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	<title>Kommentare zu: Gemeinsam gegen die Versöhnung: Extreme Rechte wird ewigvorgestrig</title>
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	<description>Eine Dokumentation über die NPD und menschenfeindliche Einstellungen</description>
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		<title>Von: links for 2009-11-16 &#171; Links. Historische.</title>
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		<dc:creator>links for 2009-11-16 &#171; Links. Historische.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 11:37:10 +0000</pubDate>
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		<description>[...] NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Gemeinsam gegen die Versöhnung: Extreme Rechte wird ewigvorgestrig Die Republikaner und andere extrem Rechte haben den Besuch von Kanzlerin Merkel in Paris zum Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 als „würdelos, peinlich und geschichtsvergessen“ kritisiert. (tags: ersterweltkrieg Vergangenheitsbewältigung) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Gemeinsam gegen die Versöhnung: Extreme Rechte wird ewigvorgestrig Die Republikaner und andere extrem Rechte haben den Besuch von Kanzlerin Merkel in Paris zum Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 als „würdelos, peinlich und geschichtsvergessen“ kritisiert. (tags: ersterweltkrieg Vergangenheitsbewältigung) [...]</p>
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		<title>Von: neuer Leser</title>
		<link>http://npd-blog.info/2009/11/13/merkelparisrechtsradikale091119181945/comment-page-1/#comment-23931</link>
		<dc:creator>neuer Leser</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 13:07:04 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo E.S.

die Bezeichnung &quot;Splitterpartei&quot; für die NSDAP bis in die Jahre 1928/29 ist nicht auf meinem &quot;Mist&quot; gewachsen; ich habe diese Bezeichnung von Wolfgang J. Mommsen übernommen (1933: Die Flucht in den Führerstaat, in: Wendepunkte deutscher Geschichte 1848-1990, Frankfurt am Main 2003, 2.Aufl., S.127-158). In seinem Beitrag schildert Mommsen sehr anschaulich und für jeden verständlich, ab wann UND WARUM die NSDAP zu einer tatsächlichen und ernsthaften Bedrohung für die Weimarer Republik wurde.  

Dabei nennt er zwei sehr wichtige Faktoren, die den Machtzuwachs der NSDAP ab 1930 begünstigten: 1) die Deflationspolitik Brünnings, die die Auswirkungen der WWK noch verschlimmerte und weite Teile der Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit verarmen ließ; 2) die Altersschwäche Hindenburgs und den Irrglauben der (hoch-)konservativen Kräfte der WR, Hitler und die Nazis in einer Koalitionsregierung bändigen zu können. Diese Kräfte haben nicht erkannt, das die Nazis zu keinem Zeitpunkt irgendein Interesse an der Bewahrung der bürgelichen Welt hatten, denn diese hat ihnen stets den Weg zur Macht versperrt.

Und wie ich schon sagte: ich habe nicht bestritten, dass der Versailler Friedensvertrag und dessen territoriale Neuordnung in Europa die Legitimation des parlamentarischen Systems nach westlichem Vorbild in der ersten demokratischen Republik auf deutschem Boden massiv aushöhlte. Aber das reicht doch nicht als Erklärung für die Machtübernahme der Nazis auch.
Es tut mir leid für Sie, aber davon werde ich nicht abrücken.

Sie haben in einem gewissen Sinn natürlich recht, wenn Sie schreiben: &quot;Auf der anderen Seite benutzen Sie jedoch weiterhin Klischees wie “die Rechte” oder “der Rechten”. Da scheint doch das Verlangen nach Differenzierung recht einseitig in eine bestimmte Richtung zu gehen … Ich finde, darüber sollten Sie wirklich einmal nachdenken. &quot; 

