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NPD will als “Anwal der Gemeinschaft der Deutschen auftrete”

05. April 2009 15:04 76 mal gelesen Kein Kommentar

“Rettet die Mundart”, so könnte der Antrag des NPD-Kreisverbandes Deggendorf/Bayern auch überschrieben werden. Auf dem Sonderparteitag in Berlin wurde dieser Antrag von den Delegierten angenommen. Der Inhalt:

Die Nationaldemokratische Partei erkennt sich als die letzte parlamentarischeStimme des deutschen Volkes. Sie ist ihrem Gewissen verpflichtet, als Anwal der Gemeinschaft der Deutschen aufzutrete. Die Partei tut dies ohne Gewalt, dader Geist immer schon die schärfste Waffe der deutschen Volksseele war. Sie akzeptiert die Regeln des parlamentarischen Parteienstaates und zeigt am heuchlerischen Umgang der sich selber als Demokraten bezeichnenden Parteien mit der NPD den wahren Zustand dieser Demokratie. Durch ihre Rolle als Fundamentaloposition wirkt sie als Katalysator zur Erweckung der Deutschen aus der politischen Lethargie. [...] Der Kampf um den Erhalt der deutschen Familie, die Sicherung des Friedens, die Rettung der Natur vor dem Gen-Wahnsinn, der Schutz der heimischen Wirtschaft vor dem imperial-kapitalistischen US-Weltmachtstreben und der Erhalt und die Bewahrung der europäischen Völker vor der kulturtötenden kommunistischen Multikultur sind die wichtigsten Aufgaben.

Alle Meldungen zum NPD-Sonderparteitag 2009.

Kein Kommentar »

  • Betrachter said:

  • Birgit said:

    “Die Partei tut dies ohne Gewalt, dader Geist immer schon die schärfste Waffe der deutschen Volksseele war.”

    Ich würde mich ja geistig mit euch duellieren, aber ich sehe ihr seit unbewaffnet.

  • Luis Fernández Vidaud said:

    Die “anwaltliche Vertretung” der Deutschen durch die NPD beruht auf alten, überkommenen Vorstellungen über das Sosein der Deutschen. Sie müssen für die Gegenwart und die Zukunft nicht stimmen. Wie man sich selbst sieht, ist eine Frage, die man sich selbst stellen, ohne daß dabei die NPD ist.

  • Flupke said:

    Es ist immer etwas problematisch, andere hinsichtlich ihrer Orthographie zu be- und verurteilen, wenn man sich selbst diesbezüglich in schöner Regelmäßigkeit Blößen gibt bzw. im orthographischen Glashaus bloggt – s.u. (kleine Auswahl).

    Würde ich NPD-BLOG.INFO an der dort vorzufindenden Rechtschreibung und Grammatik messen und nicht an seinem Inhalt, könnte ich eine Vielzahl von Artikeln dort nicht für voll nehmen. Ich denke mir aber, dass da so mancher Beitrag mit der heißen Nadel gestrickt wurde, und sehe normalerweise über Rechtschreibfehler hinweg – ebenso übrigens über Fehler, bei denen Unkenntnis wahrscheinlicher ist, weil in meinen Augen Inhalt und Anliegen bei diesem Thema vorrangig sind.

    Ich halte es in Hinblick auf das Kritikniveau für einen absoluten Missgriff, sich herablassend über eindeutige Flüchtigkeitsfehler irgendwelcher NPD-Antragsteller zu äußern. Zum Inhalt dieses armseligen Antrages des NPD-Kreisverbandes Deggendorf/Bayern wird hingegen kein Wort verloren – im besten Fall, weil man ihn für sich selbst sprechen lassen will. Warum aber stattdessen der Hinweis auf vier rein formale Flüchtigkeitsfehler (zwei davon sind lediglich fehlende Leerzeichen)? Interessant ist doch zumindest das gar nicht nötige und doch erfolgte Bekenntnis zur Gewaltfreiheit und die explizite Akzeptanz der „Regeln des parlamentarischen Parteienstaates”.

