Militärgeistlicher: “Heß nannte Neonazis immer wieder Dummköpfe”
Neues zum Neonazi-Kultobjekt Rudolf Heß: Mehr als zwei Jahrzehnte nach dessen Tod hat sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP der letzte Beichtvater des Hitler-Stellvertreters sein bisheriges Schweigen gebrochen. Er sei “vollkommen überzeugt”, dass Heß 1987 im NS-Kriegsverbrechergefängnis von Spandau Selbstmord begangen habe, wird der ehemalige französische Militärgeistliche Michel Roehrig in dem Buch “Les 7 de Spandau” (”Die Sieben von Spandau”) zitiert. “Heß war am Ende seines Weges angekommen. Er hat es vorgezogen zu sterben, weil er seinen körperlichen Verfall nicht mehr ertrug.”
In dem Buch der Journalistin Laure Joanin-Llobet kommen mehrere Militärgeistliche zu Wort, die für Heß und die anderen in Spandau inhaftierten NS-Kriegsverbrecher seit 1947 zuständig waren. Roehrig und dessen Vorgänger Charles Gabel zeigen sich darin überzeugt, dass Heß in der zweiten Hälfte seiner 40-jährigen Haft einen tiefgreifenden Wandel vollzogen habe. “Zu der Zeit, als ich ihn getroffen habe, hatte er nichts mehr von einem Nazi oder einem Antisemiten”, sagte Gabel, der Heß von 1977 bis 1986 betreute. “Die Art und Weise, in der er mit mir über die Religion, das Gefängnis, die Juden sprach, beweist mir, dass er eine Entwicklung durchgemacht hat.” Neonazis habe Heß immer wieder als “Dummköpfe” bezeichnet, wenn sie für ihn demonstrierten.
Neonazis behaupten noch heute, Heß sei ermordet worden. Sie veranstalten einen wahren Kult um den Hitler-Stellvertreter, weil sie in ihm “die menschliche Seite des Nationalsozialismus” sehen wollen. Außerdem wird an Heß versucht, eine Täter-Opfer-Umkehr vorzunehmen.
Siehe auch: Nazis planen “Zentrum des Widerstandes” im Fichtelgebirge, Bayern: Rieger will angeblich “Heß-Gedenkverein” gründen, Bayern: Rieger und Wulff gehen in Wunsiedel leer aus, Voigt schlägt Hitler-Stellvertreter als Friedensnobelpreisträger vor, Heß-Märsche 2007 in Wunsiedel verboten, Neonazis wollen Heß-Zentrum eröffnen, Neonazis marschieren in Bayern gegen Nürnberger Prozesse









Wieviel darf ein Beichtvater eigentlich ausplaudern, gilt bei den Katholiken nicht das Beichtgeheimnis?
Das ist ja sehr schön. Darf man dann jetzt Heß ehrend gedenken.
Sehr geehrter Herr Voß,
Sie dürfen ohnehin des Führer-Stellvertreters gedenken, tun Sie ja bereits regelmäßig. Warum Sie allerdings einen engen Vertrauten Adolf Hitlers sowie wirren Esoteriker ehren wollen, versteht zwar außerhalb Ihres Vereins ohnehin keiner – aber dass Heß solche Leute wie Sie auf seine alten Tage noch als “Dummköpfe” bezeichnet haben soll, gibt dem Ganzen zusätzlich einen recht absurden Beigeschmack.
Freundlichen Gruß nach Unna,
PG
meiner kenntnis nach genauso viel wie ein arzt,da das schweigegelübnis nur so lange gilt wie der/die patient/inn bzw. beichtende lebt.
Endlich nun also ist auch Rudolf Heß zum Gegner der auf jeden Fall ganz und gar menschenfeindlichen BRD-Neonazis mutiert…
Es wird sich doch jetzt auch noch ein gutmeinender Pfaffe finden lassen, welcher ebenso dessen Chef, den Vorgesetzten des Hitler-Stellvertreters, posthum zum Antifa-Gutmenschen uminterpretiert, vielleicht wegen eines zweideutigen Adolf-Zitats zu seiner Einschulung.
Militärgeistlicher: “Heß nannte Neonazis immer wieder Dummköpfe”…
Neues zum Neonazi-Kultobjekt Rudolf Heß: Mehr als zwei Jahrzehnte nach dessen Tod hat sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP der letzte Beichtvater des Hitler-Stellvertreters sein bisheriges Schweigen gebrochen. Er sei “vollkommen überz…
Im Knast sind schon so manche zu einem Pfaffen gegangen, um sich abzulenken. “Dummköpfe” war vielleicht ein Ausdruck der Resignation, weil er wusste, dass er nie wieder frei kommen wird.
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Hess galt bis zuletzt als unbelehrbar und voll überzeugt vom Nationalsozialismus. Mit “Dummköpfe” meinte er wohl weniger die politische Haltung, sondern vielleicht erkannte er einfach, welches intellektuelle Potenzial sich dort formierte.
[...] sich der Todestag des so genannten Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß (der Neonazis wiederholt Dummköpfe genannt haben soll) zum 22. Mal. Heß hatte sich 1987 nach insgesamt 46 Jahren Haft – Heß’ Kriegsgefangenschaft [...]
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