Allerdings will ich damit nicht bewusst meine eigenen Ansprüche an ein differenziertes Denken unterlaufen, sondern schlichtweg meine nicht vorhandene Sympathie für bestimte Denk- und Argumentationsmuster und mir völlig unverständliche Weltbilder innerhalb des &quot;rechten&quot; Lagers zu Ausdruck bringen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo E.S.</p>
<p>die Bezeichnung &#8220;Splitterpartei&#8221; für die NSDAP bis in die Jahre 1928/29 ist nicht auf meinem &#8220;Mist&#8221; gewachsen; ich habe diese Bezeichnung von Wolfgang J. Mommsen übernommen (1933: Die Flucht in den Führerstaat, in: Wendepunkte deutscher Geschichte 1848-1990, Frankfurt am Main 2003, 2.Aufl., S.127-158). In seinem Beitrag schildert Mommsen sehr anschaulich und für jeden verständlich, ab wann UND WARUM die NSDAP zu einer tatsächlichen und ernsthaften Bedrohung für die Weimarer Republik wurde.  </p>
<p>Dabei nennt er zwei sehr wichtige Faktoren, die den Machtzuwachs der NSDAP ab 1930 begünstigten: 1) die Deflationspolitik Brünnings, die die Auswirkungen der WWK noch verschlimmerte und weite Teile der Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit verarmen ließ; 2) die Altersschwäche Hindenburgs und den Irrglauben der (hoch-)konservativen Kräfte der WR, Hitler und die Nazis in einer Koalitionsregierung bändigen zu können. Diese Kräfte haben nicht erkannt, das die Nazis zu keinem Zeitpunkt irgendein Interesse an der Bewahrung der bürgelichen Welt hatten, denn diese hat ihnen stets den Weg zur Macht versperrt.</p>
<p>Und wie ich schon sagte: ich habe nicht bestritten, dass der Versailler Friedensvertrag und dessen territoriale Neuordnung in Europa die Legitimation des parlamentarischen Systems nach westlichem Vorbild in der ersten demokratischen Republik auf deutschem Boden massiv aushöhlte. Aber das reicht doch nicht als Erklärung für die Machtübernahme der Nazis auch.<br />
Es tut mir leid für Sie, aber davon werde ich nicht abrücken.</p>
<p>Sie haben in einem gewissen Sinn natürlich recht, wenn Sie schreiben: &#8220;Auf der anderen Seite benutzen Sie jedoch weiterhin Klischees wie “die Rechte” oder “der Rechten”. Da scheint doch das Verlangen nach Differenzierung recht einseitig in eine bestimmte Richtung zu gehen … Ich finde, darüber sollten Sie wirklich einmal nachdenken. &#8221; </p>
<p>Allerdings will ich damit nicht bewusst meine eigenen Ansprüche an ein differenziertes Denken unterlaufen, sondern schlichtweg meine nicht vorhandene Sympathie für bestimte Denk- und Argumentationsmuster und mir völlig unverständliche Weltbilder innerhalb des &#8220;rechten&#8221; Lagers zu Ausdruck bringen.</p>
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		<title>Von: E.S.</title>
		<link>http://npd-blog.info/2009/11/13/merkelparisrechtsradikale091119181945/comment-page-1/#comment-23870</link>
		<dc:creator>E.S.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 08:39:04 +0000</pubDate>
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		<description>Es muß natürlich statt &quot;eine&quot;, &quot;keine Monokausalität&quot; heißen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es muß natürlich statt &#8220;eine&#8221;, &#8220;keine Monokausalität&#8221; heißen.</p>
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		<title>Von: E.S.</title>
		<link>http://npd-blog.info/2009/11/13/merkelparisrechtsradikale091119181945/comment-page-1/#comment-23868</link>
		<dc:creator>E.S.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 08:36:04 +0000</pubDate>
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		<description>@ neuer Leser

Läßt man einfach einmal sämtliche Interpretationen und Ausschmückungen weg, dann bleibt der von mir bereits oben angefügte Satz bestehen:  

&quot;Die nationalsozialistische Herrschaft war keine zwangsläufige Folge von Versailles, aber der Versailler Vertrag war eine solch große Hypothek für die erste demokratische Republik, daß sie wesentlich an dieser Last zugrundegegangen ist.&quot;

Zudem wies ich schon oben darauf hin, daß die Agitation von Seiten der Regierungsparteien von Weimar und der NSDAP und KPD eine deutlich andere Stoßrichtung hatte, sosehr sie sich teilweise in einigen Details zu den Bestimmungen des Vertrages an sich auch äußerte. 

Hitler zog aus Versailles den Rückschluß, daß jede Rücksicht gegenüber einem besiegten bzw. militärisch unterlegenem Gegner unangebracht sei, da die Siegermächte im Versailler Vertrag auch &quot;nicht die mindeste Nachsicht&quot; mit dem Deutschen Reich geübt hätten. (Quelle: M.K.)

Natürlich mag das von Anfang an nur ein Vorwand für die spätere Kriegsführung des Nationalsozialismus gewesen sein, aber es traf als verhängnisvolle Argumentation damals auf einen sehr fruchtbaren Boden.     

Gegen die demokratische Ordnung von Weimar diente Hitler mit Bezug auf Versailles das Argument, daß die Bestimmungen des Versailler Vertrages derart von Haß und Rache geprägt seien (dies wurde als solches von den Weimarer Regierungsparteien allerdings auch so gesehen) - aber die NSDAP argumentierte weiter, daß die westlichen Siegerstaaten einerseits viel von Demokratie und Freiheit redeten, auf der anderen Seite aber mit Versailles einem nunmehr demokratischen System höhere bzw. zumindest die gleichen Lasten aufgebürdet hätten, wie einer Monarchie oder einer Diktatur. (Quelle ebenso M.K.) Auch dieses Argeument entfaltete eine fatale Sprengkraft, zumal sich viele demokratisch gesinnte Bürger der damaligen Zeit die gleiche Frage stellten. Auf jeden Fall folgt jedoch daraus, daß die Hypothek von Versailles für die junge demokratische Ordnung, die selbst erst an Zustimmung und Akzeptanz gewinnen mußte, eine sehr schwere und nach meiner Meinung eine zu schwere war. 

Mich wundert zudem - ehrlich gesagt - schon ein wenig, daß gerade Sie mit Argumenten wie &quot;Splitterpartei&quot; (bis 1929) für die NSDAP kommen - Sie benutzen den Begriff sogar mehrfach. Eigentlich besteht in weiten Teilen der heutigen historischen Forschung und der Politikwissenschaft Übereinstimmung, die tatsächlichen Wirkungen der NSDAP bis zu ihrem ersten &quot;größeren&quot; Wahlerfolgen keineswegs zu unterschätzen - gerade deswegen wird ja auch heute noch in diesem Bereich weiterhin intensiv geforscht. 

Daraus ergibt sich wiederum die merkwürdige Situation, daß ich als vermeintlicher &quot;Rechter&quot; das erste Jahrzehnt der NSDAP und dessen Folgen für die erste deutsche Demokratie mutmaßlich weit ernster nehme, als Sie es tun, indem Sie mit Verkleinerungen wie &quot;Splitterpartei&quot; operieren. 

