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Fundstück: Nationale Zebrastreifen

21. August 2008 03:01 7 views Kein Kommentar

NPD-BLOG.INFO-Leser Wolfram W. schreibt:

Ein Artikel in der taz schreit geradezu nach Kommentar.

Ort: Öffentliche Infoveranstaltung der NPD in Berlin-Köpenick

taz: „Zu der Verpflichtung, keine rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Inhalte zu verbreiten, sagt der Bundesvorsitzende Udo Voigt: ‚Ein Witz, ein sehr undemokratischer Witz.’ “

So, so. Was für andere Parteien selbstverständlich wäre, heißt im Umkehrschluss, dass für die NPD Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus also demokratisch sind. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf deren „Demokratieverständnis“, das sie so gerne an Infoständen beteuert. Und mit dem sie ganz „demokratisch“ Diskussionsrunden ihrer Gegner stört. Entlarvend.

Doch es geht weiter in der taz:

„Nicht dass er rassistische Inhalte äußern wolle, so Voigt. Dies sei immerhin eine Fraktionsveranstaltung und keine Bundesveranstaltung.“

Und was soll das heißen? Dieser skurrilen „demokratischen“ Gesinnung verleiht man also nur auf Bundesebene Ausdruck? Aha. Oder heißt es, dass man Rassismus bei der Sachpolitik am Ende gar nicht gebrauchen kann? Rassismus nur für den öffentlichen Wahlkampf, damit der Straßen-Nazi auch fleißig gegen die „Mafia der Etablierten“ (Voigt) stimmt? Aber was tut man dann in Wirklichkeit für die „nationale Revolution“ und die Zukunft des deutschen Volkes? Die taz gibt Antwort:

„Zu ihren größten Erfolgen vor Ort zählt die NPD die öffentlichen Toiletten, die demnächst in Treptow-Köpenick entstehen sollen. Immer wieder holen Udo Voigt und sein Parteikollege Eckhart Bräuniger dieses Beispiel hervor.“

Nun erfahren wir also von der NPD selbst, dass sie sich vorwiegend und erfolgreich um braune Scheiße kümmert: einen Bürgerinformationsabend zur Toilettenfrage im Rathaus. Es geht also aufwärts mit Großdeutschland. Aber schon das war für die NPD nicht einfach, denn, so die taz:

„Zunächst lehnten die gegnerischen Parteien [die Anträge] ab, um sie im Nachhinein selbst umzusetzen. […] Deshalb beseitigten sie die Missstände, auf die die NPD aufmerksam mache, damit sie sie nicht für ihren Wahlkampf nutzen könne, so Voigt.“

Schaaade. Wir hätten uns doch so auf die Wahlkampfplakate und Filme im Lokalfernsehen in Berlin gefreut, die mehr Toiletten fordern, z.B. mit „Auch Köpenicker haben Bedürfnisse! Wir sorgen für Erleichterung! NPD“. Vielleicht hätte man auch das bekannte Plakat „Gute Heimreise“ mit einer Kloschüssel im Bild verändern können. Aber nun…. und alles wegen der „Mafia der Etablierten“.

taz: „Der NPD-Vorsitzende könnte noch viele Beispiele für erfolgreiche NPD-Politik in seinem Bezirk nennen.“

Hmmmm, vielleicht kämen ja jetzt die „nationalen“ Zebrastreifen dran. Aber Voigt schwieg sich aus.

Kein Kommentar »

  • Deutscher said:

    Ihr seit so lächerlich, keine konstruktiven Äusserungen keinen guten Argumente nur Steine werfen das könnt ihr.

    Genau!
    PG

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