    Diese Art von Kritik ist in etwa so, als beschränkte man seine Kritik an Holger Apfel auf die Feststellung, dass dieser mopsig sei und einen Sprachfehler habe. Mit so etwas nimmt man sich selbst nur den Wind aus den Segeln und erweckt den Eindruck, dass man sonst nichts Kritisierenswertes finde, was ja keineswegs der Fall ist, einem aber schnell dahingehend ausgelegt werden kann. Insbesondere angesichts des Balkens im eigenen Auge ist ein solcher Hinweis kontraproduktiv, ja lächerlich und diskreditiert das hehre Anliegen von NPD-BLOG.INFO. Man sollte überlegen, wie weit man sich da aus dem Fenster lehnt. Einer der wenigen Vorzüge der Nazis ist doch, dass sie inhaltlich Angriffsfläche en masse bieten, sodass man auf Äußerlichkeiten gar nicht angewiesen ist. Abgesehen davon gibt es unter Demokraten mit Sicherheit einen ebenso großen Anteil an Legasthenikern wie unter Nazis. Das hat wohl mit „Gesinnung” recht wenig zu tun. Ich unterstütze NPD-BLOG.INFO ausdrücklich und bin dankbar, dass sich dort Informationen zur Nazi-Szene gebündelt finden. Ich hoffe jedoch auch, dass man auf das Urteil der Leser Wert legt.

    NPD-BLOG.INFO schrieb:

    Der Parteichef stand wegen Skandale um die Finanzen lange unter starkem Druck.

    Die NPD soll wegen Fehler in dem Rechenschaftsbericht eine Millionenstrafe zahlen.

    Auf den Programm steht unter anderem die Wahl des Bundesvorsitzenden.

    Die Hass-Tiraden aus dem Voigt–Lager bejubelten sie mit ebenso lautstarkem Applaus, wie der Polemik des Herausforderers Udo Pastörs, der später deutlich gegen den Amtsinhaber unterlegen war.

    NPD-BLOG.INFO dokumentiert eine Auswahl von vorliegenden Anträge für den Parteitag.

    Und dass, obwohl Voigts langjähriger Vertrauter hunderttausende Euro aus der Parteikasse für sein marodes Küchenstudio veruntreut hatte.

    Nach Angaben der NPD wurde das Treffen um 12.45 Uhr wurde eröffnet.

    [...] selbst die aufgeregte Nachfrage vom Gansel half da nicht weiter.

    Offenbar hat die Partei, die sich sonst gerne als Verfechter der Meinungsfreiheit und der kritischen Wahrheiten aufspielt, die Öffentlichkeit auszusperren. (vor?)

    Im Stadion fielen die Rostocker vor allem durch einen beeindruckenden Support auf, allerdings garniert mit dümmlichen “Hooligan”-Gegröhle

    [...] seit den 1960iger Jahren ein [...] (Wie wäre es mit der korrekten Version: 1960er?)

    [...] dass “die Kandidatur auch ein klares Zeichen gegen den Volksverhetzungs-Paragraohen 130″ sei.

    nahe des Millerntors (na|he <Präp. mit Dativ>)

    Angeblich erwartet Wulff in Pinneberg 250 Gesinnungsgenossen einmal quer durch die gesamte Stadt ziehen wollen. (Wo ist das Relativpronomen?)

    Auf allen Seiten werden außerdem diverse Fehlermeldung angezeigt [...]

    Nach langem Zögern hat der der Bundesminister des Inneren gehandelt und die ‚Heimattreue Deutsche Jugend’ (HDJ) verboten.

    Die Versammlungsbehörde müsse nun entschieden, ob die Kundgebung wie angemeldet erlaubt werden könne [...]

    Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet sich mit der Angst von Flüchtlingen in Sachsen-Anhalt [...]

    Eine offenkundige Panikreaktion des langjährigen Landesvorsitzenden der Niedersachsen NPD, der auch Mitglied im NPD-Bundesvorstand ist, und der zur Zeit offenbar seine Felle davonschwimme sieht.

    Er forderte eine Modernisierung und Professionalisierung der Partei, besonders der Aufbau einer sicheren Finanzabteilung.

    usw. usf.

