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In eigener Sache: Solidarität mit dem Monarchisten Martin Möller!

30. August 2008 11:26 227 mal gelesen Kein Kommentar

Nachdem ja bereits die NPD einen bemerkenswerten Artikel über „Gesnings“ Lebensstil verfasst hatte, legte auch das rechts-libertäre EF-Magazin eine gelungene Glosse hin. Darin schreibt ein gewisser Marco Kanne über den Artikel: “Wie braune Propaganda zur Nachricht wird”:

Bei näherem Hinsehen lässt sich erkennen, dass Gensings Beitrag Teil einer Strategie der staatlichen Medien ist, weitere gesetzliche Beschränkungen für die freie Informationsverbreitung und -Gewinnung medial vorzubereiten.

Ja, bekanntermaßen ist die Informationsverbreitung und -Gewinnung in den vergangenen 25 Jahren extrem eingeschränkt worden. Selbst Kanne merkt offenbar, was für ein Blödsinn das ist und schreibt nur einen Satz später:

Angesichts […] dem Aufkommen einer unüberschaubaren Anzahl von Informationskonkurrenten durch das Kommunikationswunder Internet geht in den öffentlich-rechtlichen Redaktionsstuben die Muffe vor dem Verlust der einstmals sicher geglaubten Deutungshoheit.

Ja, was denn nun? Naja, egal, auch den Begriff Staatsfunk lassen wir Kanne mal durchgehen, sonst bricht sein ganzer schöner Gedankenbunker noch zusammen. Also schnell weiter im Text:

Dass Staatsmedien und emsige politisch-journalistische Akteure wie Patrick Gensing heute noch primär gegen Neonazis und deren Informationsangebote schießen, sollte niemanden glauben lassen, nach deren weitgehender Unterdrückung wäre das Ende der Bevormundungsfahnenstange erreicht. Neonazis sind nur der Türöffner, der dabei helfen soll, das Prinzip Zensur weiter zu etablieren. Ist dies einmal erreicht, lässt sich dieses Repressionswerkzeug gegen jeden einsetzen, der das Establishment in Frage zu stellen wagt, also auch gegen freigeistige Magazine wie “eigentümlich frei”.

Genau, vollkommen unbegründet werden “Informationsangebote” von Neonazis, die nur das Establishment in Frage stellen wollen, unterdrückt und zensiert, schlimmschlimmschlimm. Zwar stellte Jugendschutz.net jüngst fest, dass die Zahl der rechtsextremen deutschsprachigen Internet-Angebote weiter gestiegen ist – auf etwa 1500 – und in meinem Text sind nicht die Nazi-”Netzseiten” an sich sondern Google Adressat der Kritik, weil dort Nazi-Propagandaschinken als Nachricht neben Meldungen von SZ und Welt verkauft werden, aber egal.

Den Begriff “Bevormundungsfahnenstange” sollte Kanne sich übrigens patentieren lassen, das klingt fast schon nach Lautmalerei. Und auch die vielsagende Überschrift des Textes: “Meinungsfreiheit kostet Mut. Was kostet das Schweigen?” ließ schlimmes erahnen, und so muss man sich auch tatsächlich arg fremdschämen, als Kanne sich wirklich zum mutigen Verteidiger der Meinungsfreiheit erklärt.

Dass es bei der ganzen Geschichte nicht um das Einschränken der Meinungsfreiheit ging, sondern um das Verkaufen von rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer Propaganda als journalistische Nachricht, sei hiermit noch einmal erwähnt, Kanne scheint es ja auch mehrmals überlesen zu haben, obwohl es sogar in der Überschrift stand. Kann bei so einem heldenhaften und selbstlosen Einsatz gegen “autoritäre Antifa-Journalisten” sicherlich schon passieren.

Pöbelei auf “Monarchieliga”-Niveau

Den Kommentatoren auf der Seite ist es ohnehin egal, sie feiern den Artikel ab. Da ich diese zahlreichen Unterstellungen und Unverschämtheiten eines Querfrontlers nicht vollkommen unkommentiert stehen lassen wollte, immerhin läuft das EF-Magazin auch bei Google News unter Nachrichten, stellte ich meine Sicht der Dinge da. Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Martin Möller, Leser des EF-Magazins und nach eigenen Angaben von der “Monarchieliga”, konnte zwar keine Argumente vorbringen, legte mir aber nahe, mich für mein “dümmliches Geblubbere” zu schämen. Gründe dafür konnte er leider nicht nennen.