Zuletzt noch eines: Sie fordern - vollkommen zurecht - Differenzierungen und eine Monokausalität. Dem kann ich vollkommen zustimmen. Auf der anderen Seite benutzen Sie jedoch weiterhin Klischees wie &quot;die Rechte&quot; oder &quot;der Rechten&quot;. Da scheint doch das Verlangen nach Differenzierung recht einseitig in eine bestimmte Richtung zu gehen ... Ich finde, darüber sollten Sie wirklich einmal nachdenken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ neuer Leser</p>
<p>Läßt man einfach einmal sämtliche Interpretationen und Ausschmückungen weg, dann bleibt der von mir bereits oben angefügte Satz bestehen:  </p>
<p>&#8220;Die nationalsozialistische Herrschaft war keine zwangsläufige Folge von Versailles, aber der Versailler Vertrag war eine solch große Hypothek für die erste demokratische Republik, daß sie wesentlich an dieser Last zugrundegegangen ist.&#8221;</p>
<p>Zudem wies ich schon oben darauf hin, daß die Agitation von Seiten der Regierungsparteien von Weimar und der NSDAP und KPD eine deutlich andere Stoßrichtung hatte, sosehr sie sich teilweise in einigen Details zu den Bestimmungen des Vertrages an sich auch äußerte. </p>
<p>Hitler zog aus Versailles den Rückschluß, daß jede Rücksicht gegenüber einem besiegten bzw. militärisch unterlegenem Gegner unangebracht sei, da die Siegermächte im Versailler Vertrag auch &#8220;nicht die mindeste Nachsicht&#8221; mit dem Deutschen Reich geübt hätten. (Quelle: M.K.)</p>
<p>Natürlich mag das von Anfang an nur ein Vorwand für die spätere Kriegsführung des Nationalsozialismus gewesen sein, aber es traf als verhängnisvolle Argumentation damals auf einen sehr fruchtbaren Boden.     </p>
<p>Gegen die demokratische Ordnung von Weimar diente Hitler mit Bezug auf Versailles das Argument, daß die Bestimmungen des Versailler Vertrages derart von Haß und Rache geprägt seien (dies wurde als solches von den Weimarer Regierungsparteien allerdings auch so gesehen) &#8211; aber die NSDAP argumentierte weiter, daß die westlichen Siegerstaaten einerseits viel von Demokratie und Freiheit redeten, auf der anderen Seite aber mit Versailles einem nunmehr demokratischen System höhere bzw. zumindest die gleichen Lasten aufgebürdet hätten, wie einer Monarchie oder einer Diktatur. (Quelle ebenso M.K.) Auch dieses Argeument entfaltete eine fatale Sprengkraft, zumal sich viele demokratisch gesinnte Bürger der damaligen Zeit die gleiche Frage stellten. Auf jeden Fall folgt jedoch daraus, daß die Hypothek von Versailles für die junge demokratische Ordnung, die selbst erst an Zustimmung und Akzeptanz gewinnen mußte, eine sehr schwere und nach meiner Meinung eine zu schwere war. </p>
<p>Mich wundert zudem &#8211; ehrlich gesagt &#8211; schon ein wenig, daß gerade Sie mit Argumenten wie &#8220;Splitterpartei&#8221; (bis 1929) für die NSDAP kommen &#8211; Sie benutzen den Begriff sogar mehrfach. Eigentlich besteht in weiten Teilen der heutigen historischen Forschung und der Politikwissenschaft Übereinstimmung, die tatsächlichen Wirkungen der NSDAP bis zu ihrem ersten &#8220;größeren&#8221; Wahlerfolgen keineswegs zu unterschätzen &#8211; gerade deswegen wird ja auch heute noch in diesem Bereich weiterhin intensiv geforscht. </p>
<p>Daraus ergibt sich wiederum die merkwürdige Situation, daß ich als vermeintlicher &#8220;Rechter&#8221; das erste Jahrzehnt der NSDAP und dessen Folgen für die erste deutsche Demokratie mutmaßlich weit ernster nehme, als Sie es tun, indem Sie mit Verkleinerungen wie &#8220;Splitterpartei&#8221; operieren. </p>
<p>Zuletzt noch eines: Sie fordern &#8211; vollkommen zurecht &#8211; Differenzierungen und eine Monokausalität. Dem kann ich vollkommen zustimmen. Auf der anderen Seite benutzen Sie jedoch weiterhin Klischees wie &#8220;die Rechte&#8221; oder &#8220;der Rechten&#8221;. Da scheint doch das Verlangen nach Differenzierung recht einseitig in eine bestimmte Richtung zu gehen &#8230; Ich finde, darüber sollten Sie wirklich einmal nachdenken.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: neuer Leser</title>
		<link>http://npd-blog.info/2009/11/13/merkelparisrechtsradikale091119181945/comment-page-1/#comment-23691</link>
		<dc:creator>neuer Leser</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 20:00:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://npd-blog.info/?p=6893#comment-23691</guid>
		<description>Hier mal die Wahlerfolge der NSDAP bei den Reichstagswahlen zwischen 1924 und 1932. 

4. Mai 1924: 6,5%; 32 Mandate
7. Dez. 1924: 3,0%; 14 Mandate
20. Mai 1928: 2,6%; 12 Mandate

Weltwirtschaftskrise 1929

14. Sept. 1930: 18,3%; 107 Mandate
31. Juli 1932: 37,3%; 230 Mandate
6. Nov. 1932: 33,1%; 196 Mandate

in: Informationen zur politischen Bildung, Nr.261 (2003, überarbeitete Neuauflage), S.58.