  • NDM said:

    Flupke,

    Die Texte auf NPD-Blog werden meines Wissens nach nicht auf einem Sonderparteitag angenommen, bevor sie veröffentlicht werden.

    P a r t e i t a g !

    :-D

  • Birgit said:

    „Die Nationaldemokratische Partei erkennt sich als die letzte parlamentarischeStimme des deutschen Volkes. Sie ist ihrem Gewissen verpflichtet, als Anwal der Gemeinschaft der Deutschen aufzutrete. Die Partei tut dies ohne Gewalt, dader Geist immer schon die schärfste Waffe der deutschen Volksseele war.“

    Bereits diese drei hochtrabenden Sätze (mal abgesehen von den Fehlern) zeugen von einer – na sagen wir mal – etwas sehr eigentümlichen Art der Selbst-Wahrnehmung. Die NPD interessiert sich weder für das Volk, noch hat sie Interesse daran, dass sie dem Volk als Anwalt zur Seite steht. Aber die Krönung – man schaue sich dazu nur mal die Vorstrafen der neu gewählten Vorstandsmitglieder an – ist die versuchte Aussage, dass die NPD lieber mit dem Geist, statt mit Gewalt agiert. Prima, liebe NPD, dann erklärt mir doch mal so ganz Geistig, warum ihr die Presse vom Parteitag ausgeschlossen und die danach noch anwesenden Mitarbeiter einer Mobilen Beratungsstelle bedroht habt? Ist euch hier euer glorreicher Geist ausgegangen?

    Wer sich selbst so unreflektiert und vor Selbstüberschätzung strotzend wahrnimmt, muss sich nicht wundern, wenn er sich damit Kritik einfängt.

    Den Usern, die glauben zu wissen, dass wir nur die Rechtschreibfehler ankreiden, möchte ich folgendes sagen: Es sind nicht die Fehler, es sind die Aussagen, es sind die Einstellungen, es sind die Drohungen, es sind die gewalttätigen Übergriffe, es ist der grenzenlose Hass den wir kritisieren!

  • G. said:

    Lieber NDM,
    danke für die Schützenhilfe, aber das passt schon. Der gute Flupke hat auf geschätzt 1000 bis 2000 Zeichen einen Fehler gefunden, der offizielle Antrag beim NPD-Bundesparteitag hat sogar in der Überschrift mehrere davon. Und vom Inhalt wollen wir mal gar nicht reden…
    Grüße
    PG

  • Die Partei, die Partei, die hat immer recht! Und, Genossen, es bleibe dabei; Denn wer kämpft für das Recht, der hat immer recht ... (Flupke) said:

    Tut mir leid. Ich wollte der einträchtigen Runde nicht in die Parade fahren und die traute Einmütigkeit stören. Kritikfähigkeit ist bei manchem hier offenbar nur aktiv und nicht passiv funktionstüchtig.

    Wenn die gute Birgit sich die Mühe gemacht hätte, meinen Text in seiner Gänze zu lesen und vor allem zu verinnerlichen (!), dann würde sie nicht insinuieren, dass ich behauptet hätte, hier würden nur Rechtschreibfehler kritisiert, das ist einfach nur armselig und disqualifiziert die Gute für mich als ernstzunehmende Gesprächspartnerin. Wer nicht für uns ist, muss gegen uns sein – klare Sache. Rotfront. Grautöne unerwünscht. Die gute Birgit hätte bei einer gewissenhaften Lektüre vor allem merken können, dass ich die hier stattfindende Kritik grundsätzlich sehr wohl gutheiße und ausdrücklich befürworte. Wenn Differenzierung hier aber unerwünscht ist, werde ich mich selbstverständlich zurückziehen, meine Meinung für mich behalten und nicht weiter beim Kampf gegen die Nazis stören, die selbstverständlich alle nur dumm und trottelig sind. Mir seien jedoch noch die folgenden Zeilen gestattet.

