Home » Allgemein, Hintergrund, Neue Rechte

Das Institut für Staatspolitik – die wichtigste Weiterbildungseinrichtung der neurechten Szene

27. Juni 2009 00:06 141 views Kein Kommentar

Gustav Landauer – auch der Name des anarchistischen Philosophen und Revolutionärs der Münchener Räterepublik, der nach ihrer Niederschlagung am 2. Mai 1919 dort dem weißen Terror zum Opfer fiel, ist auf der Website des Kulturhistorischen Vereins Friedrichshagen zu finden. Der Verein kümmert sich um die Pflege des Erbes des “Friedrichshagener Dichterkreises” um Peter Hille, Bruno Wille und Wilhelm Bölsche. Landauer stand dem Kreis Ende des 19. Jahrhunderts als Herausgeber der Zeitschrift “Sozialist” nahe. Er käme ins Rotieren, wenn er wüßte, wer sich da an seinem Gedächtnis zu schaffen machte: Erik Lehnert, der neue Chef des rechtsradikalen, ultranationalistischen Instituts für Staatspolitik (IfS).

Das IfS gilt als wichtigste “Weiterbildungseinrichtung” der neurechten Szene und agiert in jener Grauzone zwischen Konservatismus und Neofaschismus, in der auch die “Junge Freiheit” und die Schülerzeitung “Blaue Narzisse” den rechten Aufbruch propagieren. Wie weit ins rechtsbürgerliche Lager dabei die Schnittmengen reichen, offenbart ein Blick auf die Liste der Referenten der Winter- und Sommerakademien und des “Berliner Kollegs”, schreibt die konkret. Hier der ganze Artikel.

Siehe auch: Linktipp: “RECHTSKONSERVATIV – Im Moment sehr erheitert”

Kein Kommentar »

  • Jürgen Werner said:

    Man sollte sich fragen, ob dieses Institut für Staatspolitik eine Hintertürkaderschmiede der NPD ist. Wenn man denkt, dass der aktive Institut für Staatspolitikler und Bundesvorsitzender der Jungen Witikonen e.V. – Marco Reese aus Jena, auch in der Deutschen Stimme schreibt.

    hxxp://www.deutsche-stimme.de/ds/?p=1700

  • Roland Ruszinciki said:

    Tja, Herr Marco Reese ist so ein Beispiel von Neonazis, die 100 mal schreiben, wie schlimm, der Nationalsozialismus war, aber von Ihrer Ideologie, das gleiche vertreten. Alles Taktik!

    Eine Schande für die Demokratie in Deutschland wäre es würde man ihn im Schuldienst, wo er ja hin will – zulassen.

  • Marco Reese said:

    Auch hier muß ich einhaken: Das IfS hat mit der NPD nichts zu tun und wird dort meiner Ansicht nach auch nicht sonderlich geschätzt.
    Die dort vertretenen Inhalte unterscheiden sich. Aber das müßte eigentlich nicht eigens erwähnt werden.

    Auch ich kann nicht als Beispiel für eine angebliche Nähe von IfS und NPD aufgeführt werden, da mein Beitrag in der DS eine Stoßrichtung hat, die derlei nicht zuläßt, und diese entspricht meiner Überzeugung.

    Ansonsten verweise ich auf den Kommentar im entsprechenden Thema.

  • Jürgen Werner said:

    @Herr Reese:
    Das ist gelogen, ich kenne mindestens 5 Mitglieder, die beim IFS teilnehmen und zwar regelmäßig.

  • Marco Reese said:

    So? Ich beispielsweise nicht.

    Zweitens: Wenn dies so ist: Zeigt dies in irgendeiner Form eine organisatorische Zusammenarbeit an?

  • Juergen Werner said:

    Ich nenne einen ehemaligen Mitarbeiter von Kubitschek: Arne Schimmer …

  • E.S. said:

    Soweit mir noch bekannt ist, ist A.S. kurz nach dem Erfolg der NPD nach der letzten Landtagswahl in Sachsen nach Dresden gegangen. Es war die Entscheidung eines Einzelnen aus der Leitung des IfS, ebenso wie es die Einzelentscheidung der ehemaligen JF-Redakteurin A. Willig war, Redakteurin bei einem der NPD nahestehenden Blatt zu werden (was sie inzwischen nicht mehr ist). Weder das IfS noch die JF haben den NPD-Erfolg bejubelt, sondern ihn eher als Niederlage einer radikalen über eine demokratische Rechte interpretiert, was von Seiten der NPD auch genau so verstanden wurde. Es ist aber deutlich zu einfach, die persönliche – in meinen Augen bedauerliche – Entscheidung Weniger als generellen Beleg für einen zu geringen Abstand zur radikalen und extremistischen Szene zu interpretieren oder genau dies zu suggerieren. Wenn eine Einzelperson von der demokratischen Linken zur extremistischen Linken wechselt, ist das auch noch kein Beweis für einen mangelnden Abstand, solange das Ganze nicht tatsächlich systematisch geschieht.

  • E.S. said:

    Es sollte natürlich “Erfolg einer radikalen über eine demokratische Rechte” heißen, nicht “Niederlage”.

  • Marco Reese said:

    Den habe ich in Schnellroda in den letzten Jahren nie gesehen.

    Und warum man Leute von öffentlichen Kollegs, bspw. in Berlin, ausschließen sollte, weil sie der NPD angehören, ist mir nicht ersichtlich.

Kommentieren Sie den Beitrag!

Add your comment below, or trackback from your own site. You can also subscribe to these comments via RSS.

Kein Spam und bitte zum Thema.

You can use these tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar.