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Keine Neubewertung der deutschen Besatzungspolitik in Griechenland

01. September 2008 17:01 52 views Kein Kommentar

Das Militärgeschichtliche Forschungsamt in Potsdam (MGFA) hat nach Auskunft der Bundesregierung keine “Neubewertung der deutschen Besatzungspolitik in Griechenland” erstellt, wie dies in einem Artikel der Tageszeitung “Die Welt” vom 07. Mai 2008 behauptet wurde. Dies geht aus der Antwort der Regierung (16/10026) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/9585) hervor. Bei der zitierten Studie handle es sich lediglich um die persönliche und für den internen Gebrauch erstellte Stellungsnahme eines wissenschaftlichen Mitarbeiters des MGFA zu dem Buch “Blutiges Edelweiß” (Blutiges Edelweiß: Die 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg) von Hermann Frank Meyer. Der MGFA-Mitarbeiter habe auf wissenschaftliche Mängel des Buches hingewiesen und ein differenziertes Urteil angemahnt.

NPD mit Kontakten nach Griechenland

Im Januar 2007 war NPD-Chef Udo Voigt und 14 weitere NPD-Funktionäre zu einem “Meinungsaustausch” nach Athen geflogen. “Die NPD-Abordnung, die vom NPD-Parteivorsitzenden Udo Voigt angeführt wurde, verbrachte drei Tage in der griechischen Hauptstadt, wobei politische und persönliche Kontakte zwischen europäischen Nationalisten – neben den Vertretern der NPD waren auch spanische Falangisten der Einladung der griechischen Gastgeber gefolgt – vertieft werden konnten”, hieß es. Zuvor war Voigt samt Delegation im Januar 2006 nach Griechenland gereist. Damals besuchte man unter anderem eine deutsche Kriegsgräberstätte: “Mit Eintragungen in das Friedhofsbuch verließ dann die NPD-Delegation nachdenklich und innerlich aufgewühlt diese deutsche Heldengedenkstätte”, schrieb die NPD damals.

Was man so Heldengedenken nennt: Griechenland unter dem Hakenkreuz , Gebirgsjäger der Wehrmacht in Griechenland 1941-1944, Blutiges Edelweiß: Die 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg

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  • Charly said:

    “Mit Eintragungen in das Friedhofsbuch verliess dann die NPD-Delegation nachdenklich und innerlich aufgewühlt diese deutsche Heldengedenkstätte”
    Aber keine Empathiefähigkeit gegenüber den Opfern abscheuliche Massaker – ausgeführt von Deutschen “Heldensoldaten” an der griechischen Zivilbevölkerung – und zwar auf ausdrückliche Weisung von Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Chef des OKW, nach der 100 Geiseln für einen ermordeten Deutschen und 50 für einen verwundeten Deutschen zu töten waren.

    “Dem deutschen Soldaten steht (…) ein brutaler, hinterhältiger und verschlagener Gegner gegenüber, der vor keinem Mittel zurückschreckt (…) Der deutsche Soldat muss deshalb noch verschlagener und rücksichtsloser sein und alle Mittel anwenden, die zum Erfolg führen (…) Keine Gefühlsduselei! Es ist besser, dass 50 Verdächtige liquidiert werden, als dass ein deutscher Soldat zugrunde geht (…) Gefangene Aufständische sind grundsätzlich zu erhängen oder zu erschiessen, ebenso jeder, der sich in ihrem Gefolge befindet oder sie unterstützt hat (…) Ortschaften, in deren Nähe Überfälle, Zerstörungen, Sprengungen oder sonstige Sabotageakte stattgefunden haben (…) sind zu zerstören. (…) Männer als Geiseln mitnehmen. (…)”

  • Charly said:

    Nachtrag: Obiges Zitat ist entnommen aus dem Vortrag “Das Unternehmen “Kalawrita” im Rahmen des Zweiten Weltkriegs in Griechenland” von Hermann Frank Meyer – gehalten am 12.12.2003 in Kalavryta.

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