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Die Religionskritikverhinderer

30. November 2009 16:32 1,698 views 24 Kommentare

Der deutsche Stammtisch aus xenopohoben Bürgern, Rassisten und Neonazis jubelt: Die Schweizer haben einer Initiative zugestimmt, wonach es künftig verboten sein wird, Minarette in dem Land zu errichten. 57 Prozent der abgegebenen Stimmen fielen für die Initiative gegen den Bau von Minaretten aus. Bislang gibt es deren vier. Prompt kündigten andere rechtsradikale Parteien aus dem europäischen Ausland ähnliche Initiativen an, beispielsweise in Dänemark und den Niederlanden.

In Deutschland jubelte die NPD, der Widerstand gegen die Islamisierung formiere sich. Auch die Republikaner feierten das Schweizer Ergebnis. Unionspolitiker schlugen teilweise in eine ähnliche Kerbe: Während manchmal schon eine kritische Anmerkung reicht, um zum “Bestmenschen” zu werden, warnte Wolfgang Bosbach von der CDU vor „hochmütiger Kritik“ – sogar bevor überhaupt irgendjemand etwas gesagt hat. Zudem forderte er einen „offensiven Umgang“ mit dem Thema Minarette auch in Deutschland.

Vorgeschmack auf die Wahl in NRW?

Wenige Monate, nachdem eine Muslima in einem Dresdner Gericht erstochen wurde, scheint die Islamfeindlichkeit zum neuen Hoffnungsträger der Rechten zu werden. Dies könnte besonders im Hinblick auf die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, wo die rechtsextremen PRO-Parteien stark sind, zu weiteren unappetitlichen Vorgängen führen.

Letztendlich wird durch die rassistische Hetze und die unverantwortliche Übertreibung eine konstruktive und aufgeklärte Religionskritik verhindert. Diese ist dringend erforderlich, sowohl was beispielsweise den islamischen Antisemitismus angeht, als auch den christlichen Fundamentalismus. Daran haben die Rechtsradikalen aber kein Interesse. Sie propagieren einen Kampf der Kulturen, Moslems sind und bleiben für sie Fremde. Und um gegen diese zu polemisieren, interessieren sich solche Leute dann plötzlich auch für Menschen, die man sonst in Abschiebehaft sehen möchte, wenn sie nach Europa fliehen können; wie beispielsweise Mädchen in Afrika, die beschnitten werden sollen. Für die Propaganda gut genug, für eine Aufenthaltsgenehmigung reicht es aber nicht.

Die Wiener Zeitung DIE PRESSE kommentierte das Resultat treffend:

“Das knallharte Kalkül der Initiatoren ist aufgegangen: Mit ihrer Kampagne schürten sie die Ängste vor einem militanten islamischen Fundamentalismus, der zwar an manchen Orten der Welt ein Problem ist, aber sicher nicht in Appenzell. Und dass ein Minarettverbot im Zweifelsfall Fundamentalismus eindämmen könnte, glauben die Befürworter hoffentlich selbst nicht.”

Siehe auch: “pro Köln” laut Gericht eine rechtsextreme Organisation, Programme gegen Extremismus: “Der Alltagsrassismus fällt komplett weg”

24 Kommentare »

  • Tweets that mention NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Die Religionskritikverhinderer -- Topsy.com said:

    [...] This post was mentioned on Twitter by Gegen Nazis, Anti_Faschismus. Anti_Faschismus said: Die Religionskritikverhinderer – Der Stammtisch aus xenopohoben Bürgern, Rassisten und Neonazis jubelt: Die Schweiz… http://ow.ly/165oH9 [...]

  • Regor said:

