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Auflösung des KDS – dürftige Bilanz

01. August 2008 02:04 7 views Kein Kommentar

Am 01. August 2008 ist eine neue Ausgabe des Fachblatts “blick nach rechts” erschienen. Darin wird unter anderem die Auflösung der Neonazi-Organisation “Kampfbund Deutscher Sozialisten” (KDS) thematisiert. In einer am 22. Juli verbreiteten Erklärung teilten demnach drei führende Vertreter des KDS mit, das “Experiment” werde eingestellt. Thomas Gerlach aus dem thüringischen Altenberg, Axel Reitz aus Köln und Thomas Brehl aus Langen (Hessen) erklärten, die Bilanz sei nach zehn Jahren “zu dürftig”: “Vor allem scheinen die Erfolgsaussichten zu gering, um die weitere Investition von Zeit, Kraft, Arbeit und Geld zu rechtfertigen.”

Querfront als Ziel

Der KDS war am 1. Mai 1999 gegründet worden und hatte sich zum Ziel gesetzt, “,rechte’ und ,linke’ Sozialisten” auf der Basis eines “gemeinsamen Bekenntnisses zu Volk und Nation” zu einen. Allerdings wurde die Truppe auch in rechtsextremen Kreisen wegen ihres Uniformfetischismus, ihrer Ordens- und Titelsucht sowie ihrer Sympathie für Nordkorea oder den Irak Saddam Husseins wahlweise belächelt oder scharf kritisiert.

“Sein Ziel, eine richtungsweisende Querfrontstrategie nicht nur zu betreiben, sondern auch als Erfolgsmodell populär zu machen, konnte der KDS ebensowenig erreichen, wie das Entfalten einer Sogwirkung auf bewährte Unterführer und Aktivisten des Nationalen Widerstandes”, heißt es nun in der Auflösungserklärung von Brehl, Reitz und Gerlach. In “Groß-Berlin” – dort führte jedenfalls bislang Michael Koth die Regie – solle der KDS seine Arbeit “zunächst als lokaler Zusammenschluss fortsetzen, da er hier eine wesentliche Brückenfunktion zwischen den einzelnen Gruppen und Organisationen” wahrnehme.

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