“Deutschenfeindlichkeit”: Schröders “rechter Aktionismus”
Familienministerin Kristina Schröder hat in den vergangenen Wochen mehrmals vor angeblich verbreiteter “Deutschenfeindlichkeit” gewarnt. In einer Antwort auf Fragen der Grünen, auf welche Erkenntnisse/Studien sie sich dabei stüze, verweist das Familienministerium auf eine Tagung der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft am 2. Oktober 2010 sowie eine im Juni 2010 veröffentlichte Studie von Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN). Ob dies allerdings als Basis für ernstzunehmende Warnungen reicht, darf bezweifelt werden, denn die beiden GEW-Mitglieder Yasemin Shooman und Evelin Lubig-Fohsel schrieben in einem Beitrag „Unter Kartoffeln“ für die taz von 07. Oktober 2010:
“Die Klage von Lehrern darüber war denn auch der Aufhänger einer Tagung, die die Berliner GEW am vergangenen Samstag ausgerichtet hatte. An deren Ende waren sich die meisten Teilnehmer einig: Der Begriff “Deutschenfeindlichkeit” taugt nicht zur Analyse der vorhandenen Konflikte.”
Bereits vor drei Jahren hatte sich Schröder bei ihren Warnungen vor einer angeblichen “Deutschenfeindlichkeit” auf Studien des Kriminologen Christian Pfeiffer gestützt. Der wies dies allerdings in einem Panoramabeitrag als “Missbrauch unserer Thesen” zurück. Auch jetzt sagte er gegenüber FTD.de zu der aktuellen Studie des KFN: “Eine generelle Deutschenfeindlichkeit gibt es nicht.”
Sven-Christian Kindler, Grüner Bundestagsabgeordneter, betonte gegenüber NPD-BLOG.INFO, Ministerin Schröder betreibe “rechten Aktionismus”. Es sei eine “Phantomdebatte”, es gebe keine sogenannte „Deutschenfeindlichkeit“. Es finde zudem eine Täter-Opfer-Umkehr statt, um von der aktuellen rassistischen Debatte abzulenken. “Angehörige der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft sind keinem strukturellen Rassismus ausgesetzt – das Gegenteil ist der Fall, indem Menschen mit Migrationsgeschichte und nicht-weiße Deutsche im Bildungssystem und am Arbeitsmarkt strukturell diskriminiert werden, betonte Kindler.
Erfolgreiche Projekte “platt” gemacht
Statt einer rassistischen und fehlgeleiteten „Integrationsdebatte“ brauche man “echte Teilhabe” und Chancengleichheit für Menschen mit Migrationsgeschichte, forderte Kindler. Er kritisierte zudem, aktuell zeige sich wieder die unsoziale Politik der schwarz-gelben Koalition: Schwarz-gelb habe am 11. November fast ein Drittel der Mittel für die Integration benachteiligter Jugendlicher in die Freiwilligendienste beim Etat des BMFSFJ gekürzt. Hierfür stehen jetzt nur noch 1,4 Mio. Euro statt wie ursprünglich vorgesehen 2 Mio. Euro zur Verfügung. Auch beim Programm „Soziale Stadt“ habe schwarz-gelb massiv gekürzt. Das Programm werde damit “platt gemacht”. Zusätzlich solle das Programm “weit überwiegend” auf die investiven Maßnahmen konzentriert werden. Damit zerstöre schwarz-gelb den erfolgreichen integrativen Ansatz des Programms Soziale Stadt. Obwohl gerade hier, auf lokaler Ebene die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte in Problemquartieren besonders erfolgreich verlaufe, wie Kindler hervorhebt. Die Soziale Stadt schaffte die Verzahnung von Sozialarbeit, Jugendarbeit, Integration von Zuwanderern, Schulentwicklung, lokale Ökonomie, Beschäftigung und die Aktivierung der Zivilgesellschaft. “Aus dieser Beteiligungspolitik lernen insbesondere Kinder und Jugendliche sich aktiv in die Gesellschaft zu integrieren und lernen ihr Wohnumfeld und ihren Lebensraum aktiv mitzugestalten”, sagte Kindler. Dies habe Schwarz-Gelb nun “beerdigt”.


Lieber Herr Gensing!
Ich lese ja ihre Seite regelmäßig und finde sie wichtig und gut.
Aber ein Defizit findet sich immer wieder:
Rassismus gibt es von jeder Gruppe gegen jede andere.
Türkische und arabische Schüler in der Mehrheit mobben, schlagen und treten. Warum schauen Sie da weg?
Der Tagesspiegel schreibt aktuell:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/das-fliehende-klassenzimmer/2134458.html
Es gibt genügend Fernsehberichte aus Essen-Karnap, aus Neukölln.
