Bilder: Die “Heimattreue Deutsche Jugend”

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Ende 2006 wurde die Journalistin Andrea Röpke am Rande einer HDJ-Veranstaltung von Neonazis angegriffen. Der HDJ-Chef Sebastian Räbiger wurde deswegen wegen “gefährlicher Körperverletzung” verurteilt.

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Zeltlager der HDJ im Sommer 2006. Die ordentliche Mitgliedschaft in der HDJ ist auf die Altersgruppe vom 7. bis zum 29. Lebensjahr beschränkt. Jedoch sind auch Ältere nicht von der Mitarbeit ausgeschlossen, sie sollen in der Vereinsleitung tätig sein.

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“Als bundesweit organisierter Jugendverband verbreitet die HDJ rassistisches und nationalsozialistisches Gedankengut”, schreibt das Bundesinnenministerium zur Verbotsbegrüdung. “Im Rahmen scheinbar unpolitischer Freizeitveranstaltungen wird das am Nationalsozialismus orientierte Weltbild der HDJ Kindern und Jugendlichen vermittelt.”
Dank an Rechere Nord für die freundliche Genehmigung für die Übernahme der Bilder auf NPD-BLOG.INFO.









Das ist ja äußerst seltsam, dieses anachronistische Verhalten. Wen genau halten denn diese neuen ‘Völkischen’ eigentlich für das Volk? Vielleicht alle diejenigen Leute, die sie verbieten wollen (was ja wohl auf die meisten zutrifft)? Oder nur sich selber? FÜR WAS wollen sie denn kämpfen? – Na ja, diese Frage hat sich ja eigentlich auch schon vor 76 Jahren gestellt. So ein wenig inhaltsleer waren diese Kampfparolen ja schon damals, jedenfalls nachdem die Besatzung nicht mehr im Lande und der Versailler Vertrag in den Mülleimer geschmissen worden war. – Man kann doch auch für Runen und alte Germanen schwärmen, ohne Ausländer zu hassen und aus nicht näher bezeichneten Gründen unbedingt für ‘das Volk’ sterben zu wollen. – Oder macht der Quatsch besonderen Spaß, weil er verboten ist? Oder hofft man vielleicht, nachdem der erste Weltkrieg verloren wurde und auch der zweite Versuch nicht geklappt hat, dass man es auch zum dritten und vierten Mal und immer weiter versuchen muss?
Aber man muss sich unbedingt klarmachen: Es sind anscheinend – außer der katholischen Kirche (Meßdiener und Pfadfinder) – die einzigen, die im größeren Stil Jugendarbeit betreiben. Wenn man die verbietet, muss man den Jugendlichen auch Alternativen anbieten.
gut das die HDJ verboten wurde,
sowas braucht man wirklich nicht!
Frieda, andere Parteien betreiben auch Jugendarbeit. Aber es ist aufgrund der rebellischen Attitüde, der Radikalität und dem (oft sinnlosen) Aktionismus der Nazis verbunden mit der (gefühlten) Perspektivlosigkeit für viele Jugendliche “geiler”, gegen “das System” zu agieren als in die Jugendorganisation einer im Bundestag vertretenen Partei, vielleicht sogar Regierungspartei, einzutreten und damit “das System” zu stabilisieren. Bestehendes zu bewahren hat für Jugendliche, die einen eigenen Weg suchen, oft viel weniger Reiz als Bestehendes über den Haufen zu werfen und für einen revolutionären Wandel einzutreten. So macht, denke ich, der Aktionismus eher die Ideologie interessant als umgekehrt – verbunden mit der Möglichkeit, über das rein Politische hinaus auch in anderen Lebensbereichen einer “starken” Gruppe anzugehören, die ein ganzes soziales Netzwerk anbietet.
