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NPD-Fraktion steht offenbar zu Bandido Roßmüller

07. März 2010 21:21 1,200 mal gelesen 6 Kommentare

Die NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag hat auf Medienberichte über ihren Mitarbeiter Sascha Roßmüller reagiert – und seine Mitgliedschaft bei den Bandidos nicht dementiert. Fraktionschef Holger Apfel sagte gegenüber der rechtsextremen Seite Gesamtrechts, “Kamerad Roßmüller” werde von vielen Abgeordneten und Mitarbeitern für seine “politische Kompetenz sehr geschätzt”. Und auch an seiner persönlichen Integrität bestünden “keine Zweifel”, so Apfel.

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NPD-Funktionär Sascha Roßmüller (Foto: Marek Peters)

Roßmüller habe gegenüber der NPD-Fraktion erklärt, er sei in keine “kriminellen Angelegenheiten” verwickelt. Solange er sich nicht in irgendeiner Form persönlich etwas zuschulden kommen lasse, sehe die NPD-Fraktion keinen Grund, “über das vom bayerischen Innenminister im Zusammenspiel mit den Systemmedien hingehaltene Stöckchen zu springen”. Man wolle einen “seit 20 Jahren im nationalen Lager engagiert kämpfenden Parteifreund” nicht “opfern”.

Laut Wikipedia wird der Bandidos MC wegen der “nachgewiesenen Nähe einzelner Mitglieder zur organisierten Kriminalität” in den Verfassungsschutzberichten derjenigen Bundesländer aufgeführt, in denen die Verfassungsschutzbehörde die organisierte Kriminalität beobachtet. Außerdem fanden die Bandidos demnach im Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 2006 deswegen Erwähnung, weil sie ihr früheres Clubhaus in Mannheim-Rheinau im Frühjahr 2005 für insgesamt acht rechtsextreme Skinhead-Konzerte vermietet hatten.

Vietnam-Veteranen gründeten den MC

Immerhin, könnte man als NPD-Anhänger nun sagen. Allerdings bleibt weiterhin offen, was solche Motorradclubs eigentlich mit dem von der NPD und anderen Neonazis stets propagierten deutschen Volks- und Brauchtum zu tun haben. Sonst stänkert die NPD doch gerne gegen alles, was westlich von Castrop-Rauxel kommt. Zu den Bandidos heißt es bei Wikipedia weiter:

Die Bandidos sind ein Motorradclub und wurden 1966 in Houston, Texas durch Donald Eugene Chambers gegründet. Chambers wählte einen mexikanischen Banditen („Bandido“) mit großer Machete und einer Pistole als Aufnäher (Center Patch) für die Farben des Clubs. Die gewählten Farben rot und gold werden auf die Insignien der US Marines zurückgeführt, deren Vietnam-Veteranen den Club einst gründeten.

Nanana, Herr Apfel! USA? Vietnam-Veteranen?? Mexikanische Banditen??? Gibt es nicht vielleicht auch noch irgendeinen Club, der in Israel von den Ritchie-Boys gegründet wurde und sein Logo einer polnischen Autoschieberbande gewidmet hat? Das wäre doch was für die NPD in Sachsen, oder?

Siehe auch: NPD goes Rockergang, NPD-Kader Roßmüller angeblich in Rockergang aktiv

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