    Der gute Patrick Gensing hat mich natürlich ertappt, wie ich krampfhaft Fehler zusammenklauben, ja mir förmlich aus den Fingern saugen musste, Stunden über Stunden und nicht etwa nur in fünf Minuten. Er hat dann einfach mal so aus der Lamäng überschlagen, wie viele bzw. selbstredend wenige Fehler er und seine Mitstreiter pro soundso viel tausend Zeichen nur machen und attestiert sich mal eben einen beruhigend niedrigen Fehlerquotienten, der selbstredend über denjenigen eines jeden dummen Nazis erhaben ist – als ob es mir darum ging. Aber da verlangte seine Eitelkeit nach schneller „Richtigstellung”, ohne dass er freilich im Geringsten inhaltlich auf meine Äußerung einging. Und somit erteilte er sich selbst die orthographische Absolution und erbrachte den abermaligen Beweis, wie dumm doch die Nazis aber eben natürlich doch alle sind und wie richtig seine korinthenzählerische Kritik natürlich trotzdem ist (Birgit: in dem einen von mir kritisierten Fall). Der gute Flupke hat wahrscheinlich noch ein paar Fehler dazu erfunden. Wetten, dass? Wo keine Fehler sind, muss man sie ja erfinden, logisch. Ich würde mich nicht wundern, wenn der gute „P.G.“ alsbald noch herauszufinden glaubt, dass ich und mein Beitrag nur „ein Fake“ sind und gönnerhaft feststellt, dass sich „die Nazis“ wenigstens mal etwas Neues haben einfallen lassen. Und so führt Paranoia dazu, dass ein explizit noch immer gutmeinender Kritiker einfach abgetan wird. Aber warum sollte dies im Internet anders sein als im wahren Leben, wo linke Gruppierungen sehr exklusivistisch sind und am liebsten im eigenen Saft schmoren – die rechten auch – da nehmen die beiden sich eben nicht viel, wie auch sonst in der Wahl ihrer Mittel (Birgit: wohlgemerkt Mittel – nicht Ziele). Unbequeme Fragesteller werden selbstverständlich sofort dem Gegner zugeordnet, mal explizit, mal implizit. Ich habe meinen Beitrag gezielt auch als Lackmustest für passive Kritikfähigkeit in diesem Blog verwendet. Somit hat er seinen Zweck ja erfüllt, wenn auch in für mich enttäuschender Weise. Ich habe das auch deshalb getestet, weil ich ursprünglich einmal erwogen hatte, mich als Beiträger anzudienen. Aber das passt ja augenscheinlich gar nicht.

    Vor einiger Zeit bin ich schon einmal stutzig geworden, als der gute „P.G.“ bzw. „G.” nämlich einen von ihm in dessen Identität offenbar durchschauten Widersacher und Störenfried namens „Claus“ zurechtwies und gehörig den Kopf wusch – ein Wirrkopf offenbar, der über jedes „Stöckchen“ springe, das Herr Gensing ihm hinhalte. Der hatte sich in durchaus gesittetem und keineswegs unsachlichem Ton die Frage erlaubt, wieso Herr Gensing im Zusammenhang mit Hansa-Fans Worte wie „dümmlich“, „Hooligan“und „Rechtsextremisten“ verwende (Für die gute Birgit: Ich stelle diese Qualifizierungen in keiner Weise in Frage.), in Bezug auf St. Pauli-Randalierer aber „heroisierend“ von „Street-Fightern“ spreche. Mir ist beim Lesen eben diese Stelle sauer aufgestoßen, ohne dass ich wüsste, wer „Claus“ ist und längst, bevor dieser überhaupt kommentiert hatte. Als ich dann später die Antwort des guten „P.G.“ las, war ich sehr erstaunt, wie unangemessen (in meinen hier offensichtlich belanglosen Augen) geladen und unsouverän er darauf reagierte. Er müsse sich schließlich nicht zu allem positionieren, schwoll ihm der Kamm, nur weil irgendwelche „Deppen” (wie ungemein souverän, lieber „G.” bzw. „P.G”) ihm dies oder jenes unterstellten. Na ja, ich zähle sicher nun auch zu den Deppen. Natürlich muss sich „P.G.“ nicht zu allem positionieren. Der Gute muss gar nichts. Tatsache ist aber eben, dass er sich durch seine euphemistisch anmutende, den St.-Pauli-Chaoten vorbehaltene Wortwahl „Street-Fighter“ sehr wohl längst positioniert hat: Rechte Chaoten: Scheiße. Linke Chaoten bzw. selbstredend „Street-Fighter“: Super. Das erinnert mich an einen etwas schwachsinnigen Titel der Punk-Band „Die Skeptiker“, zu dem ich selbst einst ohne weiteres Nachdenken auf Konzerten pogte: „Straßenkampf, Straßenkampf, alles auf die Barrikaden, wir verachten die Gewalt, und bekämpfen sie, Straßenkampf, Straßenkampf … wir sind voller Hass geladen, Straßenkampf, Straßenkampf jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa – Uns’re Herzen schlagen links, lang, so lang das Leben reicht, wehren wir der braunen Meute, wenn auch viele Angst beschleicht. Uns’re Farben sind schwarz-rot, unser Ziel ist Anarchie, wir verachten die Gewalt, und bekämpfen sie.” Ein herrliches Oxymoron, nicht wahr!? Und das sind noch Textzeilen von der intelligenteren Sorte in der Szene … So gab es durchaus auch nahezu poetische und nachdenkliche Texte von den Skeptikern.

