“NPD im Wortlaut”
Die taz berichtet am 12. Februar 2009 über das Portal MV Regio:
Am vergangenen Sonntag schritt die Polizei ein, als die NPD vor der St. Marien-Kirche in Waren protestierte. Sie wollte eine “Mahnwache” gegen einen Gemeindebrief abhalten, in dem diekatholische und evangelische Kirche vor der Partei warnen. Im Internet hatten es die Rechtsradikalen leichter: Das Regionalportal “MVregio” griff eine Presseerklärung der NPD-Fraktion gegen den Brief auf. Neben einem Bild eines freundlich schauenden NPD-Fraktionschefs Udo Pastörs steht auf der Website die Parteierklärung. Kritische Anmerkungen folgen nicht. “Ja, das ist der gesamte Wortlaut der Presseerklärung”, sagt Klaus-D. Böhme, verantwortlicher Chefredakteur bei den “Nachrichten für Mecklenburg-Vorpommern”. Unkommentiert kann Pastörs fordern: “Statt pauschaler Verurteilung (…) sollten die Kirchen besser in einen Dialog mit den Nationalen eintreten.”
Von einem Fehler möchte Böhme nichts wissen. “Nein, in der Redaktion haben wir uns entschieden, die NPD wie jede andere Partei zu behandeln”, sagte er der taz. Presseerklärungen der CDU, SPD und auch der Linkspartei würden sie aufgreifen. Er glaubt: “Wenn die NPD im O-Ton wiedergegeben wird, entlarvt sie sich für den Leser selbst.” Dass MVregio die NPD so salonfähig macht, befürchtet die Redaktion offenbar nicht. “Ich bin kein Freund der NPD”, versichert Böhme und fügt hinzu: “Wir machen für sie keine PR.”
Schon öfter hat ihm diese Veröffentlichungspraxis Kritik eingetragen, etwa im Internetportal “NPD-BLOG.INFO des Journalisten Patrick Gensing. In einem Antwortschreiben wirft Uwe Schröder darauf hin dem Anti-NPD-Portal vor, “ideologisch” zu sein, belehrt die Autoren über die Pressefreiheit und versichert, seine Leser “unbeeinflusst” und “seriös” über die NPD zu informieren. Schröder bemerkt auch, dass der “Blog recht israelfreundlich daherkommt” und fragt Gensing: “Betrachten Sie sich als Humanist?”
Siehe auch: Gedenken an Holocaust-Opfer: In Waren nicht ohne Störung von Neonazis möglich, Heimatschutz in Mecklenburg-Vorpommern, “MV Regio”: Politisch neutral NPD-Pressemitteilungen veröffentlichen









Und wo liegt nun das Problem?
Taz Nord – Der rechte Rand – NPD im Wortlaut
12.02.2009: Hamburg/taz/MVregio Am vergangenen Sonntag schritt die Polizei ein, als die NPD vor der St. Marien-Kirche in Waren protestierte. Sie wollte eine “Mahnwache” gegen einen Gemeindebrief abhalten, in dem die katholische und evangelische Kirche vor der Partei warnen.
Im Internet hatten es die Rechtsradikalen leichter: Das Regionalportal “MVregio” griff eine Presseerklärung der NPD-Fraktion gegen den Brief auf. Neben einem Bild eines freundlich schauenden NPD-Fraktionschefs Udo Pastörs steht auf der Website die Parteierklärung. Kritische Anmerkungen folgen nicht. “Ja, das ist der gesamte Wortlaut der Presseerklärung”, sagt Klaus-D. Böhme (1), verantwortlicher Chefredakteur bei den “Nachrichten für Mecklenburg-Vorpommern”. Unkommentiert kann Pastörs fordern: “Statt pauschaler Verurteilung (…) sollten die Kirchen besser in einen Dialog mit den Nationalen eintreten.”
Von einem Fehler möchte Böhme nichts wissen. “Nein, in der Redaktion haben wir uns entschieden, die NPD wie jede andere Partei zu behandelt”, sagte er der taz. Presseerklärungen der CDU, SPD und auch der Linkspartei würden sie aufgreifen.(2) Er glaubt: “Wenn die NPD im O-Ton wiedergegeben wird, entlarvt sie sich für den Leser selbst.”(3) Dass MVregio die NPD so salonfähig macht, befürchtet die Redaktion offenbar nicht. “Ich bin kein Freund der NPD”, versichert Böhme und fügt hinzu: “Wir machen für sie keine PR.”(4)
Schon öfter hat ihm diese Veröffentlichungspraxis Kritik eingetragen, etwa im Internetportal “NPD-Blog.info” des Journalisten Patrick Gensing. In einem Antwortschreiben wirft Uwe Schröder darauf hin dem Anti-NPD-Portal vor, “ideologisch” zu sein, belehrt die Autoren über die Pressefreiheit und versichert, seine Leser “unbeeinflusst” und “seriös” über die NPD zu informieren. Schröder bemerkt auch, dass der “Blog recht israelfreundlich daherkommt” und fragt Gensing: “Betrachten Sie sich als Humanist?”