    Ich will mich jetzt gar nicht weiter auf Henryk Broders Begrüßung dieses Volksabstimmungsergebnisses eingehen, das wäre zu billig und ist auch nicht nötig. Dass 57% der Schweizer wohl kaum alle Stammtischrassisten sind, wie hier pauschal mit Schaum vor dem Mund behauptet wird, ist jedem klar. Die Abstimmung in der eher zur Liberalität neigenden Schweiz, zeigt dass die “Islam-Problematik” in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, sie wird diskutiert und die Ignoranz der Politik führt zu Unmut und Frust. Die Menschen schenken Büchern von Armin Laschet, wohlfeile Erbauungsliteratur und den zu wenigen Erfolgsstories von muslimischen Migranten, die medial präsentiert werden, immer weniger glauben, weil viele die nackten Zahlen kennen (hoher Anteil von Muslimen unter Gewalttätern, Massen ohne Schulabschluss, Massen die vom Sozialtransfer leben) und viele selbst schon entsprechende persönliche Erfahrungen gemacht haben. Die Abstimmung in der Schweiz war eine Abstimmung gegen den Islam, hier gebe ich Kritikern durchaus recht, das Minarett ist nur ein Symbol. Dass der Frust, der auch in vielen anderen Ländern der EU sehr hoch ist, nun erste politische Wellen schlägt, ist auf die verfehlte Zuwanderungspolitik zurückzuführen. Man hat die Muslime sich selbst überlassen, anstatt Grenzen genau zu definieren, und klar zu machen: Mangelhafte Sprachkenntnisse, Verstöße gegen das Gesetz, Leben vom Sozialtransfer, Beteiligung in islamistischen Gruppierungen Radikaler bedeuten Abschiebung (die konsequent durchgesetzt werden muss), wer allerdings eine Integrationsleistung erbringt, ist willkommen und soll als Muslim ganz selbstverständlich seinen Glauben mit hohen und höchsten Minaretten frei leben dürfen, wie Buddhisten, Christen und Hindus auch. Hätte der Staat hier konsequent gehandelt, wäre es um die Akzeptanz besser bestellt. Wer konsequent NUR voll integrationsfähigen und -willigen Muslimen eine Heimat bietet, der braucht vor Minaretten keine Angst zu haben. Jetzt ist es aber erst einmal zu spät.

  • Patrick Gensing (author) said:

    57% der Schweizer… einfach nochmal überlegen.
    Gruß
    PG

  • http://twitter.com/Anti_Faschismus said:

    Das Minarett-Verbot richtet sich doch nicht gg. moderate Muslime. Es richtet sich gegen den politischen Islam. Hierzu mal ein Zitat aus einem aktuellen Artikel von Alice Schwarzer:

    Islamisten auf dem Vormarsch
    Seit Mitte der 1980er Jahre haben wir im Westen eine gezielte Unterwanderung der muslimischen Communitys durch die Islamisten zu verzeichnen. Ausgebildet werden die Agitatoren im Iran, in Ägypten oder Afghanistan, das Geld kommt aus Saudi-Arabien (ein Land, mit dem auch wir gerne Geschäfte machen). Diese Rattenfänger erzählen den arbeitslosen jungen Männern, sie seien die Grössten – und hätten das Recht, ihre sprachlosen Mütter ins Haus zu sperren und ihre freiheitsliebenden Schwestern unter den Schleier zu zwingen.
    Zu den Fanatischsten gehören die Konvertiten/-innen, die eine grosse Rolle im pädagogischen und juristischen Bereich spielen. Auch innerhalb unseres Rechtssystems ist seit Anfang der 1990er Jahre eine systematische Unterwanderung zu verzeichnen. Ziel: die «Islamisierung» des Rechtsstaates, im Klartext: die Einführung der Scharia mitten in Europa. Partiell ist das bereits gelungen.
    Ja, ich werde immer wieder gefragt, ob ich keine Angst hätte, die Islamisten zu kritisieren. Angst wovor? Selbstverständlich müssen wir handeln! Und ich schätze mich glücklich, wenn es mir gelungen sein sollte, zur Aufklärung über diese Dunkelmänner (und ihre Gehilfinnen) beigetragen zu haben. Und ich freue mich über die vielen freundlichen Gesichter in aufgeklärten Ausländervierteln, wo Frauen wie Männer mir zustimmend zuwinken.
    Doch auf einem bestehe ich als Nicht-Muslimin auch weiterhin: Mir geht es nicht um den Islam als Glauben – dessen beunruhigenden Reformstau sollen die Muslime/-innen bitte unter sich regeln, und zwar möglichst bald. Mir geht es ausschliesslich um den Missbrauch des Islam als politische Strategie. Denn eines ist klar: Das ist der Faschismus des 21. Jahrhunderts. Und diesmal im Weltmassstab.”

    Quelle: http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-42/artikel-2009-42-debatte-wir-muessen-handeln.html

    Man sollte gegen JEDE Art von faschistoidem System aufstehen – sei es nun roter, brauner oder islamischer Ausprägung!