Judenhass bei facebook findet doch zu 95% bei türkischen udn arabischen Machos statt. das kann man doch nicht einfach negieren!
[...] Der entscheidende Satz Veröffentlicht in Antifaschismus, Antirassismus von momorulez am November 12, 2010 “Es finde zudem eine Täter-Opfer-Umkehr statt, um von der aktuellen rassistischen Debatte abz… [...]
Der Begriff “rechter Aktionismus” ist bei Frau Schröder längst nicht neu. Sie stammt aus der als “schwarz-braun” bekannten südhessischen CDU und hat die beiden zutiefst ausländerfeindlichen und hasserfüllten Wahlkämpfe von Roland Koch unterstützt. Wer sich dort hochgedient hat, der ist der Ansicht von der Gleichheit aller Menschen völlig unverdächtig. Die Frage ist, wer hier wirklich ein Bekenntnis zu demokratischen Werte unterschreiben sollte. Nicht ohne Grund hatte die NPD in maßloser Selbstüberschätzung ausgerechnet in Hessen der CDU bereits Koalitionsangebote gemacht – wenn man nicht an der Ein-Prozent-Hürde gescheitert wäre. Das wäre aber bei einer weltoffenen Großstadt-CDU woanders vollkommen undenkbar gewesen.
Hier finden wir nun alten Wein in neuen Schläuchen wieder.
Lieber Daniel!
Zunächst danke für Ihr Interesse an NPD-BLOG.INFO.
Zu Ihrem Kommentar: Antisemitismus in Migranten-Communities ist zweifelsohne ein Problem, welches auf NPD-BLOG.INFO bereits mehrfach thematisiert wurde. Hier ist aber von Deutschenfeindlichkeit die Rede, von einem speziellen Hass gegen deutsche Juden war bei Schröder nicht die Rede.
Zudem zitiere ich Herrn Kindler, der sagt, es handele sich um eine Phantomdiskussion. Ich pflichte ihm dabei allerdings weitestgehend bei. Ich denke, dass es selbstverständlich auch Mobbing gegen deutsche Schüler gibt, ob es sich dabei aber um “Deutschenfeindlichkeit” handelt, erscheint nach allem, was ich dazu bislang finden konnte, eher unwahrscheinlich – oder zumindest höchst umstritten (siehe GEW und Pfeiffer).
Frau Schröder geht mit diesem Thema aber bereits seit Jahren hausieren. Als “einfache” Abgeordnete war dies noch nicht so dramatisch, mittlerweile ist sie aber Ministerin – und trägt entsprechend Verantwortung. Mit den vorgelegten Quellen für ihre Warnungen lässt sie nicht den Eindruck entstehen, sie lege auf fundierte Untersuchungen gesteigerten Wert, bevor sie an die Öffentlichkeit tritt, um sich möglicherweise zu profilieren. Dies ist in meinen Augen höchst kritikwürdig und keine Basis für eine vernünftige Politik, welche daran orientiert ist, Probleme realistisch einzuschätzen und konstruktiv zu lösen.
Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Antwort des Familienministeriums auf die Frage der Grünen, was Frau Schröder denn gegen die angebliche “Deutschenfeindlichkeit” unternehmen will. Hier kommen keine konkreten Ideen – wie will man auch einem Phänomen begegnen, welches es Fachleuten zufolge gar nicht gibt?
Im Übrigen bewege ich mich seit Jahrzehnten in Großstädten – und zwar bevorzugt in sogenannten “Problemvierteln” – und ich habe noch nicht einen einzigen Fall von “Deutschenfeindlichkeit” erlebt. Auch Bekannte von mir, die in Schulen arbeiten, welche eigentlich Hort der “Deutschenfeindlichkeit” sein müssten, konnten mir keine entsprechenden Erlebnisse schildern.
Ich erwarte von einer Ministerin, belastbare Quellen für Ihre Aussagen vorlegen zu können. Aber bei der “Integrationsverweigerer”-Debatte war es genauso; der Innenminister erzählt was von 15 Prozent Verweigerern – und startet dann schnell eine Umfrage in den Ländern, um überhaupt Material vorliegen zu haben. Verantwortungslos.
Mit freundlichen Grüßen
Patrick Gensing
Lieber Daniel,
Herr Gensing zitiert soweit ich verstanden habe, den Herrn Kindler von den Grünen. Ich selber habe noch keine Deutschlandfeindlichkeit am eigenen Leib erfahren und kann nicht beurteilen, wie es in den Schulen wirklich aussieht.
Ich bin aber der festen Überzeugung, dass am Ende alle mehr davon hätten, wenn man die sozialen Probleme, die wir mittlerweile haben angeht, anstatt über Deutschlandfeindlichkeit zu reden. Die Perspektivlosigkeit, die man einigen Jungendlichen anmerkt ist das Problem – und diese zieht sich durch alle Religionen und immer mehr Einkommensschichten.