Möllers etwas unbeholfene Art der Kritik wiederum veranlasste die Redaktion des EF-Magazins dazu, diesem mit Sanktionen zu drohen. Heißt es doch in den Forumsregeln: “Beleidigende, rassistische oder sexistische Beiträge werden wir löschen.” Ja, aber was ist das denn? Zensur beim EF-Magazin!? Da bleibt mir nur, mich heldenhaft dazwischen zu werfen und zu rufen: Skandal! Solidarität mit Michael Möller! Denn natürlich muss Google News rassistische Propaganda als Nachricht anbieten, das weiß ich dank Kanne inzwischen (wenn mir auch nicht klar ist, weshalb eigentlich). Aber warum dürfen solche Sachen dann nicht beim EF-Magazin in den Kommentaren stehen? Irgendwie komisch, das sind doch nur Informationsangebote von Leuten, die sich gegen das Establishment auflehnen wollen und einfach überhaupt keine andere Möglichkeit haben, sich Gehör zu verschaffen.

Wie auch immer, Möller entpuppte sich im Folgenden auch nicht so wirklich als Freund der Meinungsfreiheit. Während ich meinen Solidaritätsaufruf für ihn schrieb, veröffentlichte er zeitgleich einen weiteren Kommentar:

Schmeißen Sie lieber die Strolche raus, die diese freiheitliche Plattform für linke Hetze nutzen!

Danke, das übernehme ich dann aber doch lieber selbst und entferne mich von dieser “freiheitlichen” Plattform, die auch auf die rechtsextreme Seite PI verlinkt (daher ist EF-Magazin hier auch nicht verlinkt). Übrigens hat Kanne jüngst noch einen weiteren ansehnlichen Bock geschossen. Der Spreeblick stellte genau da, wie Kanne sich in einer anderen Geschichte als Freiheitsheld aufgespielt hatte. Lesenswert, aber an sich nicht schön.

Siehe auch: In eigener Sache: Gesnings Lebensstil, Wie braune Propaganda zur Nachricht wird, Kommentare bei Gewalt bei Busse-Beerdigung: NPD spricht von Presselügen

Kein Kommentar »

  • Charly said:

    Möller – “Schäm Du dich, Patrick, für dein dümmliches Geblubber”. Hier zeigt sich doch deutlich eine Parallele zu den Ausfällen einiger Rechtsradikalen hier im Blog- wenn denen die Argumente ausgehen werden sie ausfallend.
    Was, lieber Patrick, soll man von diesem rechten EF-Magazin anderes erwarten ? Dir ist sicher nicht unbekannt, dass dieses braune Magazin den Neonazis eine Plattform bietet. Die Liste rechter Interviewpartner ist lang. So gaben u.a.
    der NPD-”Führer” Voigt- “Junge Freiheit” Redakteure (z.B. Dieter Stein oder Manuel Ochsenreiter) sowie bekannte Holocaustleugner dort ihre sogenannte “freie Meinungsäusserungen” ab.
    Werbung für neofaschistische Kreise werden im EF-Magazin gerne gedruckt.
    Jeder kann sich über die dortigen Themen und den einschlägigen Leserkommentaren davon überzeugen, welch Geistes Kind dort herrscht.

  • Jo said:

    Diese Auseinadnersetzung ist so “meta” und selbstreferntiell wie lange nichts mehr in diesem blog. Meine Bitte: Lassen sie die Nazis weiter “wir armen Opfer” schreien und widmen sich wieder dem eigentlichen Anliegen.

  • P.G. said:

    Hallo Jo,
    so meta ist dieses Thema nicht, da diese Unterstellungen, Opfermythen und Attacken immer wieder auftauchen.

    Selbstbezogen? Ja, das stimmt. Daher ist der Beitrag in der Rubrik “In eigener Sache” angelegt, diese umfasst bislang 17 Einträge – von insgesamt mehr als 1700 Blog-Veröffentlichungen. Ich denke, das bewegt sich noch im erträglichen Rahmen für die Leser, vor allem, da niemand das lesen muss.

    Schönen Gruß
    Patrick Gensing

  • Isabel said:

    Nun ja Herr Gensing, Sie beschweren sich über Zensur, praktizieren diese aber selber auf Ihrer Internetseite. Wenn eine Meinung der Ihren entgegensteht, mag sie noch so sachlich und unpolemisch sein, dann löschen Sie sie. Ich kenne mehrere Personen, denen das schon widerfahren ist und die deshalb Ihre Internetseite nicht mehr anklicken. Das erklärt auch die Tatsache, dass man hier immer wieder nur dieselben kritiklosen Kommentatoren zu Ihren Artikeln wiederfindet. Erstaunlich, dass Sie erst dann aufheulen, wenn Sie selbst Opfer von Zensur werden.

