Bayern: Abtreibungsgegner heißen “Freie Nationalisten” zum Mitbeten willkommen
Die “Freien Nationalisten München” hatten Anfang September dazu aufgerufen, eine Kundgebung der Organisation “EuroProLife” zu unterstützen. Ex-JN-Bundesvorstand Philipp Hasselbach trieben dabei allerdings offenbar weniger ethische Bedenken gegen Abtreibungen, sondern ihm geht es – wie für Neonazis üblich – um das Volk. Das deutsche Volk genauer gesagt. Ein Lehrstück der völkischen Argumentation, das die Ideologie der Ungleichwertigkeit genau darlegt.
Den Abtreibungsgegner scheint das herzlich egal zu sein. Auf Anfrage zu der Unterstützung durch die “Freien Nationalisten” schrieben sie:
“EuroProLife ist eine reine Gebetsvereinigung, die in keiner Weise politisch aktiv ist. Wir möchten betonen, dass wir unsere Veranstaltung als Gebetsprozession und nicht als Demonstration betrachten. Jeder, der von Herzen in diesem Anliegen mit uns mitbeten möchte, ist willkommen.”
Statt mit radikalen muslimischen Antisemiten nun doch lieber eine Querfront mit radikalen Christen. Wenn sich da mal nicht neue Aktionsformen und Sprüche für die Neonazis anbieten: “Im Gebet gegen ein Scheiß System!” beispielsweise.
Siehe auch: Wahlkampf in Bayern: Betrunkene NPD-Anhänger bepöbeln Passanten, Völkische Familienpolitik: “Freie Nationalisten” unterstützen Abtreibungsgegner, Apartheidspolitik à la NPD, Globalisierung: Die Angst der NPD vor dem “Volkstod”









Abtreibungsgegner und Neonazis sind wohl ähnlich reaktionär..
Wie dem auch sei, ich finde es sehr bemerkenswert, dass die Nazis mit diesen Christen zusammen beten wollen. Eigentlich ist die Neonazi-Szene ja streng atheistisch geprägt.. man denke nur an die “Odin statt Jesus” Hemden in jedem zweiten rechtsextremen Versandhaus und auf ebensovielen Demonstrationen der rechten Szene..
Ebenso jonglieren die Braunen ja auch gerne mit Heiden-Symbolik, zum Beispiel dem Thorshammer..
Aber bei den Religionen ist es wohl wie bei den Parteimitgliedern (man denke an den Ausländer Safet Babic, Pressesprecher der NPD Rheinland-Pfalz):
Es wird genommen was auch immer kommt und hilfreich sein könnte!
“Philipp” “Abtreibungsgegner und Neonazis sind wohl ähnlich reaktionär..”
Es ist sehr wohl zu Beobachten, dass viele von denen, die der Tötung von Embryonen am leidenschaftlichsten widersprechen, auch ungewöhnlich erpicht darauf sind, Erwachsenen das Leben zu nehmen- das trifft in der Regel allerdings nicht auf die Katholiken zu, die zu den lautstärksten Gegnern der Abtreibung gehören.
Respekt vor dem menschlichen Leben ist aber auch der offenkundige Grund für die Ablehnung der Todesstrafe.
Den Neonazis geht es keineswegs um den Schutz des MENSCHLICHEN LEBENS sondern vielmehr um den ERHALT DER ARISCHEN RASSE . Deren Hass richtet sich gegen alles Artfremde und in ihren Hassgesängen wird dirket zum Mord von Juden, Türken, Homos usw. aufgerufen.
Und somit ist bei “EuroProLife” “Jeder, der von Herzen in diesem Anliegen mit uns mitbeten möchte,willkommen” – egal welche menschenverachtenden Ideologen in heuchlerischer Absicht da mitbeten.
Manche (vorallem Christen?) wollen es ja nicht wahr haben, aber es gibt in der NPD natürlich auch Christen. Soweit ich weiß gibt es auf Bundesebene sogar einen Arbeitskreis “Christen in der NPD”.
Zum Artikel selbst: Ich kann mich nicht entscheiden, welche Gruppe hier eigentlich den kruderen Eindruck macht…
Christsein und Nazi dürfte eigentlich unvereinbar sein.Selbst innerhalb der Gemeinschaft der Christen ist der braune Spuk noch nicht vorbei. Wie widersinnig der Arbeitskreis “Christen in der NPD” ist, machte Pfarrer Jürgen Schilling aus Gotha mit einer Absage an die NPD deutlich. Die evangelische Stadtkirchengemeinde lehnte es ab, ihre Räumlichkeiten für eine als Weihnachtsfeier getarnte Parteiveranstaltung der NPD zur Verfügung zu stellen: ” Ich muss zugeben, dass ich eingermassen erstaunt bin, wie Sie mit Ihrer Anfrage ausgerechnet an uns als evangelische Stadtkirchengemeinde herantreten können. Sie müssten wissen, dass wir in unseren Häusern allen menschenverachtenden Bewegungen mit aller Deutlichkeit, die uns das Evangelium zumutet, entgegentreten. Deshalb sind Sie bei uns mit Ihren Parteiversammlungen (auch im Kleide einer Weihnachtsfeier) nicht willkommen.”
(Quelle: Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus /EKM-Kirchenamt /Eisenach)
[...] zur Teilnahme eingeladen haben, wird geflissentlich verschwiegen: Anfang September hatte NPD-BLOG.INFO die “Lebensschützer” auf die öffentlich geäußerten Absichten der Neonazis Aufmerksam [...]
[...] Körper ab. In München war ihre offene Flanke nach rechts letztes Jahr so deutlich, dass sie sogar Nazis willkommen hießen. Doch auch unabhängig von ihren eindeutig rechten Tendenzen, ist ihr Abtreibungsverbotswille [...]
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