2002 trat er dieser dann bei und setzte sich verstärkt für Mitgliedergewinnung und Wahlkampfvorbereitungen und -durchführungen in seiner Heimatstadt Altenstadt ein.

Herr Jagsch möchte besonders die Jugendlichen fördern und ihnen Perspektiven im Main- Kinzig- Kreis verschaffen. „Gerade Ausbildungsstellen sollen Jugendlichen wieder vermehrt zur Verfügung gestellt werden können.“ so Jagsch.

Da Kamerad Jagsch selbst vor noch nicht allzu langer Zeit die Schule verlassen hat und seine Ausbildung antrat, kennt er entsprechend die Schwierigkeiten der Lehrstellensuche. Auch kennt er die Problematik an den Schulen, was der Missbrauch von Drogen und der Banden-Kriminalität, welche von vielerlei Nationalitäten herrührt, anbelangt. Diesbezüglich möchte sich Kamerad Jagsch mit einbringen und den Jugendlichen ein offenes Ohr und die Garantie für einen sicheren Schulhin- und Heimweg geben.

Besonders möchte er so wörtlich: „…die alten Werte wie Ehrlichkeit, Verbundenheit und Hilfe für Hilfesuchende eigener Landsleute…“ wieder in den Jugendlichen verankern und sie damit u.a. dahingehend bewegen, sich nicht zu verstecken und die Hoffnung fallen zu lassen, sondern sich Gegenseitig zu Helfen und bei Straftaten von Banden nicht zuzusehen sondern sich als eine Volksgemeinschaft zu solidarisieren und Straftaten aktiv mit zu vereiteln.

Na, das ist doch mal ein Wahlprogramm!

Siehe auch: NPD bewegt wenig im Wetterauer Kommunalparlament, Wöll will angeblich nach Thüringen rübermachen

NPD-BLOG.INFO über Marcel Wöll

Kein Kommentar »

  • Demokratische Linke an der Uni Gießen » Die Wölls hauen ab, Zutts gehen mit said:

    [...] Für Wöll nachrücken wird der 22 Jahre alte Stefan Jagsch, Beisitzer im NPD-Landesvorstand, über den man dank der Internetseiten der NPD-Mainkinzig weiß: Als jüngstes Kind der Familie durchwanderte er verschiedene Praktikumsplätze, um seinen eigentlichen Berufswunsch als Automobilkaufmann finden zu können. Derzeit befindet sich Herr Jagsch noch innerhalb dieser Ausbildung und wirkt aktiv im Geschichtsverein in Altenstadt mit. (NPD-Blog) [...]

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