Man sieht also, dass trotz der nationalsozialistischen Hetze gegen die &quot;Novemberverbrecher&quot; und die &quot;Schande des Versailler Diktats&quot; die NSDAP bis zu den Auswirkungen der WWK eine Splitterpartei blieb. Erst als Teile der Bevölkerung zusehends verarmten, vor allem die Bauernschaft, die Mittelschicht aber auch die Arbeiterschaft, konnte die NSDAP zusehends auf Reichsebene Wahlerfolge einfahren. Bis dahin blieb sie eine unbedeutende, wenn auch lautstarke Splitterpartei, deren Führer bei den Eliten des Landes nur müdes Schmunzeln auslöste. Die Absurditäten in &quot;Mein Kampf&quot;, das schon vor 1933 gelesen wurde, haben zu der Unseriösität der Nazis beigetragen. 

Die &quot;Beseitigung&quot; von &quot;Weimar&quot; ging erst nach 1929 los. Bis dahin konnten die demokratischen und monarchisch-autoritären Parteien die Wut über den Versailler Friedensvertrag gut kanalisieren. 

Das teleologische Geschichstild, mit dem die Rechte hier die eine Zwangsläufigkeit zwischen &quot;Versilles&quot; und der &quot;Machtergreifung&quot; der NSDAP herbei fantasieren will, gehört ins Reichs der Utopien.

Es ist ein absoluter Mythos der Rechten, dass Hitler in &quot;Versailles&quot; &quot;geboren&quot; wurde und dass damit angeblich die Sieger des 1.WK die Schuld am Zweiten Weltkrieg tragen. Aber manche brauchen einfach ihre Mythen, um morgens aus dem Bett zu kommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier mal die Wahlerfolge der NSDAP bei den Reichstagswahlen zwischen 1924 und 1932. </p>
<p>4. Mai 1924: 6,5%; 32 Mandate<br />
7. Dez. 1924: 3,0%; 14 Mandate<br />
20. Mai 1928: 2,6%; 12 Mandate</p>
<p>Weltwirtschaftskrise 1929</p>
<p>14. Sept. 1930: 18,3%; 107 Mandate<br />
31. Juli 1932: 37,3%; 230 Mandate<br />
6. Nov. 1932: 33,1%; 196 Mandate</p>
<p>in: Informationen zur politischen Bildung, Nr.261 (2003, überarbeitete Neuauflage), S.58.</p>
<p>Man sieht also, dass trotz der nationalsozialistischen Hetze gegen die &#8220;Novemberverbrecher&#8221; und die &#8220;Schande des Versailler Diktats&#8221; die NSDAP bis zu den Auswirkungen der WWK eine Splitterpartei blieb. Erst als Teile der Bevölkerung zusehends verarmten, vor allem die Bauernschaft, die Mittelschicht aber auch die Arbeiterschaft, konnte die NSDAP zusehends auf Reichsebene Wahlerfolge einfahren. Bis dahin blieb sie eine unbedeutende, wenn auch lautstarke Splitterpartei, deren Führer bei den Eliten des Landes nur müdes Schmunzeln auslöste. Die Absurditäten in &#8220;Mein Kampf&#8221;, das schon vor 1933 gelesen wurde, haben zu der Unseriösität der Nazis beigetragen. </p>
<p>Die &#8220;Beseitigung&#8221; von &#8220;Weimar&#8221; ging erst nach 1929 los. Bis dahin konnten die demokratischen und monarchisch-autoritären Parteien die Wut über den Versailler Friedensvertrag gut kanalisieren. </p>
<p>Das teleologische Geschichstild, mit dem die Rechte hier die eine Zwangsläufigkeit zwischen &#8220;Versilles&#8221; und der &#8220;Machtergreifung&#8221; der NSDAP herbei fantasieren will, gehört ins Reichs der Utopien.</p>
<p>Es ist ein absoluter Mythos der Rechten, dass Hitler in &#8220;Versailles&#8221; &#8220;geboren&#8221; wurde und dass damit angeblich die Sieger des 1.WK die Schuld am Zweiten Weltkrieg tragen. Aber manche brauchen einfach ihre Mythen, um morgens aus dem Bett zu kommen.</p>
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	<item>
		<title>Von: neuer Leser</title>
		<link>http://npd-blog.info/2009/11/13/merkelparisrechtsradikale091119181945/comment-page-1/#comment-23644</link>
		<dc:creator>neuer Leser</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 16:55:04 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo E.S., 

wie schon gesagt, ich halte monokausale Erklärungsmuster bei der Analyse historischer Prozesse für alles andere als nützlich und aufklärerisch. 

Ich habe auch nicht behauptet, dass &quot;Versailles&quot; keine Rolle beim Aufstieg des Nationalsozialismus spielte. Im Gegenteil. Aber ich halte es mit Brecht: &quot;Erst kommt das Fressen, dann die Moral&quot;. Ohne die WWK, die Massenarbeitslosigkeit, die Massenarmut und bestimmte mentale und gesitige Haltungen und Strömungen in der Gesellschaft und, und, und, wäre die &quot;Machtergreifung&quot; der Nazis nicht möglich gewesen. 