Was sind arabische Machos?? Gibt es auch arische Machos?!
Deutschlandfeindlichkeit: Das 88-Minuten-Pfeiffkonzert von türkischen Fans (die meisten wohl mit deutschen Pass) gegen Mesut Özil, den Verräter….
Deutschenfeindlichkeit:
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1449346/Polizei-spricht-von-Versklavung-von-Mitschuelern.html
Arabische Machos auf der Arierspur:
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/25-2-finden-Hitler-gut/6467082
Türkische Nazis denunzieren alle Reformer und Liberalen als Juden
http://www.youtube.com/watch?v=mfn_MO2xleE
Migranten prügeln auf Migrantenfreunde
http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Nach-Pruegelei-nicht-laenger-wegschauen-150819264
Zitat “Sven-Christian Kindler, Grüner Bundestagsabgeordneter, betonte … Es sei eine “Phantomdebatte”, …es gebe keine sogenannte „Deutschenfeindlichkeit“…. Es finde zudem eine Täter-Opfer-Umkehr statt,”
und nun der Gipfel der Unverschämtkeit
Zitat”…um von der aktuellen rassistischen Debatte abzulenken.”
Herrlich diese Grünen Realitätsverweigerer…
So, und nun mal zurück zur Realität.
Man kann doch im Momemt keine Zeitung aufschlagen, kein Politik-Magazin anschauen, in der nicht ein Vorzeige-Migrant mit positiven Eigenschaften, gutem Lebenslauf (die es natürlich gibt) vorgeführt wird.
Es läuft im Moment eine massive Medienprogaganda um von den z.b. von Hr. Sarrazin oder Fr. Schröder aufgezeigten Realitäten abzulenken.
PS: Die Lebensläufe dieser Vorzeige-Migranten widerlegen übrigens auch schön die These von der angeblichen “strukturellen Diskriminierung”.
Quasi klassisches Eigentor, hat bei den Presse/Fernseh-Leuten so recht aber noch niemand verstanden.
“Ich denke, dass es selbstverständlich auch Mobbing gegen deutsche Schüler gibt, ob es sich dabei aber um “Deutschenfeindlichkeit” handelt, erscheint nach allem, was ich dazu bislang finden konnte, eher unwahrscheinlich – oder zumindest höchst umstritten (siehe GEW und Pfeiffer).”
Ja, Herr Gensig. Ich sehe es übrigens auch bei anderen Dingen so, Bsp. folgend: natürlich gibt es Mobbing gegen ausländische Schüler, ob es sich dabei aber um “Fremdenfeindlichkeit” handelt, erscheint mir aber ziemlich hoch gegriffen – aber da rede ich ja mit dem Falschen drüber, denn Sie gehen ja schon seit Jahren mit diesem Thema hausieren (siehe: NPD-Blog.info).
Sehr geehrter Daniel,
Ihre Beispiele zeigen eindrücklich – Nationalismus und rechtsextreme Einstellungen sind halt Mist – ob nun von Deutschen, Türken oder Mars-Bewohnern geäußert. Was das aber genau mit “Deutschenfeindlichkeit” zu tun haben soll, bleibt weiterhin offen.
Beispiel Özil: Er wurde nicht ausgepfiffen, weil er für Deutschland spielt, sondern weil er NICHT für die Türkei spielt. Beide Motive sind selbstverständlich schwachsinnig – aber wie gesagt: Eine “Deutschenfeindlichkeit” kann ich da nicht rauslesen.
Zudem haben Zehntausende türkischstämmige Leute erst bei der jüngsten WM gezeigt, dass sie Deutschland supporten (ein paar von den Jungs sind mir bei einer öffentlichen Jubelfeier nach dem England-Spiel sogar mit ihrer BMW-Proll-Schüssel sogar über den Fuß gefahren…) Vielleicht ein deutschenfeindlicher Anschlag? ;-)
@Frederik: Lustig. Aber auch hier kommt es auf die Motivation an. Wird ein schwarzer Junge gemieden, weil er seinen Schulkameraden regelmäßig die Wurststullen klaut, ist das kein Rassismus. Wird er gemieden, weil er schwarz ist, handelt es sich um Rassismus. Genauso verhält es sich bei der angeblichen “Deutschenfeindlichkeit” – und da kamen GEW sowie Pfeiffer eben zu den oben geschilderten Ergebnissen. Ob Ihnen das nun passt oder nicht ist dabei nachrangig.
Gruß
Patrick Gensing
Klingt mir sehr nach “Wortergreifungsstrategie”, dieser Kommentarbeitrag des Herrn “Daniel”. Klassisches Muster: erst Distanzierung, dann rechte Keule, dazu ein Paar Links um das alles zu untermauern.
