NPD provoziert vor der Dresdner Synagoge
“25 plus X”, “7 plus X” - die sächsischen Parteien sind im Wettbewerben um Stimmenzuwächse bei der kommenden Landtagswahl am 30. August 2009.
Von Walter Hammer, für NPD-BLOG.INFO
Auch die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) ist auf Stimmensuche, aber welches Wählerklientel sucht sie vor der Neuen Synagoge in Dresden heim. Bisher nimmt die Stadt keinen Anstoß an der nicht nur geschmacklosen Ortswahl vom NPD Plakatstandort Sankt Petersburger Strasse, der sicher auf der Höhe des Rathenauplatzes besonders empörend ist. Nach der massiven Behinderung der Proteste gegen den europaweit größten Naziaufmarsch durch Stadtverwaltung sind nicht erst seit dem Tod der ägyptischen Staatsbürgerin in einem Dresdner Gericht Sensibilität und Wahrnehmung rechtsextremer Umtriebe durch die Dresdner Stadtspitze in ihrer Ignoranz unübertroffen.
Bild: lotta@eu.de
Bild: lotta@eu.de
Siehe auch: Analyse zur Wahl in Sachsen: Erneuter Erfolg der NPD möglich, aber nicht sicher, Rassistischer Mord in Dresden: Warnung vor Islamophobie / Täter war offenbar NPD-Sympathisant, Dresden: Bußgeld für „laute, jüdische Musik“, Dresden: Wenn der Bürger mit dem Nazi…

Der Tod der Ägypterin hat nichts mit der NPD zu tun.
Bei aller Ablehnung gegen die NPD, aber sie arbeiten sehr schlecht.
Dieser Blog ist linke Hetze – keine neutrale Aufklärung.
[...] ihrer gesetzlich vorhandenen Möglichkeiten dagegen vorzugehen. Erst der Protest der Jusos und NPD-kritischer Medien hatte das Problem öffentlich gemacht. Das im nachhinein als Courage-Aktion der [...]
Befragte man Dresdner, bekäme man wohl zur Antwort, dass die absurde Architektur der Synagoge (insb. vor der Altstadtkulisse) die größere Provokation wäre.
Eine Architektur als hässlich zu empfinden, ist eine Sache und jedem zugestanden; sie aber als Provokation zu werten, etwas ganz anderes.
Die Bilder müssten evtl. mal aktualisiert werden. Natürlich sind auch die anderen Parteien darauf aufmerksam geworden und haben entsprechend Plakate unter deren der NPD angebracht – ob es das nun bringt?
@ Golem
Klar hat die NPD dem Typen nicht den parteioffiziellen Auftrag gegeben, die Frau zu erstechen. Aber offenbar hat sich der Kerl ja selbst vor seiner Tat auf die NPD bezogen, die seiner Ansicht nach mit “solchen Leuten aufräumen” würde.
Wenn Du der gleiche “Golem” bist, der auch auf gesamtrechts ab und an kommentiert hat, weißt Du selbst, was Nationalisten für kranke Leute sind. Die rassistische und Menschen verachtende Propaganda der NPD versucht, den Hass, der in diesen Menschen vorhanden ist, noch zu verstärken und es ist ihnen sch***egal, ob der eine oder andere dann auch im realen Leben seine Blutrauschfantasien auslebt.
Insofern senkt die Propaganda der NPD die Hemmschwelle für schlichte Gemüter, Gewalt anzuwenden.
Und dass dann vor der Synagoge auch bewusst noch das Plakat mit den “Finanzganoven” drangehängt wurde – ist doch klar, was die Botschaft sein soll: Das “jüdische Finanzkapital” wäre wieder mal an allem schuld.
@ Jan
Die Architektur ist in der Tat nicht gelungen. Es ist schade, dass nicht – wie zB in Schwerin – die Synagoge im Wesentlichen originalgetreu wiedererrichtet wurde, wie sie vor 1938 auch war. Wäre auch ein klares Signal an die Nazis gewesen: “Ihr habt Euer Ziel nicht erreicht und Ihr werdet es nie erreichen!”
Aber der NPD geht es – wie WW auch richtig andeutet – nicht darum, ob eine Synagoge schön aussieht, sondern darum, ob es überhaupt eine gibt…
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