Der Aufstieg der Nationalsozialsten ging Hand in Hand mit der zunehmenden Verarmung breiter Bevölkerungsteile nach der WWK. Man kann dies gut an den Arbeitslosenzahlen und den Wahlerfolgen der NSDAP vergleichen. Hinzu kam die Radikalisierung der Strassenkämpfe zwischen Nazis und Kommunisten, die das Gewaltmonopol des Staates immer mehr aushöhlte. Und dann kamen noch viele weitere Faktoren hinzu. Wie stark man jeden einzelnen Faktor gewichtet, kann sowieso nicht geklärt werden.
Dabei bleibe ich, weil ich Simplifizierungen schon prinzipiell ablehne, vor allem dann, wenn es um Geschichte geht.

Sie schreiben: 
&quot;Auch da sollten Sie noch einmal genauer nachlesen. Freiwillig oder auch nur ansatzweise freiwilig wurde von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges gar nichts gesenkt oder reduziert. Es war die Politik des Reichskanzlers Heinrich Brüning, der durch einen strikten Sparkurs mit den gleichzeitigen bekannten katastrophalen Folgen für das innenpolitische Klima den Westmächten die drohende Desaster, welches bei einer Beibehaltung der Höhe der bisherigen Lasten durch Versailles fast zwangsläufig bei gleichzeitiger Weltwirtschaftskrise eintreten mußte, unmittelbar vor Augen führte. Erst dies führte zu einer Reduzierung der direkten Belastung, kam allerdings viel zu spät.&quot;

Ich habe nicht danach gefragt, ob die Reparationszahlungen von den ehemaligen Gegnern &quot;freiwillg&quot; gesenkt wurden oder nicht. Mir ging es nur darum, DASS sie gesenkt und später vollständig eingestellt wurden. 
In manchen rechten Foren liest man sogar, dass Deutschland noch bis 2099 Reparationszahlungen leisten muss. Unglaublich. 

Ginge es nach den heutigen &quot;Rechten&quot; hätten in Nürnberg wohl nicht die Nazis, sondern die Siegermächte des Ersten Weltkriegs abgeurteilt werden müssen.

P.S. Schon allein die Hetzreden der Nazis bis vor der &quot;Machtergreifung&quot; machen doch deutlich, dass sie neben der Revision von &quot;Versailles&quot; noch andere Feindobjekte hatten. Auch diese mussten &quot;bedient&quot; werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo E.S., </p>
<p>wie schon gesagt, ich halte monokausale Erklärungsmuster bei der Analyse historischer Prozesse für alles andere als nützlich und aufklärerisch. </p>
<p>Ich habe auch nicht behauptet, dass &#8220;Versailles&#8221; keine Rolle beim Aufstieg des Nationalsozialismus spielte. Im Gegenteil. Aber ich halte es mit Brecht: &#8220;Erst kommt das Fressen, dann die Moral&#8221;. Ohne die WWK, die Massenarbeitslosigkeit, die Massenarmut und bestimmte mentale und gesitige Haltungen und Strömungen in der Gesellschaft und, und, und, wäre die &#8220;Machtergreifung&#8221; der Nazis nicht möglich gewesen. </p>
<p>Der Aufstieg der Nationalsozialsten ging Hand in Hand mit der zunehmenden Verarmung breiter Bevölkerungsteile nach der WWK. Man kann dies gut an den Arbeitslosenzahlen und den Wahlerfolgen der NSDAP vergleichen. Hinzu kam die Radikalisierung der Strassenkämpfe zwischen Nazis und Kommunisten, die das Gewaltmonopol des Staates immer mehr aushöhlte. Und dann kamen noch viele weitere Faktoren hinzu. Wie stark man jeden einzelnen Faktor gewichtet, kann sowieso nicht geklärt werden.<br />
Dabei bleibe ich, weil ich Simplifizierungen schon prinzipiell ablehne, vor allem dann, wenn es um Geschichte geht.</p>
<p>Sie schreiben:<br />
&#8220;Auch da sollten Sie noch einmal genauer nachlesen. Freiwillig oder auch nur ansatzweise freiwilig wurde von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges gar nichts gesenkt oder reduziert. Es war die Politik des Reichskanzlers Heinrich Brüning, der durch einen strikten Sparkurs mit den gleichzeitigen bekannten katastrophalen Folgen für das innenpolitische Klima den Westmächten die drohende Desaster, welches bei einer Beibehaltung der Höhe der bisherigen Lasten durch Versailles fast zwangsläufig bei gleichzeitiger Weltwirtschaftskrise eintreten mußte, unmittelbar vor Augen führte. Erst dies führte zu einer Reduzierung der direkten Belastung, kam allerdings viel zu spät.&#8221;</p>
<p>Ich habe nicht danach gefragt, ob die Reparationszahlungen von den ehemaligen Gegnern &#8220;freiwillg&#8221; gesenkt wurden oder nicht. Mir ging es nur darum, DASS sie gesenkt und später vollständig eingestellt wurden.<br />
In manchen rechten Foren liest man sogar, dass Deutschland noch bis 2099 Reparationszahlungen leisten muss. Unglaublich. </p>
<p>Ginge es nach den heutigen &#8220;Rechten&#8221; hätten in Nürnberg wohl nicht die Nazis, sondern die Siegermächte des Ersten Weltkriegs abgeurteilt werden müssen.</p>
<p>P.S. Schon allein die Hetzreden der Nazis bis vor der &#8220;Machtergreifung&#8221; machen doch deutlich, dass sie neben der Revision von &#8220;Versailles&#8221; noch andere Feindobjekte hatten. Auch diese mussten &#8220;bedient&#8221; werden.</p>
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		<title>Von: Tweets that mention NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Gemeinsam gegen die Versöhnung: Extreme Rechte wird ewigvorgestrig -- Topsy.com</title>
		<link>http://npd-blog.info/2009/11/13/merkelparisrechtsradikale091119181945/comment-page-1/#comment-23639</link>
		<dc:creator>Tweets that mention NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Gemeinsam gegen die Versöhnung: Extreme Rechte wird ewigvorgestrig -- Topsy.com</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 16:31:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://npd-blog.info/?p=6893#comment-23639</guid>
		<description>[...] This post was mentioned on Twitter by NPD-BLOG.INFO, Gegen Nazis. Gegen Nazis said: @npdde @claus_cremer Gemeinsam gegen die Versöhnung: Extreme Rechte wird ewigvorgestrig: Di.. http://bit.ly/48GWS6 [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] This post was mentioned on Twitter by NPD-BLOG.INFO, Gegen Nazis. Gegen Nazis said: @npdde @claus_cremer Gemeinsam gegen die Versöhnung: Extreme Rechte wird ewigvorgestrig: Di.. <a href="http://bit.ly/48GWS6" rel="nofollow">http://bit.ly/48GWS6</a> [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: O.B.</title>
		<link>http://npd-blog.info/2009/11/13/merkelparisrechtsradikale091119181945/comment-page-1/#comment-23627</link>
		<dc:creator>O.B.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 15:46:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://npd-blog.info/?p=6893#comment-23627</guid>
		<description>Ich glaube, der Beginn dieser Katastrophe hat am 28. Juli 1914 begonnen. Wahrscheinlich sogar schon vorher, wenn man sich die politische Situation teilweise so anschaut.
Am 11. November 1918 dürften alle durchgeatmet haben, die noch am Leben waren. Ich glaube, allein das sollte zählen.
Und mal ehrlich, wärend dieses schrecklichen Krieges hat so ziemlich niemand auf seine Zivilbevölkerung geschaut. Die musste leiden, damit irgendwelche Offiziere und Kaiser weiter real Krieg spielen konnten. Wenn die Matrosen nicht gestreikt hätten, wäre der Blödsinn weiter gegangen. Warum erwähnt eigentlich das keiner? War das nicht auch eine Katastrophe, die man der Zivilbevölkerung zugemutet hat? War das nötig? Ich finde nicht.
Schade, eigentlich hätten alle Soldaten streiken sollen als Teile der französischen Armee gestreikt haben. Das wäre mal ein Signal gewesen.
&quot;Wir haben kein Bock mehr&quot;. Wäre doch mal was gewesen.