Hermann, dass Sarrazin und Frau Schröder Realitäten ansprechen, kann man wirklich nicht behaupten. Dabei erwähnen Sie sie trotzdem zurecht gemeinsam:
Beide haben (auch nach Ansicht von Fachleuten) fachlich keine Ahnung, von was sie reden. Sarrazin gibt immerhin zu, kein Experte zu sein.
Beide haben keine Fakten, die bei korrekter Deutung ihre Thesen unterstützen.
Beide entwickeln auf der Basis diffuser ausländerfeindlicher Ängste in der Bevölkerung eine Front gegen bestimmte Minderheiten. Das folgt in einigen Aspekten dem alten Modell des Sündenbocks, auch wenn hier noch niemand nach Strafe ruft.
Beide sehen rassistische Gespenster, wo eigentlich die Frage nach sozialen Ursachen gestellt werden müsste.
Beide übernehmen klassische Begriffe und Argumentationsmuster von Rechtsradikalen. Kämen solche Töne von der NPD, würden sie zurecht öffentlich verurteilt und als unsachlich entblößt.
Beide nutzen billigen oberflächlichen Populismus, um sich in der Öffentlichkeit darzustellen und der gefühlten “Volksmeinung” anzubiedern.
Beide bekleiden öffentliche Ämter, die ihnen überhaupt erst diese Aufmerksamkeit ermöglicht.
Sehr geehrter Herr Gensing,
dass es zu einem Thema keine oder kaum belastbare Untersuchungen gibt, bedeutet nicht, dass dieses Phänomen nicht existieren würde.
Es bedeutet lediglich, dass dieses Thema von den Damen und Herren Soziologen bislang nicht beachtet wurde und erlaubt weder einen Schluss in die eine, noch in die andere Richtung.
Es ist mir jedenfalls ein Rätsel wie Herr Kindler von den Grünen zu dem Schluss kommt, dass es keine “so genannte Deutschenfeindlichkeit” gäbe und dies zum “Phantom” erklärt, ohne irgendwelche Quellen oder Argumente zu nennen. Da befindet er sich dann ja mit der guten Frau Ministerin, die Sie für die mangelnde Belastbarkeit ihrer Aussagen kritisieren, auf argumentativer Augenhöhe.
Und wenn der gute Mann dann auch noch von einer “Täter-Opfer-Umkehr” fabuliert und damit aussagt, dass der Junge, der von seinen Mitschülern als “Scheiß Kartoffel” beschimpft und geschlagen wird (jaja ein “soziales Problem”), eigentlich “Täter” an seinen Mitschülern ist, weil er der weißen Mehrheitsgesellschaft angehört, dann überschreitet er eine Grenze.
Aber wo wir uns ja schon auf der höchst sachlichen Ebene des “persönlichen Erlebens” in 1. (Sie im Problembezirk) und 2. Person (Ihre Lehrerfreunde) bewegen: Hin und wieder einen Döner in Kreuzberg zu verputzen, taugt genauso wenig zur Erfassung des Sachverhalts, wie die Diskussion mit Lehrern an Realschulen und Gymnasien in Kartoffel-Gegenden. Wenn man das Problem wirklich erfassen wollte, müsste man sich schon mal dazu herablassen, mit den Cindys und Kevins aus Neukölln, Marxloh oder Kalk persönlich zu reden.
Es würde mich schwer wundern, wenn Sie das schon einmal getan hätten.
Viele Grüße
Markus Hoffmann
[...] den Beitrag weiterlesen: NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » “Deutschenfeindlichkeit”: Schröders … AKPC_IDS += "28597,";Popularity: unranked [?]SHARETHIS.addEntry({ title: "NPD-BLOG.INFO » Blog [...]