    Mit meiner Aussage habe ich mich in den Augen der messerscharf analysierenden, guten Birgit, die sich dem Vernehmen nach geistig offenbar für über alle Maßen gut bewaffnet hält, wahrscheinlich endgültig als geistig unbewaffneten (die Spitze in Deinem obigen Thread war so là là) Nazi geoutet. Der gute „P.G.” hingegen wird meinen Text wohl zunächst durch ein Expertengremium analysieren lassen und womöglich bald verlautbaren, dass es sich hier mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit (sic) aus stilistischen Gründen um „einen Fake” handele. Damit das Weltbild nicht ins Wanken gerät, würde ich ihm sogar den Gefallen tun, auf eine etwaige an meine hinterlegte E-Mail-Adresse gesendete Anfrage zu behaupten, ich sei Installateur in Wanne-Eickel und hätte nie einen Kommentar auf NPD-BLOG.INFO geschrieben, sodass gefolgert werden kann – nein muss, dass mein Account von Faschos gehackt wurde. Diesbezüglich empfehle ich zur weiterführenden Lektüre Das Lexikon der Verschwörungstheorien.

    Viel Spaß beim weiteren Schwarz-Weiß-Denken. Es lebe der Manichäismus, dessen Jünger ihre Tempel offenbar bis hinein in die Redaktion von tagesthemen.de errichten (Birgit: Im übertragenen Sinn). Ein ganz klein wenig beneide ich solche Leute ja. Das Leben wird so viel einfacher und klarer, wenn man nur in Gut und in Böse denkt und immer zweierlei Maßstäbe im Gepäck hat. Aber genau genommen ist mir diese Flucht ins Kindliche dann doch zu langweilig und vor allen Dingen falsch.

    Trotzdem heiße ich NPD-BLOG.INFO generell gut und wünsche viel Erfolg – auch wenn das für manchen hier irgendwie partout nicht mit meiner Detailkritik an eben diesem Blog zusammenpasst – das geht ja nicht, der muss Nazi sein, sonst wär’ er doch für uns, verdammt, das ist ‘ne harte Nuss – dang it aber auch!

    Auch der Antifa wünsche ich viel Erfolg, gleichwohl ich die Mitstreiter, deren Wege ich bisher so kreuzte, für ähnlich armselig wie die Nazis halte. Ihr einziger Vorteil ist in meinen Augen, dass sie nicht auf Seiten der Nazis sind. Irgendeiner muss die Drecksarbeit aber machen. Deshalb eben, viel Erfolg.

    @ :-D NDM :-D, wie bereits von anderer Seite zum Ausdruck gebracht, nun auch von meiner Seite, danke für Deine „Schützenhilfe”. Aber mit dem Störfeuer vom guten Flupke – anders lässt sich meine Einlassung hier offenbar nicht verstehen – kommt der gute Patrick ganz gut alleine klar – mit dem Quälgeist Flupke wird er gerade noch alleine fertig.