Aber wahrscheinlich ist dies zu progressiv gedacht.

Mit freundlichen Grüßen
Olli</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, der Beginn dieser Katastrophe hat am 28. Juli 1914 begonnen. Wahrscheinlich sogar schon vorher, wenn man sich die politische Situation teilweise so anschaut.<br />
Am 11. November 1918 dürften alle durchgeatmet haben, die noch am Leben waren. Ich glaube, allein das sollte zählen.<br />
Und mal ehrlich, wärend dieses schrecklichen Krieges hat so ziemlich niemand auf seine Zivilbevölkerung geschaut. Die musste leiden, damit irgendwelche Offiziere und Kaiser weiter real Krieg spielen konnten. Wenn die Matrosen nicht gestreikt hätten, wäre der Blödsinn weiter gegangen. Warum erwähnt eigentlich das keiner? War das nicht auch eine Katastrophe, die man der Zivilbevölkerung zugemutet hat? War das nötig? Ich finde nicht.<br />
Schade, eigentlich hätten alle Soldaten streiken sollen als Teile der französischen Armee gestreikt haben. Das wäre mal ein Signal gewesen.<br />
&#8220;Wir haben kein Bock mehr&#8221;. Wäre doch mal was gewesen.</p>
<p>Aber wahrscheinlich ist dies zu progressiv gedacht.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Olli</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: E.S.</title>
		<link>http://npd-blog.info/2009/11/13/merkelparisrechtsradikale091119181945/comment-page-1/#comment-23592</link>
		<dc:creator>E.S.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 13:11:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://npd-blog.info/?p=6893#comment-23592</guid>
		<description>@ neuer Leser

&quot;Die Vorstellung, “Versailles” habe Hitler und den Zweiten Weltkrieg “generiert”, ist absurd und historisch nicht haltbar. Alle Parteien der Weimarer Republik sprachen sich gegen die Revision von “Versailles” aus. Die (National-)Konservativen, die Zentrumspartei und selbst die SPD. Keine dieser Parteien hat z.B. die Grenzziehung zwischen Deutschland und dem neugegründeten polnischen Staat jemals anerkannt und sich für eine rechtliche und friedliche! Revision ausgesprochen. Die Nazis hatten kein! Monopol auf die Revision von “Versailles”.&quot;

Hier müßten Sie doch selbst noch einmal die aktuelle Forschungsliteratur wälzen. Die nationalsozialistische Herrschaft war keine zwangsläufige Folge von Versailles, aber der Versailler Vertrag war eine solch große Hypothek für die erste demokratische Republik, daß sie wesentlich an dieser Last zugrundegegangen ist. 

Sie verkennen zudem, daß die von Ihnen genannten Parteien als Regierungsparteien zwangsläufig die Last des Versailler Vertrages schultern mußten, während damit eine frontale Oppositionspartei gegen das System natürlich Stimmung ohne Ende machen konnte. Wie es im übrigen ebenso die Kommunisten taten. Als Regierungspartei sieht das anders aus. Da muß man eine ganze Menge von Kröten schlucken und Kompromisse eingehen. Schon dadurch unterschied sich die Propaganda der NSDAP und der KPD im Gegensatz zu dem Kampf um die Mäßigung des Vertrages durch die Regierungsparteien doch deutlich. 