@Daniel
Das war ja nun die volle “Breitseite”: Die “Berliner Morgenpost”, der Youtube-Channel eines Kemalisten, die “Ost Thüringische Zeitung” mit ihrer Mitteilung zum offensichtlichen “Ausländer-Chaos” in Weimar (ein übrigens sehr, sehr fragwürdiger Bericht), und “oe24″ aus Österreich. – Eine sehr krampfhafte Mischung, die ja nun wohl den vollen Überblick zur schier aussichtslosen Lage zeigt … ;)
@Hermann
Jene “Medienkampagne” ist auch sehr anzuraten, um vom Sarrazin und Frau Köhler “abzulenken”. – Es wäre für Deutschland nur peinlich, wenn “neue Impulse” von einem Sarrazin und einer jungen Ministerin ausgehen würden, wo es der Eine mit “den Genen” hat, und die Andere sich von ihrem Staatssekretärs-Mann aus dem Innenministerium zu Begriffsdefinitionen soufflieren lassen muss, während sie als “Weibchen” vor den Medien posiert und gleichzeitig eine Anti-Feminismus-Debatte vom Zaune bricht… (was übrigens, bzgl. Frau Köhler, meine subjektive Ansicht als deutscher Macho ist ;) )
Und noch Etwas, Hermann: Ich finde diese Flosskel “Realitätsverweigerer” genauso amüsant, wie das sich eingeschliffene sog. “Gutmenschentum”. – Jene besorgt wirkenden “Definitionen” kommen immer aus den gleichen Mündern, und es gibt zu ihnen in keiner anderen Sprache ein Pendant. – Schon seltsam …
ooops, da hab` ich doch wirklich ein *lol* vergessen … *grööööl* ;)
@Hermann: Ne, schon klar. Die Grünen Realitätsverweigerer erkennen eine rassistische Debatte und Du hast den wirklichen Blick auf die “Realität” und durchschaust die miese Propaganda der Presse, da, wenn es einen Türken gibt, aus dem was geworden ist, es ja keine Diskriminierung geben kann. Und weil es Frau Schröder gibt, die ja Ministerin werden konnte, kann es nicht sein, dass Frauen in Deutschland durchschnittlich 25% weniger verdienen als Männer?
Ich bin kein Grünen-Fan, aber Kindler hat recht. Die Darstellung von Ausländern und Hartz-Empfängern in den deutschen Medien ist nicht mehr sonderlich weit von der “Asozialen”-Propaganda des Dritten Reichs entfernt. Nur statt offener Hetze gegen Bevölkerungsgruppen wird heute von den Medien eine Realität erzeugt, die dann mit pseudo-wissenschaftlichen Theoremen “interpretiert” wird. Ob man da Sarrazin nimmt, der Statistiken, welche die strukturelle Diskriminierung von Ausländern belegen, umdreht und den Migranten die Schuld an der Diskriminierung gibt (die gleichen Statistiken gibt es für Arbeiter- und Landkinder) und dann die Würde des Menschen am Nutzen für die Gesellschaft festmacht. Oder RTL und RTL II, die mit ihren “Reality”-Formaten den Eindruck erwecken, alle Hartzler seien arbeitsscheues Pack, die ihre Kinder verwahrlosen ließen. Oder auch die “Polit”-Sendungen, die beim Thema Hartz den immergleichen Arbeitslosen vorführen, der seine kruden Thesen zur Arbeitsverweigerung vorträgt.
Die Medien haben inzwischen die diffusen Ängste der Bevölkerung aufgenommen und katalysiert, sodass es in Deutschland wieder möglich geworden ist, Migranten als Scheiß-Ausländer und Hartz-Empfänger als Schmarotzer zu bezeichnen.
Herzlichen Glückwunsch dazu, dass Du die Realität so durchschaust, dass Du Dich in der Art und Weise verarschen lässt.
(Und nein, ich bin der Meinung, dass es Probleme gibt. Aber durch das Aufeinanderhetzen von Bevölkerungsgruppen werden sich diese nicht lösen lassen, sondern sich nur verschlimmern. Die Idiotenquote unter Migranten halte ich für etwa genauso hoch wie die unter Deutschen.)
Jetzt hab ich noch garnix zu Frau Schröder gesagt…
Sehr geehrter Herr Hoffmann,
es gibt Untersuchungen, siehe Pfeiffer. Die kommen aber zu einem Ergebnis, welches Ihnen offenbar nicht passt.
Sie bedienen sich eines klassichen Elements der Verschwörungstheorien. Dass es kein Argument für eine Behauptung gibt, wird als Beweis für die Richtigkeit selbiger interpretiert, da “die” Wissenschaft, Medien, Politik dieses Thema angeblich totschweigen. Das ist keine Basis, auf der man argumentieren kann. Sie disqualifizieren sich damit selbst.
Wenn Sie meinen Kommentar noch einmal lesen, werden Sie feststellen, dass ich von Lehrern schrieb, die in Schulen unterrichten, die eigentlich “Hort der Deutschenfeindlichkeit” sein müssten. Schon einmal etwas von Hamburg-Wilhelmsburg gehört? Und von Hamburg-St. Pauli – ein Stadtteil, in dem ich rund 15 Jahre gelebt und über mehrere Jahre bei einer Sozialstation gearbeitet habe – und zwar bevor er schick wurde – und die Migranten durch hohe Mieten verdängt wurden? Also erzählen Sie mir nichts über Problemstadtteile, nur weil Sie meinen, Sie wüssten aus Fernsehberichten alles über Neukölln, ein Stadtteil, der dermaßen überrepräsentiert ist in der Berichterstattung, dass sich die Kollegen schämen sollten, wenn man nicht mal eine andere Idee für einen Artikel oder Film findet. Berlin ist so untypisch für den Rest von Deutschland, ein schlechteres Beispiel findet sich eigentlich kaum noch.