    Ich gebe Dir – :-D NDM :-D – vollkommen recht, dass man seine Anträge auf einem Parteitag fehlerfrei formulieren sollte. Da hat die NPD offensichtlich noch ganz klare Defizite! Das sollte man mal näher untersuchen. Immerhin: P a r t e i t a g ! :-D Ach ja und sogar S o n d e r ! :-D -P a r t e i t a g ! :-D Wer, wenn nicht die Nazis, die sich doch als Sachwalter der deutschen Sache gerieren, sollte fehlerfrei sein in Wort und Schrift der deutschen Sprache!? Ich hatte einfach nicht lange genug darüber nachgedacht, dank Deines Smiley-behafteten Zaunpfahls aber erkenne ich nun die enorme Relevanz!

    Die Vorschaltung eines kleinen spell checkers würde dennoch auch hier niemandem schaden. Ich nehme mich da keineswegs aus, doch ich habe ihn bereits vorgeschaltet. Aber wie gesagt, ich will hier niemanden daran hindern, sich auf banale Kleinigkeiten bei den Nazis zu kaprizieren, während es so viel über den größeren Irrsinn der Nazis zu sagen gäbe. Also nur unbeirrt weiter so. Jeder nach seiner Façon …

    Eine ausführliche Bemerkung war ja offenbar auch eine lächerlich kleine und schnell vorübergehende Fehlermeldung im php-script der neuen NPD-„Heimseite” wert. Aha, also auch da sind sie zu blöd! Welch Erkenntnisgewinn. Ich finde es bemerkenswerter und bedenklicher, dass die Seite jetzt ein ziemlich frisches und modernes Aussehen hat. Aber dazu kam hier auch nichts so richtig. War ja auch witziger, das mit dem falschen Link und dem Orang-Utan – ein Brüller, ich hab’ mich weggeworfen vor Lachen, und die NPD wurde in ihren Grundfesten erschüttert, nehme ich mal an … Angesichts solcher Beiträge könnte man fast meinen, der gute Patrick Gensing springe über jedes Stöckchen, das die NPD ihm hinhalte, womit er sich nicht allzu sehr vom Wirrkopf „Claus” unterschiede, außer natürlich im positiven Impetus, der bei „Claus” und bei mir selbstredend höchst sinister ist.

    Bezeichnend fand ich auch ein Detail im Bericht G.s über die Bürgerinitiative Ausländerstopp in München und deren neue „Netzseite”. Auf dieser nämlich würden neben Neonazi-Seiten auch die Informationsseiten des Stadtrats verlinkt. Ja, wenn man es so darstellt, gerät das Weltbild nicht ins Wanken. So weit alles klar und alle Klischees erfüllt. Dass aber unter diesen Links, neben jenen zu Neonazi-Seiten und anderen auch ein Link zum linksextremistischen (Einschätzung des Verfassungsschutzes) Blättchen „junge Welt” dort vorzufinden ist, das fand keine Erwähnung. Man muss sich ja schließlich nicht zu allem positionieren, was? Aber auch hier ist das Unterlassen der Erwähnung schon eine Art Positionierung. Es passt wohl nicht ins Klischee, dass Nazis und Linksextreme mittlerweile aufpassen müssen, nicht aus Versehen auf der gleichen Demo mit Kufiya bzw. Palituch gegen Israel oder Hartz IV zu hetzen – alles schon vorgekommen. Beide fischen in ziemlich trübem Wasser. Die Überspreizung der beiden extremen Flügel führt schnell zu unverhoffter Berührung und des Öfteren auch zu mehr oder weniger offenen Kooperationen und gegenseitigen Sympathiebekundungen. Im besten Fall hat der gute G. den Link einfach übersehen, vielleicht weil die ideologische Brille so etwas wegblendet, um ihren Träger nicht unnötig mit nicht ins Bild passenden Details zu behelligen. Im schlimmeren Fall ist es bewusst geschehen. Vielleicht liegt das Blättchen ja aber auch morgens auf G.s Frühstückstisch.

    Aber ich Troll hör’ ja schon auf, offenbar kann oder/und will hier der ein oder die Andere nicht begreifen, worum es mir geht.