Versailles war in der vorliegenden Form ein Hebel par excellance für NSDAP und KPD gegen Republik und Demokratie - diese Belastung zu leugnen oder zu verringern, wäre eine historische Legende. 

&quot;Und wer sich ernsthaft mit den Reparationszahlungen auseinandersetzt und nicht der Naziliteratur auflauert, erfährt, dass diese nicht nur bereits gegen Ende der 1920er Jahre gegen eine Einmalzahlung eingestellt, sondern schon in der Mitte der 1920er Jahre von den ehemaligen Gegnern in ihrer Höhe deutlich gesenkt wurden.&quot;

Auch da sollten Sie noch einmal genauer nachlesen. Freiwillig oder auch nur ansatzweise freiwilig wurde von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges gar nichts gesenkt oder reduziert. Es war die Politik des Reichskanzlers Heinrich Brüning, der durch einen strikten Sparkurs mit den gleichzeitigen bekannten katastrophalen Folgen für das innenpolitische Klima den Westmächten die drohende Desaster, welches bei einer Beibehaltung der Höhe der bisherigen Lasten durch Versailles fast zwangsläufig bei gleichzeitiger Weltwirtschaftskrise eintreten mußte, unmittelbar vor Augen führte. Erst dies führte zu einer Reduzierung der direkten Belastung, kam allerdings viel zu spät. 

Auch Kritik sollte erst einmal seriös sein, vor allem dann, wenn man daraus gleich wiederum derartige Schlußfolgerungen zieht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ neuer Leser</p>
<p>&#8220;Die Vorstellung, “Versailles” habe Hitler und den Zweiten Weltkrieg “generiert”, ist absurd und historisch nicht haltbar. Alle Parteien der Weimarer Republik sprachen sich gegen die Revision von “Versailles” aus. Die (National-)Konservativen, die Zentrumspartei und selbst die SPD. Keine dieser Parteien hat z.B. die Grenzziehung zwischen Deutschland und dem neugegründeten polnischen Staat jemals anerkannt und sich für eine rechtliche und friedliche! Revision ausgesprochen. Die Nazis hatten kein! Monopol auf die Revision von “Versailles”.&#8221;</p>
<p>Hier müßten Sie doch selbst noch einmal die aktuelle Forschungsliteratur wälzen. Die nationalsozialistische Herrschaft war keine zwangsläufige Folge von Versailles, aber der Versailler Vertrag war eine solch große Hypothek für die erste demokratische Republik, daß sie wesentlich an dieser Last zugrundegegangen ist. </p>
<p>Sie verkennen zudem, daß die von Ihnen genannten Parteien als Regierungsparteien zwangsläufig die Last des Versailler Vertrages schultern mußten, während damit eine frontale Oppositionspartei gegen das System natürlich Stimmung ohne Ende machen konnte. Wie es im übrigen ebenso die Kommunisten taten. Als Regierungspartei sieht das anders aus. Da muß man eine ganze Menge von Kröten schlucken und Kompromisse eingehen. Schon dadurch unterschied sich die Propaganda der NSDAP und der KPD im Gegensatz zu dem Kampf um die Mäßigung des Vertrages durch die Regierungsparteien doch deutlich. </p>
<p>Versailles war in der vorliegenden Form ein Hebel par excellance für NSDAP und KPD gegen Republik und Demokratie &#8211; diese Belastung zu leugnen oder zu verringern, wäre eine historische Legende. </p>
<p>&#8220;Und wer sich ernsthaft mit den Reparationszahlungen auseinandersetzt und nicht der Naziliteratur auflauert, erfährt, dass diese nicht nur bereits gegen Ende der 1920er Jahre gegen eine Einmalzahlung eingestellt, sondern schon in der Mitte der 1920er Jahre von den ehemaligen Gegnern in ihrer Höhe deutlich gesenkt wurden.&#8221;</p>
<p>Auch da sollten Sie noch einmal genauer nachlesen. Freiwillig oder auch nur ansatzweise freiwilig wurde von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges gar nichts gesenkt oder reduziert. Es war die Politik des Reichskanzlers Heinrich Brüning, der durch einen strikten Sparkurs mit den gleichzeitigen bekannten katastrophalen Folgen für das innenpolitische Klima den Westmächten die drohende Desaster, welches bei einer Beibehaltung der Höhe der bisherigen Lasten durch Versailles fast zwangsläufig bei gleichzeitiger Weltwirtschaftskrise eintreten mußte, unmittelbar vor Augen führte. Erst dies führte zu einer Reduzierung der direkten Belastung, kam allerdings viel zu spät. </p>
<p>Auch Kritik sollte erst einmal seriös sein, vor allem dann, wenn man daraus gleich wiederum derartige Schlußfolgerungen zieht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: neuer Leser</title>
		<link>http://npd-blog.info/2009/11/13/merkelparisrechtsradikale091119181945/comment-page-1/#comment-23572</link>
		<dc:creator>neuer Leser</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 11:53:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://npd-blog.info/?p=6893#comment-23572</guid>
		<description>Es ist immer wieder &quot;sehr erstaunlich&quot;, zu sehen, zu welchen ideologischen und thematischen Überschneidungen es zwischen der JF und dem extremen rechten Lager kommt. Dies vor allem deshalb, weil D. Stein und einige seiner gläubigen Jünger sich immer wieder dafür aussprechen, nicht mehr in politischen Lagern zu denken - wer&#039;s glaubt, wird selig. Nun, kann man eigentlich gut verstehen, wenn man mit rechten Geschichtsrevisionisten und Neonazis in einem Boot sitzt. 
An sich ist ja der Artikel in der JF zu dieser Aktion sehr neutral gehalten. Dass man aber gleich eine Verlinkung zur &quot;Sezession&quot; anbietet und kein einziges Gegenargument gegen die Aktion der KSA und deren Inhalt parat hat, macht deutlich, was die JF eigentlich ist und was sie will.