Unterstellungen, unbelegte Behauptungen, Instrumente aus dem Baukasten der Verschwörungstheoretiker – ist das schon alles?
Gruß
Patrick Gensing
PS: Eine Sache möchte ich noch loswerden, wegen Problemstadtteil und so. Das größte Problem im Stadtteil St. Pauli war/ist für viele Anwohner übrigens nicht eine angebliche “Deutschenfeindlichkeit” – sondern viel mehr Tausende von Vorstädter, die am Wochenende einfallen, um die Sau rauszulassen, die in Hauseingänge und Gärten pissen und kotzen, auf Spielplätzen randalieren und mal alles das machen, was sie sich zu Hause – in ihrem jeweiligen langweiligen Kaff – wegen der Sozialkontrolle nicht trauen. Und das sind mitunter genau die Leute, die unter der Woche erzählen, wie schlimm es in Problemstadtteilen zugeht.
Sehr geehrter Herr Gensing,
wenn sich jemand selbst disqualifiziert, dann sind Sie das durch Ihr haltloses argumentam ad hominem, ich würde verschwörungstheoretisch argumentieren.
Nochmal zum Mitschreiben: Ich stellte fest, dass es keine/kaum (mit Bedacht gewählte Formulierung) Untersuchungen zum Thema gibt. Das lässt darauf schließen, dass beide Streitparteien gezwungenermaßen mangels Material fernab wissenschaftlicher Erkenntnisse argumentieren.
Ein Makel, den Sie der Frau Ministerin ankreiden, während Sie ihn Ihrem grünen Genossen munter durchgehen lassen.
Zur KFN-Studie Pfeiffers: Haben Sie diese überhaupt gelesen? Pfeiffer und seine Kollegen werten zum Problemkomplex “Feindseligkeit ggü. Deutschen” auf knapp 3 von 300 Seiten eine einzige Frage aus. (“Würden Sie als Angehöriger der Ethnie XY gern neben einem Angehörigen der Ethnie XY wohnen?”) Das mag vieles sein, ist aber mit Sicherheit keine ernstzunehmende Studie zu einem komplexen gesellschaftlichen Problem.
Die Frage ist recht beliebt zur Messung xenophober Einstellungen und lässt vermutlich auch einen Rückschluss auf die Wahrnehmung besagter Fremder als Störfaktor zu. Ob jedoch deren Kultur und Lebensweise respektiert und akzeptiert werden, steht auf einem völlig anderen Blatt.
Aber Sie schrieben ja StudiEN im Plural. Dann können Sie ja an dieser Stelle berichten, was es da sonst noch so gibt! Ich bin gespannt.
Ihre Geschichten von den bösen Vorstadtjugendlichen, die die Frechheit besitzen in Hamburger Kneipenvierteln ihr Geld zu lassen und dabei ein Verhalten zeigen, wie man es von Besoffenen kennt, mögen ja an ihrem linken Antigentrifizierungsstammtisch Eindruck schinden. Zur Debatte tragen sie allerdings nichts bei.
Woher Sie die Erkenntnis haben, dass Berlin so vollkommen anders wäre, als der Rest Republik, bleibt leider offen. Ich halte es zwar für Wunschdenken, kann aber als Berliner im Sinne aller Deutschen nur hoffen, dass Sie damit Recht haben.
Viele Grüße
Markus Hoffmann
Sehr geehrter Herr Hoffmann,
Sie bleiben ungenau, ich schrub nicht über Leute, die ein Bier trinken gehen (und dafür unverschänterweise Geld bezahlen müssen), sondern über kotzende Gestalten, die jedes Wochenende zu Tausenden durch die Straßen ziehen und Anwohner belästigen. Aber dies ist nur ein Nebenaspekt, mit dem ich verdeutlichen wollte, welchen Stellenwert andere Probleme haben – neben solchen “gewichtigen” Problemen wie der “Deutschenfeindlichkeit”.
Zu der Pfeiffer-Studie: Sie belegen mit Ihren Ausführungen nachvollziehbar, auf wie dünnem Eis sich Frau Schröder bewegt, wenn sie sich auf diese Studie beruft. Danke dafür. Knapp drei von 300 Seiten – und dann noch eine, nennen wir es mal, freie Interpretation der Ergebnisse. Nur zur Erinnerung: Wir reden hier über eine Antwort eines Bundesministeriums. Herr Pfeiffer hatte sich schon einmal gegen einen Missbrauch seiner Ergebnisse ausgesprochen, siehe Panorama-Beitrag.
Weiterhin gebe ich Ihnen eine Sache gerne noch einmal schriftlich: Wer argumentiert, für eine Behauptung gibt es keine wissenschaftliche Beweise – und daher ist die These wahrscheinlich richtig, der argumentiert so, wie es aus Verschwörungstheorien bekannt ist.