  • http://twitter.com/Anti_Faschismus said:

    Bei der Spiegel-Umfrage haben 76% FÜR ein Minarett-Verbot in Deutschland (und damit gegen den islamischen Machtanspruch) votiert. 76% von insgesamt fast 30.000 Teilnehmern (sic!) – sind das jetzt etwa alles Nazis?

    Ich schätze diesen Blog für sein Eintreten gegen braunes Gedankengut! Aber es ist einfach lächerlich bzw absurd die breite Mehrheit der schweizerischen Bevölkerung unter Nazi-Verdacht zu stellen.

    Spiegel-Umfrage zum Minarett-Verbot in D´land: http://www1.spiegel.de/active/vote/fcgi/vote.fcgi?voteid=6471&x=116&y=8

  • Glanzor said:

    @Anti_Faschismus-Twitterer:
    Richtig. Nur, was ist jetzt die direkte Verbindung von Islamisten und Minaretten? Wo bitte trifft das Verbot nun die Radikalreligiösen aber nicht die normalen Muslimen?

  • Glanzor said:

    @Anti_Faschismus-Twitterer:
    Was ist jetzt die direkte Verbindung von Islamisten und Minaretten? Wo bitte trifft das Verbot nun die Radikalreligiösen aber nicht die normalen Muslimen?

  • Patrick Gensing (author) said:

    “Aber es ist einfach lächerlich bzw absurd die breite Mehrheit der schweizerischen Bevölkerung unter Nazi-Verdacht zu stellen.”

    1. Ist es keine breite Mehrheit der Bevölkerung.
    2. Wo werden die 57% unter Nazi-Verdacht gestellt?

  • Regor said:

    Wenn eine breite Mehrheit dagegen gewesen ist, warum hat sie dann nicht ihren Hintern zur Wahlurne geschleppt? Das Votum ist eindeutig und auf demokratischem Wege zustande gekommen. Islamkritiker, Islamskeptiker oder einfach Leute, die völlig legitim wollen, dass der Islam in Deutschland weder eine dominante Mehrheitskultur wird, noch dass Muslime zu Lasten anderer Probleme verursachen, gibt es in großer Zahl, keineswegs “Xenophobe” oder “Stammtischrassisten” – ganz nebenbei: Zum Thema Stammtisch und Kleinbürger – beliebte Feindbilder der Linken – mal Fleischhauer “Unter Linken” lesen. Sehr gut auf den Punkt gebracht, wie ein ganzes Milieu, das das ganze Sozialsystem (von dem Muslime auch profitieren) finanziert und seine Kinder ordentlich erzieht, in dümmster Weise diffamiert wird. Die Leute haben es schlichtweg satt, dass der problematische Teil der Muslime ständig ausgeblendet wird. Das Verbot des Minarettbaus trifft, das stimmt, leider auch oder überwiegend die Falschen. Es ist Warnsignal, das nur zustande gekommen ist, weil die etablierte Politik bei diesem Thema aus vielen Gründen völlig versagt hat, teils aus Naivität, PC, Schuldkomplexen wegen Adolf, Erschließung neuer Wähler (SPD).
    Die bedrückende Wirklichkeit findet leider nicht oder nur selten in die Medien, wie hier (”Der Westen”):
    http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/rhein-ruhr/2009/11/9/news-140087947/detail.html

  • http://twitter.com/Anti_Faschismus said:

    @Glanzor

    Dr. Hans-Peter Raddatz: Expertise zur Verkettung Minarett-Moschee-Scharia als politischer Machtbasis des Islam. PDF: http://ow.ly/d/Oo

    @Patrick Gensing

    zu 1.)
    Ok, einigen wir uns stattdessen auf den exakten Begriff “57%-Mehrheit”.

    Die Wahlbeteiligung betrug rund 54 Prozent laut http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,664104,00.html

    Die durchschnittliche Wahlbeteiligung liegt bei 40 Prozent laut http://www.swissworld.org/de/politik/politische_rechte/mitbestimmen/
    Die Wahlbeteiligung war also diesmal 14 Prozentpunkte höher! Das entpricht einer 35%-Steigerung im Vergleich zum Durchschnittswert. Ich denk, das ist ein deutliches Zeichen!

    zu 2.)
    Du hast Recht, nirgendwo in deinem Text werden die Befürworter des Minarettverbots unter einen direkten Nazi-Verdacht gestellt.