Die Vorstellung, &quot;Versailles&quot; habe Hitler und den Zweiten Weltkrieg &quot;generiert&quot;, ist absurd und historisch nicht haltbar. Alle Parteien der Weimarer Republik sprachen sich gegen die Revision von &quot;Versailles&quot; aus. Die (National-)Konservativen, die Zentrumspartei und selbst die SPD. Keine dieser Parteien hat z.B. die Grenzziehung zwischen Deutschland und dem neugegründeten polnischen Staat jemals anerkannt und sich für eine rechtliche und friedliche! Revision ausgesprochen. Die Nazis hatten kein! Monopol auf die Revision von &quot;Versailles&quot;. 
Und wer sich ernsthaft mit den Reparationszahlungen auseinandersetzt und nicht der Naziliteratur auflauert, erfährt, dass diese nicht nur bereits gegen Ende der 1920er Jahre gegen eine Einmalzahlung eingestellt, sondern schon in der Mitte der 1920er Jahre von den ehemaligen Gegnern in ihrer Höhe deutlich gesenkt wurden. 

Es waren die gewalttätigen Grabenkämpfe zwischen Nazis und Kommunisten, die Furcht vor dem Sowjetbolschewismus, der latente Antisemitismus, die Sehnsucht nach &quot;bismarckscher Größe&quot;, die Weltwirtschaftskrise, antilibelare und völkische Tendenzen in der deutschen Gesellschaft, revansistische Träumerreien des &quot;besiegten Volkes&quot;, das Fehlen von &quot;checks and ballances&quot; in der Verfassung und die wirkungsvolle Propagandamaschinerie der Nazis und Hitlers hysterisches Auftreten und sein Charisma, die &quot;Weimar&quot; auseinander genommen haben.
Aber monokausale Erklärungen waren schon immer DAS Steckenpferd der Rechten. Schließlich will man der eigenen Anhängerschaft keine all zu große Denkleistung abverlangen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer wieder &#8220;sehr erstaunlich&#8221;, zu sehen, zu welchen ideologischen und thematischen Überschneidungen es zwischen der JF und dem extremen rechten Lager kommt. Dies vor allem deshalb, weil D. Stein und einige seiner gläubigen Jünger sich immer wieder dafür aussprechen, nicht mehr in politischen Lagern zu denken &#8211; wer&#8217;s glaubt, wird selig. Nun, kann man eigentlich gut verstehen, wenn man mit rechten Geschichtsrevisionisten und Neonazis in einem Boot sitzt.<br />
An sich ist ja der Artikel in der JF zu dieser Aktion sehr neutral gehalten. Dass man aber gleich eine Verlinkung zur &#8220;Sezession&#8221; anbietet und kein einziges Gegenargument gegen die Aktion der KSA und deren Inhalt parat hat, macht deutlich, was die JF eigentlich ist und was sie will.</p>
<p>Die Vorstellung, &#8220;Versailles&#8221; habe Hitler und den Zweiten Weltkrieg &#8220;generiert&#8221;, ist absurd und historisch nicht haltbar. Alle Parteien der Weimarer Republik sprachen sich gegen die Revision von &#8220;Versailles&#8221; aus. Die (National-)Konservativen, die Zentrumspartei und selbst die SPD. Keine dieser Parteien hat z.B. die Grenzziehung zwischen Deutschland und dem neugegründeten polnischen Staat jemals anerkannt und sich für eine rechtliche und friedliche! Revision ausgesprochen. Die Nazis hatten kein! Monopol auf die Revision von &#8220;Versailles&#8221;.<br />
Und wer sich ernsthaft mit den Reparationszahlungen auseinandersetzt und nicht der Naziliteratur auflauert, erfährt, dass diese nicht nur bereits gegen Ende der 1920er Jahre gegen eine Einmalzahlung eingestellt, sondern schon in der Mitte der 1920er Jahre von den ehemaligen Gegnern in ihrer Höhe deutlich gesenkt wurden. </p>
<p>Es waren die gewalttätigen Grabenkämpfe zwischen Nazis und Kommunisten, die Furcht vor dem Sowjetbolschewismus, der latente Antisemitismus, die Sehnsucht nach &#8220;bismarckscher Größe&#8221;, die Weltwirtschaftskrise, antilibelare und völkische Tendenzen in der deutschen Gesellschaft, revansistische Träumerreien des &#8220;besiegten Volkes&#8221;, das Fehlen von &#8220;checks and ballances&#8221; in der Verfassung und die wirkungsvolle Propagandamaschinerie der Nazis und Hitlers hysterisches Auftreten und sein Charisma, die &#8220;Weimar&#8221; auseinander genommen haben.<br />
Aber monokausale Erklärungen waren schon immer DAS Steckenpferd der Rechten. Schließlich will man der eigenen Anhängerschaft keine all zu große Denkleistung abverlangen!</p>
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