Ich habe für meine Berlin-These übrigens keine wissenschaftlichen Belege vorliegen. Aber es erscheint mir logisch, dass eine Stadt, die aus Ost- und Westteil zusammenwächst, welche weit mehr als drei Millionen Einwohner hat, die Hauptstadt und Bundesland ist, welche international als “sexy” gilt, welche teilweise drastisch verarmt ist und in der vollkommen gegensätzliche Lebensbiographien aufeinander prallen, also dass eine solche Metropole auf andere Herausforderungen trifft und Lösungen benötigt, als Würzburg, Flensburg oder Halberstadt. Wahrscheinlich gibt es dazu X Studien, sollte dies nicht der Fall sein, würde ich diesen Umstand dennoch nicht als Beleg für meine Behauptung anführen.
Gruß
Patrick Gensing
@19 (markus hoffmann):
sie haben da etwas falsch verstanden. ein argumentum ad hominem ist gerade nicht eine aussage über das verhalten eines diskussionspartners, sondern über seine person. gensing schreibt gerade nicht, dass sie ein verschwörungstheoretiker seien, sondern dass sie argumentierten wie einer. das schreiben sie doch selber in ihrem kommentar.
das etikett “ad hominem” ist hier falsch und ändert nichts an gensings argumentum ad rem, zu dem sie außer vorwürfen zu gensings diskussionsverhalten nichts vorbringen.
schlagen sie die fremdworte noch mal nach. da kann man viel lernen.
.~.
@Daniel
Scheinst kein Fußball fan zu sein, Rivalität im Stadion gehört dazu. Die Türken die Mesut ausgebuht haben, sind die selben die ihn wären der WM angefeuert haben.
Sehr geehrter Herr Gensing,
Frau Schröder (wie auch ihre Gegner) fischt tatsächlich im Trüben, wenn sie aus Pfeiffers Studie belastbare Aussagen bzgl. deutschfeindlicher Einstellungsmuster ableitet. Abgesehen von der erwähnten Nachbarschaftsfrage hat er darüber schlicht keine Aussagen getroffen. Das Zahlenmaterial, das er allerdings im Bereich deutschfeindlicher Übergriffe erschlossen hat, gibt keinerlei Grund zur Entwarnung. Wenn 7,6% der türkischen Jugendlichen angeben, schon einmal einen Deutschen geschlagen zu haben, weil (sic!) er Deutscher ist, dann gibt es ein Problem.
Warum sie das tun, ob aus Hass auf Deutsche oder weil diese schlicht als leichtere Opfer gelten, bleibt offen. Fakt ist jedoch, dass ein ethnischer Deutscher in Westdeutschland mehr als doppelt so hohe Chancen hat, wegen seiner Herkunft angegriffen zu werden, wie ein Migrant in Ostdeutschland.
Das ist die blanke Realität der Zahlen. Frau Schröder täte gut daran, ihre gewaltigen Ressourcen zu nutzen, dieses Problem einmal in angemessener Form analysieren zu lassen.
“Wer argumentiert, für eine Behauptung gibt es keine wissenschaftliche Beweise – und daher ist die These wahrscheinlich richtig, der argumentiert so, wie es aus Verschwörungstheorien bekannt ist.”
In der Tat. Nur habe ich genau das nicht getan. Im Gegenteil, ich schrieb: “Es [...] erlaubt weder einen Schluss in die eine, noch in die andere Richtung.”
Ihr Vorwurf ist daher haltlos.
___________________
@dot tilde dot
Was soll denn im Hinblick auf die Stichhaltigkeit einer Argumentation der Unterschied zwischen dem Vorwurf sein, jemand sei ein Verschwörungstheoretiker und dem jemand argumentiere wie einer? (Analog: “Sie sind ein Idiot!”/”Sie argumentieren wie ein Idiot!”)
Vielleicht sollten Sie einmal Ihren eigenen Rat beherzigen und sich Ihren eigenen Verweis noch einmal gründlich zu Gemüte führen?
Zitat Wikipedia:
“Mögliche Beispiele für das Argumentum ad personam:
* Man unterstellt der Person allgemein, dass ihr die Fähigkeit zum korrekten Argumentieren oder das Fachwissen dazu fehle, und folglich auch ihre Schlussfolgerungen ungültig seien.
Dies nimmt oft die Form von Beleidigungen („Idiot“, „Dummkopf“, „Amateur“) und Werturteilen über die Argumentation an („Schwachsinn“, „Geschwätz“, „naiv“, „Ausrede“, „Verschwörungstheorie“)”
Ein argumentum ad rem wäre es gewesen, meinen Aussagen Unlogik oder mangelnde Stichhaltigkeit nachzuweisen.
