NRW: NPD demonstriert gegen Spenden für Afrika
Die NPD hat laut Rheinischer Post in Wegberg gegen Spenden für Afrika demonstriert. Die offensichtlich angemeldete Versammlung von NPD-Anhängern fand demnach vor der Wohnung der Vorsitzenden der “Wegberger Tafel” statt. Die Vorsitzende Gabriela Jansen wurde den Angaben zufolge von der Aktion völlig überrascht, diskutierte dann aber mit den Demonstranten.
Die 25 Leute, die gegen Spenden für Afrika demonstrierten, zogen anschließend ab. Die Polizei bestätigte dem Blatt, dass die Mahnwache genehmigt gewesen sei. Der Wegberger SPD-Fraktionsvorsitzende Harald Kersten kritisierte gestern scharf, dass im Vorfeld niemand informiert worden sei. Er kündigte eine schriftliche Anfrage der SPD an die Stadtverwaltung an.
Nach Recherchen von Klarmanns Welt hatte der NPD-Kreisverband Mönchengladbach/Heinsberg am 02. Oktober 2008 bei der Kreispolizeibehörde eine Versammlung für den 04. Oktober vor dem Privathaus und Geschäftssitz der Kleinunternehmerin angemeldet. Zudem sollte offenbar ein Demonstrationszug bis zur Ausgabestelle der Tafel folgen. Die NPD, hieß es, wollte gegen besagte Spenden demonstrieren und forderte demnach, dass die Tafel sich nur um “deutsche Hilfsbedürftige” kümmern solle. Trotz der NPD-Anmeldung erfuhr die Betroffene erst einen Tag später durch die Recherchen von “Klarmanns Welt” vage davon, dass ihr möglicherweise eine NPD-Kundgebung ins Haus steht.
Siehe auch: NRW: Migrationsforscher wehrt sich gegen Vereinnahmung durch die NPD, NPD in NRW startet aggressive rassistische Kampagne









http://www.az-web.de/lokales/heinsberg-detail-az/678443?_link=&skip=&_g=Gruene-NPD-Demonstration-vor-einem-Privathaus-untragbar.html
Dass die Nazis direkt vor dem Haus demonstrieren durften, ist höchst interessant, weil eine andere Regel besagt, dass Demonstrationen vor dem Haus von Nazis kaum jemals genehmigt werden. Im Gegenteil wurde in der Vergangenheit mitunter die ganze Straße von der Polizei gesperrt und selbst für Anwohner unpassierbar gemacht, damit sich ja kein Nazi zuhause gestört fühlt. Aber Nazis genießen offentsichtlich mehr öffentliche Versammlungsfreiheit.
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