Mich erstaunt nur immer wieder, daß sofort die Totschlagkeulen “Rechtsextremismus” und Ausländerhaß geschwungen werden und damit jede Diskussion erstickt ist. Gehört es nicht zur viel beschworenen Meinungsfreiheit unserer Republik auch Meinungen gelten lassen zu müssen, die sich sich im engen Rahmen der politischen Korrektheit bewegen? Und zum anderen: Warum wird nur auf “Rechtsextremismus” gezeigt, linksextremismus dadegen als hoffähig hingestellt? Mich regen viel mehr die gewaltsamen Zerstörungen sogenannter Autonomen auf (von den Kosten mal ganz abgesehen) als Kinder im Jugendlager vom Bund der heimattreuen deutschen Jugend.
Niemand hindert Sie daran, sich aufzuregen – worüber auch immer. Das eine hat nur mit dem anderen nichts zu tun.
“Gehört es nicht zur viel beschworenen Meinungsfreiheit unserer Republik auch Meinungen gelten lassen zu müssen, die sich sich im engen Rahmen der politischen Korrektheit bewegen?”
Genau das tun wir! Wir lassen Meinungen im Rahmen der polititschen Korrektheit gelten
“Warum wird nur auf “Rechtsextremismus” gezeigt, linksextremismus dadegen als hoffähig hingestellt?”
Weil dies ein Forum gegen Rechtsextremismus ist. Machen Sie doch eins gegen Linksextremismus auf und staunen Sie, in welcher Gesellschaft Sie sich dann befinden. Oder besser noch gegen “Linksterrorismus”, der Begriff wird ja allzu gern verwandt.
Es war richtig, diesen Verein zu verbieten. Wenn bei dortigen Zeltlagern das Leitungszelt mit “Führerbunker” betitelt, wenn dort nicht nicht Konservatives, , Liberales , Soziales oder sonstiges Demokratisches sondern Menschenhass und paramilitärischer Drill vermittelt wurden, dann hat das nichts, aber auch gar nichts mit Jugendarbeit zu tun, bei welcher der Staat wissentlich zugucken kann. Sowas gehört verboten.
Übrigens : Die HDJ machte keine Partei-Arbeit der NPD. Deren Jugendordganisation ist die JN.
Und ich denke man sollte eines nicht vergessen: Linksextremismus ist was anderes als Rechtsextremismus. Auch wenn ich beide ablehne, ist das nicht das gleiche, und ich muss bei der Ablehnung des Einen nicht immer die Ablehnung des Anderen betonen.
“Praktisch jeden Tag werden in Deutschland Ausländer, Obdachlose und linke Jugendliche von rechten Schlägern überfallen. Aber es ist lange her, dass hierzulande ein Kapitalist von einem Linksterroristen ermordet wurde. Rechtsextremistische Propaganda richtet sich gegen Schwache, linksextremistische gegen Starke. Wen die NPD zum Feind erklärt, ist in der Regel schutzlos. Die Feinde des Linksextremismus aber fahren gepanzerte Limousinen und bekommen Polizeischutz.
Wer behauptet, man müsse gleichermaßen gegen Extremismus von recht und links kämpfen, vernebelt den Blick auf die Realität. Linksextremismus muss man in Ostdeutschland mit der Lupe suchen, Rechtsextremisten beherrschen vielerorts die Straßen.”
(Toralf Staud: Was tun? Eine kleine Gebrauchsanleitung für den Umgang mit r NPD, in: ders: Die neuen Nazis, Bonn 2006, S. 217.)
@ww
Ich halte diese Ansicht für einen Irrtum. Die NPD ist ja längst keine antikommunistische Partei im klassischen Sinne des Wortes mehr – ganz im Gegenteil, das “System” ist der Hauptgegner. Daß Anschläge von Rechtsextremisten (auch) Linke treffen, ist das Resultat von Primitivität in einem Teil der Anhängerschaft und von Rassismus (hier aber im eigentlichen Sinne des Wortes und nicht gewisser linker Zuschreibungen). Wenn es aber ernsthaft um das Ende des “Sch…staates” (aus ihrer Sicht) gehen würde, würden sich hartnäckige extremistische Ideologen im Zweifelsfall aber auch mit dem Teufel verbünden, um ihr Ziel zu erreichen.
Gegen Linksextremisten wachsam zu sein, hat keinesfalls automatisch etwas mit Rechtsextremismus zu tun. Vielmehr ebenso mit Demokratie wie ein Engagement gegen tatsächliche Rechtsextremisten.
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