Ex-NPD-Chef Deckert zur Wiederwahl von “Versager” Voigt
Ex-NPD-Chef Günter Deckert hat die Wiederwahl von Udo Voigt zum Bundesvorsitzenden der rechtsextremen Partei als Überraschung bezeichnet. Die Delegierten hätten “einen Versager an der Spitze” bestätigt. Möglicherweise lag das Ergebnis aber auch an dem Herausforderer, Udo Pastörs, spekuliert Deckert. Doch es sei unklar gewesen, wofür dieser gestanden habe. Dennoch hätte die klamme Partei mit Pastörs an der Spitze einige tausend Euro monatlich sparen können. Denn Pastörs ist bereits Fraktionschef im Landtag von Schwerin, finanziell also versorgt.
Das Ergebnis deutet laut Deckert weiter darauf hin, “daß die Partei keine große Auswahl mehr an Leuten mit Charakter und Format hat”. Dieses müsse “sich auch bei den Delegierten niederschlagen, die kaum richtig durchgeblick haben und durchblicken”. Deckert sehe sich “in der Rolle eines Seniorchefs auf dem Altenteil, dessen Enkel die Firma kaputt machen”. Eine Partei, die “eine Figur wie diesen Wortbrecher, dieses Windei und diesen Blender” Voigt “im Amt bestätigt, kann nicht mehr ernt genommen werden”.
Chef von 1991 bis 1996
Deckert war von 1991 bis 1995 Chef der NPD. Er saß ab 1995 wegen Volksverhetzung im Gefängnis. Heute berichtet er von Prozessen gegen Holocaust-Leugner, ist offenbar eng mit der internationalen Revisionisten-Szene vernetzt. Deckert wurde in einem fragwürdigen Verfahren aus der NPD ausgeschlossen. In Teilen der rechtsextremen Bewegung genießt er noch Ansehen, mit den meisten aktuellen NPD-Funktionären hat er sich allerdings überworfen.
Siehe auch: Von Versagern, Eierköpfen und Intriganten: Kandidatencheck mit Ex-NPD-Chef Deckert









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