    Vielleicht würdest du mir ja dann sogar bei diesen Aussagen zustimmen:

    a) Die Zahl der Alt-und Neo-Nazis in der Schweiz schätzte ich auf irgendwas im Bereich von Nullkomma bis maximal ein Prozent der Wähler. Also nichts, was ins Gewicht fallen würde…

    b) 99% der Wähler sind ganz normale Bürger.

    Oder wie würdest du sie bezeichnen?

  • Patrick Gensing (author) said:

    Hallo,
    ich kenne mich zu wenig aus mit der Schweiz, um die Menschen dort zu sortieren. Allerdings unterstelle ich den Befürwortern der Initiative entweder eine ordentliche Portion Ignoranz oder eben Xenophobie. Dies gilt auch für Leute wie Regor, der hier sofort mit der neuen Bibel des zukurzgekommenden kleinen Mannes ankommt, wenn er sich bevormundet fühlt. So wird versucht, anderee Leute moralisch zu diskreditieren, weil man auf sachlicher Ebene nicht weiterkommt. Und dann kommt so ein Satz, durch nichts belegt:

    “Die Leute haben es schlichtweg satt, dass der problematische Teil der Muslime ständig ausgeblendet wird.”

    Genau darauf zielt allerdings mein gesamter Kommentar ab: Durch solche schwachsinnigen Aktionen wie in der Schweiz wird genau das verhindert, was Ihnen angeblich so am Herzen liegt, nämlich eine sachliche und angemessene Religionskritik. Dieser Vorwand wird missbraucht, um gegen alles, was als fremd und bedrohlich wahrgenommen wird, zu mobilisieren (siehe dazu auch meine Sätze über die Beschneidung).

    Gruß
    PG

  • Jan said:

    Herr Gensing,

    Ihnen ist lediglich zu unterstellen, dass sie alles befürworten, was normalen Menschen Angst macht, wie eben eine Schatten- bzw. Nebengesellschaft, die sich vollkommen von der eigentlichen Bevölkerung abkapselt und diese ablehnt. Necla Kelek äußerte sich übrigens gestern recht offen zur Beidseitigkeit dieses Problems. http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/30/drk_20091130_1509_fb4129de.mp3

  • Glanzor said:

    @AF-Twitterer:
    Ich finde den Artikel da ehrlichgesagt nicht wahnsinnig überzeugend. Dr. Raddatz argumentiert mir da viel zu sehr mit Assoziationen und indirekten Verbindungen, damit kann man kein Verbot begründen. Und um ehrlich zu sein wirkt das ganze auf mich ein wenig paranoid.

  • Patrick Gensing said:

    @Jan: Definiere “normaler Mensch”.

    Ich orientiere mich an den grundlegenden, universellen und unverhandelbaren Menschenrechten. Diese gelten immer und überall, nicht nur, wenn es gerade ins eigene Konzept passt. An diesen Standards sind auch alle Religionen zu messen.

    Angst zu haben, ist völlig legitim. Fast alle Menschen können aber, zumindest wenn sie wollten, reflektireren und diese Angst hinterfragen, beispielsweise ob sie angemessen ist und woher sie überhaupt kommt. Viele Ängste können sich durch rationales Denken und Handeln in Luft auflösen. Das setzt aber voraus, dass man nicht auf seinen Vorurteilen beharrt, weil es bequemer ist, und alles, was fremd und neu ist, erst einmal rundum ablehnt. Eine gewisse Offenheit ist Voraussetzung – sonst geht gar nichts. Und die Propaganda der SVP zielt darauf ab, Angst zu schüren und jede Offenheit zu zerstören. Daher ist so etwas auch kein Beitrag für eine sinnvolle Religionskritik, sondern nur geeignet, Gräben in der Gesellschaft zu vertiefen.

