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Molau begrüßt Wahl von Faust zum DVU-Chef

12. Januar 2009 14:27 38 views Kein Kommentar

Der Kandidat für das Amt des NPD-Chefs, Andreas Molau, hat die Wahl von Matthias Faust zum DVU-Bundesvorsitzenden begrüßt. Auf Anfrage sagte Molau, dies sei “eine sehr gute Wahl. Er “gehe davon aus, daß die politische Zusammenarbeit zwischen NPD und DVU mit Faust intensiviert werden kann”.

Faust war am 11. Januar 2008 zum Nachfolger von Gerhard Frey gewählt worden. Der 75-jährige Verleger war seit der Gründung der DVU im Jahr 1987 deren Chef, er führte die Partei autoritär, eine aktive Parteibasis wurde in all den Jahren kaum geschaffen.

Faust, ehemals Mitglied bei der NPD, war bei der Bürgerschaftswahl 2008 in Hamburg als Spitzenkandidat für die DVU angetreten, er arbeitet weit enger mit der Neonazi-Szene zusammen als Frey. So gilt Faust beispielsweise als Weggefährte des Neonazi-Aktivisten Christian Worch. Gleichzeitig verfügt die DVU durch das Frey-Imperium im Rücken über eine weitaus bessere finanzielle Basis als die NPD.

Siehe auch: Machtwechsel bei DVU und NPD: Frey zieht sich zurück, Voigt droht die AbwahlNPD-Machtkampf: Molau betont erneut Distanz zu militanten Neonazis, Ist die NPD erledigt?, Frey zieht sich zurück: DVU bald unter neuer Führung, Die rechtsextreme Bewegung ist nicht auf die NPD zu reduzieren, Wer übernimmt die Vogtei von Berlin-Köpenick?, Die NPD zwischen Pragmatismus und Propaganda, Erledigt sich die NPD selbst?, “Autonome Nationalisten”: Neues Outfit, alter Hass

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  • Ära Frey zu Ende! « dokumentationsarchiv said:

    [...] Wetzel, Sigmar-Peter Schuldt, Matthias Faust, Ingmar Knop, Max Branghofer und weiteren Bewerbern; Molau begrüßt Wahl von Faust zum DVU-Chef. Der Kandidat für das Amt des NPD-Chefs, Andreas Molau, hat die Wahl von Matthias Faust zum [...]

  • Boris said:

    Der Führungswechsel bei den Nationalliberalen war doch schon lange überfällig. Von Faust wird jetzt besonders erwartet, dass er die Partei reaktiviert und bei den anstehenden Wahlen Erfolge erzielt.
    Wie es aussieht, bleibt Frey weiter bei der National-Zeitung tätig.

  • WW said:

    Der Begriff nationalliberal scheint mir hier vollkommen deplatziert. Von liberal kann gar keine Rede sein und statt national müsste es nationalistisch heißen. Man sollte den Nazis nicht den Gefallen tun, sie mit den Begriffen zu benennen, die sich selbst wünschen, weil der Sinn damit oftmals völlig entstellt wird, siehe auch “nationale Opposition” oder “Autonome Nationalisten”.

  • steve said:

    Die DVUler sind vielleicht nicht “nationalliberal”, aber bestimmt auch keine “Nazis”. Herr Frey hat nun wirklich keine Gelegenheit ausgelassen, für das Grundgesetz zu werben, was bestimmt nicht jedem “Rechten” gefällt. Mehr kann man doch wirklich nicht verlangen, und jemanden, der sich so ausdrücklich zum Grundgesetz bekennt, als “Nazi” zu labeln ist einfach deplatziert weil unfair.

    Stauffenberg war auch ein “Nazi”, wenn man die morbiden Maßstäbe verfolgungswahngeplagter WWs dieser Welt gelten lassen würde.

  • WW said:

    Ich bin auch kein Freund von Stauffenberg und finde, das dass politische Getöse zu seiner Ehrung andere Widerstandskämpfer viel eher verdient hätten. Denn sein Mitlaufen im System lange Zeit steht repräsentativ für die verschlossenen Augen der Groß- und Kleinbürger, die zwar oft auch keine ideologisch gefestigten Nazis waren, aber munter mitmachten, so lange sie davon profitierten und allen Deportationen opportunistisch zusahen.

    Die DVU jedoch erzählt zwar immer vom Grundgesetz, betreibt aber sonst die Propaganda der NSDAP wie gehabt. Dies betrifft die Kriegesschuld bzw. deren Umkehrung, den Rassismus und Antisemitismus und die Holocaust-Frage. Damit stellt Frey das Grundgesetz nämlich wieder in Frage. In seiner Nationalzeitung zitiert er angeblich Historiker, die in der Fachwelt nicht anerkannt sind und gerne aus gefälschten Quellen zitieren oder durch unzureichendes historisches Wissen glänzen. Aber das sind wahrscheinlich “morbide Maßstäbe” von mir :-)

    Nur weil Frey keinen Sinn für rechte Skinheads hat und die Prügelnazis nicht mag, ist er nicht weniger rechtsextrem und schon gar kein Demokrat. Dazu gehört viel mehr.

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