    Hallo “Isabel”,
    1. Sie sollten sich zunächst mit der Bedeutung des Begriffs Zensur vertraut machen, wer kann Zensur ausüben? Und wer soll möglicherweise geschützt werden, wenn es Zensur gibt (Jugendschutz).
    2. Ja, ich lösche rechtsextreme Beiträge. Dies ist keine Plattform für Rechtsextremisten. Wenn diese Leute dann nicht wiederkommen, bin ich darüber nicht traurig, sondern sehr froh. Bei anderen Projekten kann man nämlich gut beobachten, wie die Debatten durch die ewig gleichen Floskeln zerstört werden.
    3. Interessante Beiträge von Rechtsextremisten lasse ich durchaus stehen, man denke an die Kommentare aus dem NPD-Bundesvorstand. Diese helfen bei der Analse der NPD.
    4. Übrigens NPD: Schauen Sie sich mal diese arg gebeutelten Opfer der Zensur an, wie sie selbt im Nationalen Forum mit anderen Usern umgehen. Viel Spaß!
    5. Und wo bin ich Opfer von Zensur geworden? Habe ich gar nicht mitbekommen. Schon der nächste Skandal???
    Grüße
    PG

  • Patrick Gensing said:

    Nochmal an “Isabel”: Schauen Sie übrigens mal auf die Kommentare über den Ihrigen. Fällt irgendwas auf?

  • Charly said:

    Zensur?
    In Demokratien ist Zensur überlicherweise verboten, da sie dem demokratischen Gedanken zuwiederläuft.

    Artikel 5 des Grundgesetzes sagt: “Eine Zensur findet nicht statt”. Dennoch greift der Staat in vielerlei Hinsicht in die Meinungsfreiheit ein: Er verbietet z.B. mit guten Recht die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts. Obwohl dieses Verbot als “Zensur” angesehen werden könnte, ist es dennoch keine Zensur im Sinner der deutschen Verfassung. Der Verfassungsgeber hat seine Definition des Zensurbegriffs in Artikel 5 Absatz 1 schlüssig dargelegt:

    “Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äussern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.”
    All diejenigen -gerade aus der rechtsradikalen Szene – die gerne auf der totalen Meinungsfreiheit herumreiten – diese aber selber bei einer Machübernahme total einschränken würden – sollten den Absatz 2 aus Artikel 5 (Meinungsfreiheit) einmal lesen. Dort steht folgendes:

    Art.5 Abs. 2:” Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zu Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.”

    Die Verletzung der “persönliche Ehre” -sprich Menschenrechtsverletzungen-
    gehören bei Neonazis zum Programm.Diesen Hass versuchen immer wieder Rechtsradikale hier im NPD-Blog einzubringen – daher ist es geradezu Pflicht von Patrick Gensing Beiträge die die “persönliche Ehre” eines Menschen oder einer Menschengruppe verletzen nicht zu veröffentlichen – da Neonazis Meinungsfreiheit mit Verbrechen verwechseln.
    Wenn es auch heisst: Eine Zensur seitens des Staates findet nicht statt – das schliesst aber eine private Zensur oder Kürzung, wie sie schon lange in den Zeitungen üblich ist (Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen) nicht aus.
    Meinungsfreiheit bewegt sich wie gesagt in Grenzen. Zum Gedankengut der Nationalsozialisten gibt eindeutig eine rote Linie, die nicht überschritten werden darf – und erst Recht nicht hier im NPD-Blog.

  • Martin Möller said:

    Mir können gar keine Argumente “ausgegangen” sein, weil ich gar nicht argumentiert habe, sondern lediglich einen verwirrten Linken zu Recht aufgefordert habe, sich zu schämen. Also, schön bei der Wahrheit bleiben, auch wenn’s schwer fällt.

  • P.G. said:

    Herr Möller,
    diese Logik ist wirklich umwerfend. Da muss man sich ja wirklich schämen, wenn auch nicht für sich selbst.
    God save the Queen,
    Patrick Gensing

  • Charly said:

    “Möller” -”Mir können gar keine Argumente “ausgegangen” sein,weil ich gar nicht argumentiert habe…” – nein,nein – weil Sie keine Argumente dagegen setzen können ,bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mit billiger Polemik die Antwort auf Ihre Schreibe im” EF-Magazin als “dümmliches Geblubber” abzutun.
    Immerhin ist es Ihnen gelungen eine sehr peinliche Antwort auf den Beitrag vom 30.8. am 11.9. zustande zu bringen – und dazu noch mit dem Aufruf “Also, schön bei der Wahrheit bleiben…” Mit der Aufforderung “schön bei der Wahrheit bleiben” sollten Sie einmal einen Blick auf die rechtslastigen Beiträge im “EF-Magazin” werfen.

  • Martin Moeller said:

    Dumm wars, strohdumm sogar, ein Grund fuer immer den Mund zu halten. Also bitte: Klappe halten, verwirrte Linke!