    Grüße
    PG

  • trueten.de - Willkommen in unserem Blog! said:

    Was mir heute wichtig erscheint #166…

    Unerträglich: Man kann sich ja jede reaktionäre Tendenz schön schwätzen und dazu angeblich “linke Feministinnen” wie Julia Onken als Kronzeugin heranziehen. Zu der Frau hatte ich anderswo ja schon einige Worte verloren. Rechte Parteien haben das “Ne…

  • Regor said:

    Ich habe bereits darauf aufmerksam gemacht, dass das Minerettverbot, dessen irrationalen Kern ich nicht bestreite, ein “Warnsignal” ist. Tatsächlich ist es problematisch, weil es in die Religionsfreiheit zumindest teilweise eingreift. Ich komme aus beruflichen Gründen ziemlich viel rum, durch meinen schulpflichtigen Sohn habe ich viele Eltern kennengelernt, darunter dezidiert auch “Linke” (mit denen man als “Rechter” überraschend gut auskommen kann), teilweise Mitglieder der weit links stehenden GEW. Tatsache ist, dass keiner Thilo Sarazzins Kritik ablehnte, unisono wurde zugestimmt, es sei schlichtweg die “Wahrheit” gesagt und eine Problematik pointiert dargestellt worden. Heute habe ich zu diesem Thema einen bayrischen Politiker im Radio gehört, “damit auseinandersetzen”, “diskutieren” – konkrete Schritte, wie dem Problem Herr zu werden ist, blieb er schuldig, keinerlei Vorschläge. Genau das haben die Leute satt, die ewige Symbolpolitik, vom “Deutschtest” bis zum “Integrationsvertrag” – alle folgenloser Quatsch und Integrationsnippes. Währenddessen wachsen tausende muslimische Kinder auf, in deren Familien kein Deutsch gesprochen wird, stundenlang türkisches Fernsehen läuft, Frauen werden aus Anatolien eingeflogen, weil sich viele Muslime schwer tun, damit zurecht zu kommen, dass viele Deutschtürkinnen im Kern wie Europäerinnen leben und rumlaufen wollen (Filmzitat “Gegen die Wand”: “Ich will ficken, und zwar nicht nur mit einem Mann” – nicht dass ich als Rechter dieses als weibliches Idealbild abfeiere, ab es dokumentiert nuneinmal die sexuelle Freiheit der Frau, sie ist sozialer Fakt), europäische Frauen werden als “Schlampen” rundweg abgelehnt, obwohl gerade solche Verbindungen enorm wichtig wären. Die Desintegration wird weiter vererbt, finanziert vom Sozialstaat, der in den Herkunftsländern nicht existent ist und deshalb als “Geschenk” und “Beschwichtigung” bzw. “Belohnung” verstanden wird, und nicht als Vertrauensvorschuss und Vertragsteil.
    Zudem reisen Chauvinisten wie Erdogan auf Propagandatouren in die BRD und fordern regelrecht zur Desintegration auf, keiner unternimmt etwas! Man solle sich vorstellen, Merkel würde nach Chile reisen und der großen deutschen Gemeinde dort in Fussballstadien zurufen: “Werdet ja keine Chilenen, assimiliert euch nicht, sondern germanisiert Chile”. Die etablierte Politik hat versagt, sie hat weder die Einwanderungspolitik sinnvoll reguliert, noch Probleme offen diskutiert und mit der Gesetgebung konkret gegengesteuert, jetzt schlägt die Stunde der Populisten.

  • Demokrat said:

    Nur ein totalitärer Staat greift in die kleinste geschellschaftliche Zelle, der Familie, ein. Ob in einer Familie mit türkischen Migrationshintergrund nur Türkisch gesprochen und das türkische Fehrnsehprogram rezipiert wird, geht den Staat nichts an.

    “Genau das haben die Leute satt, die ewige Symbolpolitik, vom “Deutschtest” bis zum “Integrationsvertrag” ”

    Quelle?

  • Axel Mylius said:

    Also ich kann die Hälfte aller Schweitzer verstehen: Wenn sich zu deren Armut und tiefer Frömmigkeit nun noch der “islamistische Terror” in Form eines Minaretts gesellt, von dessen Spitze “die Islamisten” mit Maschinenpistolen auf die Eidgenossen schiessen … ja dann muß dagegen etwas unternommen werden!!

    Schließlich handelt es sich ja um keine “gefühlte Bedrohung”, sondern um offenen Terrorismus – und dies in jeder kleinen Schweitzer Gemeinde, wo seit Jahren der “islamistische Untergrund” tobt!! *rofl* ;)

    Und dieser Protest! – Endlich verbünden sich einige Eidgenossen mit deutschen Volksgenossen!

