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Tschechien: rechtsextreme Ausschreitungen gegen Roma

18. November 2008 20:30 19 views Kein Kommentar

In der tschechischen Stadt Litvínov kam es zu heftigen rechtsextremen Ausschreitungen. Zehn Polizisten und sechs Zivilpersonen mussten im Krankenhaus behandelt werden, nachdem etwa 500 Neonazis versuchten, in ein von Roma bewohntes Viertel zu marschieren. Die Polizei konnte sie daran hindern. Dabei richtete der braune Demonstrationszug große Sachschäden an und warf Molotow-Cocktails und Pflastersteine. Den Gewalttaten gingen Provokationen rassistischer Organisationen und Parteien in Tschechien voraus. Die Neonazis waren in weiteren Städten aufmarschiert, so auch im Jüdischen Viertel von Prag. Ihre Hetzreden richteten sich gegen die etwa 150.000 bis 200.000 im Lande lebenden Roma.

Der Wissenschaftler Ondrej Cakl, verlangte gegenüber der Süddeutschen Zeitung eine Fachkonferenz. Es müsse untersucht werden, warum rechtsextreme Ideen unter jungen Tschechen so populär seien. Seinen Angaben zu Folge sind in Tschechien seit dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989 etwa 30 rassistisch und ethnisch motivierte Morde begangen worden. 2007 waren 26 Aufmärsche, Demonstrationen oder rechtsradikale Konzerte registriert worden.

Siehe auch: Tschechien: NPD-Kader bei illegalem Neonazi-Aufmarsch, Internationale Razzia gegen Rechtsrock-Produzenten, Tschechien: 20 Verletzte bei Nazi-Attacke auf Gay-Parade, Die Ziele der NPD: Österreich, Polen, Tschechien, Russland, Litauen,

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  • P.G. said:

    Weiterer Bericht mit Video und Hörfunk-Audios bei tagesschau.de:

    http://www.tagesschau.de/ausland/nordboehmen100.html

    Dabei geht es auch um Vorwürfe gegen die Polizei und die Unterstützung aus der Bevölkerung:

    Die da demonstrierten, das seien “nicht nur schwarz angezogene Jungs”, sagt eine Frau in die Kamera, sondern auch “anständig arbeitende Bürger.” Die rechtsextreme Arbeiterpartei macht sich wohl mit Erfolg einen Konflikt um angeblich kriminelle Roma zunutze, den auch ein bemühter Bürgermeister bislang nicht in den Griff bekommen konnte.

    Deutsche Neonazis wurden in Litvínov gestern übrigens nicht gesichtet – obwohl bekannt ist, dass Rechtsextremisten beider Seiten enge Kontakte pflegen. Was jenseits der Grenze vor sich geht, nimmt man auf jeden Fall auch in Sachsen wahr. Auf einer Internetseite deutscher Neonazis heißt es zynisch, anders als in Deutschland werde ihresgleichen in Litvínov “von der Bevölkerung herzlichst begrüßt”.

  • Schwere Krawalle bei Nazi-Auflauf in Tschechien « dokumentationsarchiv said:

    [...] die Angreifer zurück zu treiben. Einen ausführlichen Bericht gibt es auf netzgegennazis.com; Tschechien: rechtsextreme Ausschreitungen gegen Roma. In der tschechischen Stadt Litvínov kam es zu heftigen rechtsextremen Ausschreitungen. Zehn [...]

  • November 2008 « said:

    [...] In der tschechischen Stadt Litvínov kam es zu heftigen rechtsextremen Ausschreitungen. Zehn Polizisten und sechs Zivilpersonen mussten im Krankenhaus behandelt werden, nachdem etwa 500 Neonazis versuchten, in ein von Roma bewohntes Viertel zu marschieren. Die Polizei konnte sie daran hindern. Dabei richtete der braune Demonstrationszug große Sachschäden an und warf Molotow-Cocktails und Pflastersteine. Den Gewalttaten gingen Provokationen rassistischer Organisationen und Parteien in Tschechien voraus.  weiter… [...]

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