Zitatrichtigstellungen:
(1) Wir haben diese Pressemeldung auszugsweise abgedruckt.
(2) Wir behandeln die Pressemeldungen genauso wie die anderer Parteien im Landtag.
(3) Wir sind davon überzeugt, wenn man die NPD unzensiert wiedergibt,kann sich der Leser selber einen Eindruck machen und die NPD würde sich dann selbst entlarven.
(4) Wir sind nicht die Pressestelle der NPD und ich bin auch kein NPD Anhänger
Wenn Ihr schon widergebt, dann bitte richtig liebe Leute vom NPD Block
http://www.mvregio.de/print/mvr/189547?url=/mvr/189547.html
Herr Böhme, sollten Sie sich nicht eher an taz.de wenden, wenn Sie sich von ihnen falsch zitiert fühlen?
Nach den wiederholten Entgleisungen kommt man zu dem Schluss, dass MV Regio mit seriösem Journalismus nichts zu tun hat.
Mit dem Ausdruck “Entgleisungen” greifen Sie meines erachtens zu hoch.
Schließlich muss man gegenüber der Redaktion von MVRegio anerkennen, dass sie eine Linie verfolgt, die zunächst nicht anstößig ist.
Aber die Sinnhaftigkeit dieser Linie ist doch reichlich fragwürdig und das Argument für sie etwas flach.
Herr Böhme finden Sie es wirklich entmündigend, Presseberichte von Parteien um Denkanstöße zu berreichern? Ich bin gegenteiliger Meinung.
Aber, nehmen wir das mal so hin. Ist es dann nicht wiederum fragwürdig nur Auszugsweise abzuschreiben? Bedeutet das nicht vielmehr eine Verfälschung, die der Mündigkeit des Lesers entgegen tritt? Schließlich fungieren Sie im gleichen Atemzug als Kontentfilter.
Ganz oder garnicht, Herr Böhme. Und dann kippt Ihre Linie im Falle der NPD gewaltig ins Negative und Sie machen sich zum Werkzeug derer, die sie meinen nicht als Freunde haben zu wollen.
Aus meiner Sicht sollten Sie Ihre Linie ernsthaft überdenken.
hxxp://www.mvregio.de/nachrichten_region/187407.html
Die Nachricht selbst ist wie erwartet unspektakulär – Von PR für die NPD kann wohl keine Rede sein. Bestimmte Aussagen der NPD-Führung zu Gunsten des Christentums könnten innerparteilich Kontroversen verursachen … mehr nicht.
MVregio gibt ja nicht nur Pressemeldungen der NPD unkommentiert wider, sondern hat zumindest in einem Fall den Inhalt einer NPD-Pressemitteilung als eigene redaktionelle Meinunge übernommen, ohne daß ein Hinweis auf die “Quelle” erfolgte.
http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2451:buergerbuendnis-gleich-antifa-mvregio-offenbart-merkwuerdiges-demokratieverstaendnis&catid=29:sonstiges&Itemid=241
Hall Fritz wir empfehlen den richtigen Artikel bie MVregio Hier> http://www.mvregio.de/nachrichten_region/175308.html
Der von Endstation Rechts ist verfälsch in der Passage. Ein merkwürdiges Demokratieverständnis scheint die Hansestadt Rostock nach Meinung der NPD in ihren Amtsstuben zu besitzen. Daraus hat Endstation-Rechts :
Der von Endstation Rechts ist verfälsch in der Passage. Ein merkwürdiges Demokratieverständnis scheint die Hansestadt Rostock in ihren Amtsstuben zu besitzen.
Man hat einfach das Zitat: “Nach Meinung der NPD” entfernt. Gruß die Redaktion MVregio
Herr Böhme, Sie behaupten also, dass Endstation Rechts den Artikel gefälscht hat?
Hallo Herr Patrik Gensing, wann veröffentlichen Sie die Briefe, welche wir an Sie geschriben haben? Nach dem TAZ Artikel wäre das doch ein guter Zeitpunkt, wo sich Ihr Freund von der TAZ nun darauf bezieht.
MfG Schroeder MVr
Sehr geehrter Herr Schröder,
keine Ahnung.
Gruß
Patrick Gensing
Herr Böhme sagt übrigens die Unwahrheit. Endstation Rechts hat den MVregio-Artikel nicht verfälscht. Vielmehr hat MVregio den (grammatikalisch zweifelhaften) Einschub “nach Meinung der NPD” erst nach der Berichterstattung von Endstation Rechts in den Artikel eingefügt.
Hier zwei Screenshots zu MV Regio/ER:
http://img519.imageshack.us/my.php?image=mvregionachherpv1.jpg
http://img89.imageshack.us/my.php?image=mvregiovorherye7.jpg
Parteiloser,
ich wiederhole mich gern noch einmal nach den ganzen Kommentaren:
“Nach den wiederholten Entgleisungen kommt man zu dem Schluss, dass MV Regio mit seriösem Journalismus nichts zu tun hat.”
Weil die übernahme fremder Texte genau dies ist.
Ich bekräfte dies sogar noch, wenn MV Regio Endstation Rechts eine Fälschung vorwirft, die es hingegen selbst begangen hat.
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