  • Axel Mylius said:

    Ein Hitler-Freak und sein “Islam-Protest”

    hxxp://www.npd.de/html/714/artikel/detail/1057/

    http://www.aida-archiv.de/index.php?Itemid=151&id=1277&option=com_content&task=view

    Aber was wäre schon Anderes zu erwarten gewesen: von diesem Nazi-Molloch aus NPD und BIA, jenem Konglomerat aus einer Partei die Pleite sei – und “Konservativen”, die es sich wahrscheinlich immer ganz energisch verbitten würden, wenn man sie in Verbindung mit Nazis bringt..

    Und wie schnell doch da wieder “die Schuldigen” von der NPD ausgemacht werden: Die “rot-grün-schwullesbische Stadtratsmehrheit”! – Sind da, tuschel, tuschel, auch “Neger” und Juden dabei!? *ängstlich umschau* ;)

    Übrigens schreibt man Schweitz Schweiz … *öhm* *lol* ;)

  • sogenannter Christdemokrat al Laschet said:

    “Armin Laschet: Glücklicherweise ist unsere Verfassung ja klüger und lässt keine Volksabstimmung auf Bundesebene zu,..”

    Mann was ist der Mann krank von der CDU. Glücklicherweise bin ich klüger erkenne das System der BRD einfach nicht als demokratischen Rechtsstaat an, wenn noch nicht mal ein Plebiscet auf nationaler Ebene gestattet wird.

    Und das alles gegen ein kleines Land, welches weder schuldig wurde durch Nationalsozialismus noch durch Stalinismus, sondern zu den Urvätern der Demokratie aus drei Sprachgebieten gehört.

  • neuer Leser said:

    Über die Fehler und Versäumnisse in der Einwanderungs- und Intergrationspolitik kann man ewig streiten, wobei ich davon Ausgehe, dass 99,9% aller (medial) beteiligten Diskutanten sich noch nie ernsthaft, d.h. tiefergehend und auch mal längerfristig mit dieser hochkomplexen Thematik befasst haben, dennoch aber für sich in Anspruch nehmen, bescheid zu wissen.

    Die “Debatten” über die Einwanderungs- und Integrationspolitik werden nicht durch empirisch gesicherte Fakten und sonstige sozialwissenschaftliche Untersuchungen bestimmt – diese verlassen den akademischen Elfenbeinturm kaum oder verschwinden nach einer Weile in den Aktenschränken irgendwelcher Ministerien -, sondern durch Vorurteile, Stereotypen und Klischees, durch die Anhnugslosigkeit der allermeisten Diskutanten, gegenseitigen Vorwürfen und Anschuldigungen und Angstmacherei, und dass nicht nur in Deutschland oder in der Schweiz.

    Wenn in den Nachrichtensendungen der ÖR oder bei RTLaktuell über Zuwanderung und/oder Intergration berichtet wird, dann erscheint im Hintergrund ein Bild, auf dem in aller Regel Frauen in Kopftüchern und ggf. mit Kinderwagen oder Schwarze abgebildet sind.
    Daran wird mehr als deutlich, wie “WIR” Einwanderung und Intergration sehen und wen “WIR” damit hauptsächlich oder, schlimmer noch, auschschließlich assozieren. Zuwanderung und Intergration brauchen ein “Gesicht”, und das geben “WIR” ihnen in Gestalt von Muslimen und Menschen mit dunkler(er) Hautfarbe im Allgemeinen.

    Wer kann also ernsthaft behaupten, dass unserer auf Effekthascherei konditionierten und zu Massenpsychosen neigenden Massengesellschaft ein sachlicher und vorurteils- und klischeefreier Diskurs über diese Thematik gelingt, wenn offensichtlich nicht einmal die Nachrichtenredaktionen sich von bestimmten negativen menschlichen Neigungen frei machen können?
    Ich habe da meine Zweifel.

    Wer Minarette verbietet, fördert geradezu die Desintegration und Abkoppelung von Muslimen von der “Leitgesellschaft”, selbst jener säkularen, die sonst keinen Fuß in eine Moschee setzen und die “Integration” längst “vollzogen” haben.

    Ansonsten gilt Brecht nach wie vor: “Erst kommt das Fressen, dann die Moral”, d.h. kulturelle und ethnische Desintergration hat in aller Regel sozioökonomische und politisch-rechtliche (z.B. Verwehrung bestimmer Rechte für Minderheiten) Ursachen.

  • neuer Leser said:

    Es heißt natürlich Integration und nicht Inte(r)gration…sorry :-)

  • jojo said:

    zum Thema SVP in Konkret:

    http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=a2

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