    Dem Anschein nach sind hier so differenzierte und weiterführende Kommentare willkommener wie:

    Scheiss Nazis! (Kommentator: „Nazihasser”)
    parasiten [sic!] ,der gipfel der verkommenheit! [...] (Kommentator: „treffend”)

    Zumindest werden diese Kommentatoren nicht belehrt, zurechtgewiesen bzw. abgetan. Parasiten, Parasiten, wer hat den Begriff gleich noch früher auf Leute angewandt, die ihnen nicht in den Kram passten? Na ja, egal, komme jetzt nicht drauf … Hier wird ja auch der Boykott gewisser Geschäfte postuliert (zumindest in unwidersprochen gelassenen Kommentaren). Wie gesagt, die Wahl der Mittel lässt doch mitunter gewisse Parallelen entstehen. Ich habe den Boykott in der Mönckebergstraße in Hamburg beobachtet. Die augenscheinliche Gewaltbereitschaft, das Pöbeln und Beleidigen von offenbar überwiegend völlig ahnungsloser Laufkundschaft, die sich auch nur aus Versehen in die Nähe des besagten Geschäftes bewegte, durch – wahrscheinlich – Aktivisten oder Agitatoren. Das Bekleben der Schaufensterscheibe. Deutsche, kauft nicht beim Nazi! – hörte man förmlich in seinem inneren Ohr. Da bekommt der Satz der Phoenix-Moderatorin in Bezug auf die Gegendemonstranten zum „Anti-Islamisierungskongress” (Birgit: Ich lehne den Kongress und die damit zusammenhängende Bewegung ab.) in Köln: „Also, kann man festhalten, die Reihen fest geschlossen?” frei nach Horst Wessel direkt ein Freudsches Geschmäckle. Auch hier wieder: Wenn die NPD in memoriam Goebbels Journalisten als Geschmeiß beschimpft, ist das selbstverständlich verurteilenswert (Birgit: ganz meine Meinung), Parasiten hingegen darf gesagt werden, solange es sich auf Nazis bezieht s.o. (Birgit: das wiederum verurteile ich). Dabei gibt P.G. seinen Lesern ja durchaus kleine Hilfestellungen, dank derer man wissen könnte, wer sich der Vokabel „Parasiten” schon einmal bediente, als er nämlich darauf hinwies, wer „parasitäres Geschmeiß” einmal gesagt habe.

    Wenn die Polizei – von mir aus auch die Bullen – nicht da gewesen wäre(n), hätten die Agitpropler den Laden ganz demokratisch kurz und klein geschlagen – so mein bescheidener, irrelevanter Eindruck. Das nenne ich demokratischen Protest, der sich in seinen Mitteln so unglaublich stark von denen irgendwelcher Nazi-„Geistesgrößen” unterscheidet. Aber ich wurde hier ja bereits aufgeklärt, dass diese Art des Protests eben des Öfteren zum Ziel führe. Und das ist es ja, was zählt, nicht wahr? Der Zweck heiligt offenbar die Mittel. Das nenne ich lupenreine Demokraten!

    Ich hatte ja keine Ahnung, in was für ein Wespennest geistig Überbewaffneter ich hier steche, in dem die Leute so sehr mit sich selbst und ihrem Tun einverstanden und dadurch imprägniert sind, dass Kritik hoffnungslos an ihnen abperlt. Ansonsten kann ich nur konstatieren, dass man hundertmal gegen das Gleiche sein kann und doch nichts gemeinsam hat.

    Ich habe mich hier offenbar in der Tür geirrt und bin schon weg …

    Am einfachsten, schnellsten und unaufwändigsten kann dieser – mein – Beitrag übrigens abgetan werden, indem man den Autor kurzerhand als Troll disqualifiziert. Das hat „Herzt” in einem Kommentar darüber, wie man unliebsame Kommentatoren fernhält, die die ideologische Hygiene stören, bereits angeregt. Noch schneller und unaufwändiger wäre es allerdings, ihn zu ignorieren. Da bin ich aber gespannt, ob die gute Birgit das schafft. Oder eben gar nicht erst freischalten …

    Cheerio, Euer Flupke.