Was er unterlassen hat.
Viele Grüße
Markus Hoffmann
@ Alle
Schön, der Sarrazin hat ein Buch geschrieben und diese Frau ihre Sprüche abgelassen. Aussage beider nicht sonderlich neu.
Normalerweise bestenfalls ein paar Spalten in der Wochenend-Ausgabe.
Mir scheint viel interessanter, warum plötzlich in allen Medien für dieses Thema die Schleusen weit geöffnet sind.
Warum dieses Thema, und warum jetzt?
http://www.youtube.com/watch?v=sJHNd7wiqC8
Sehr geehrter Herr Hoffmann,
Sie lassen bei dem Zitieren der Studie bestimmte Ergebnisse aus. Da es nicht meine Aufgabe ist, Ihre ungenaue Argumentation ausführlich zu ergänzen und über jeden Stock zu springen, antworte ich aus Zeitgründen mit Links, hier ist nämlich alles dazu geschrieben. Einmal hier:
http://www.bildblog.de/23534/und-taeglich-gruesst-die-kfn-studie/
Und noch einmal zu meiner Aussage, rechtsextreme und nationalistische Einstellungen sind immer Mist, egal bei wem:
http://www.fr-online.de/politik/-gemobbt-wird-immer-die-minderheit-/-/1472596/4737276/-/view/asFirstTeaser/-/index.html
Ansonsten schließe ich mich Knarf Rellöm und seinen armen kleinen Deutschen an!
Gruß
Patrick Gensing
@Herr Hoffmann
Vielleicht können “wir” uns dahingehend einigen, dass die Studien jenes Herrn Pfeiffer grundsätzlich “Scheisse” sind, da ihre Ergebnisse sich offenbahr ständig nach der jeweiligen “Großwetterlage” richten …
Zum Einen sehe er “seine” Studien politisch missbraucht und verweist, dass es nicht so sei wie es Madame Schröder zu sehen wünscht – des Anderen entwirft er Bilder, zu denen Rechtsaußen jubiliert.
Ja wie nun?
Sehr geehrter Herr Gensing,
ein Zitat bringt stets die Notwendigkeit von Auslassungen mit sich, sonst wäre es kein Zitat, sondern eine Inhaltsangabe.
Die nicht begründete Behauptung einer ungenauen Argumentation ersetzt kein Argument. Aber das ist Ihnen sicherlich auch selbst klar.
Dass Sie nicht über das Stöckchen springen wollen, sich und anderen einzugestehen, dass die bösen Reaktionäre Recht haben könnten, ist für mich als ehemaligem Linken absolut nachvollziehbar. Zuviel Selbstreflektion und -kritik zerstört nur das schöne Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen und erschwert nicht zuletzt den Broterwerb.
Sie machen das schon ganz richtig.
________________
@Axel Mylius
Nein, darauf können wir uns nicht einigen. Die Ergebnisse von Studien dürfen sich nicht danach richten, wem sie in die Hände spielen könnten oder nicht. Wissenschaft sollte der Ergründung der Wahrheit dienen. Alles andere ist Politik.
Übrigens wenn Sie Prof. Pfeiffer rechte Meinungsmache vorwerfen wollen, dann täuschen Sie sich ganz gewaltig. Da reicht ein Blick in seine Biographie, um das zu erfassen.
Viele Grüße
Markus Hoffmann
Also ich mag dot tilde dot.
Ach, Herr Hoffmann,
leider war das Ausgelassene nicht ganz nebensächlich, aber das können Sie wahrscheinlich viel besser beurteilen, so als “ehemaliger Linker”. Und daher kommen weitere persönliche Unterstellungen, Ihre Diskussions”partner” wollten eben nicht die Realität erkennen – aus selbstsüchtigen Gründen.
Die moralische Überlegenheit, die Sie anderen andichten wollen, nehmen Sie damit für sich in Anspruch. Das ist die allseits bekannte “Gutmenschen”-Tour. Zudem erinnert mich dies stark an Argumentation, welche die Betonung der absoluten Richtigkeit, der wirklichen Wahrheit der eigenen Erkenntnisse mit der spöttischen Herabwürdigung der Andersdenkenden verknüpft (Gessenharter). Der Gegner ist eben nicht prinzipiell gleich und ebenbürtig, sondern erkenntnismäßig wie auch moralisch längst disqualifiziert. Eine Auseinandersetzung mit ihm müsse nur deshalb geführt werden, weil er (noch) faktisch herrsche und diese Herrschaft mit dem Totschlags-Mittel der „Political Corectness“ (PC) zu stabilisieren versuche.
Patrick Gensing
“An deren Ende waren sich die meisten Teilnehmer einig: Der Begriff “Deutschenfeindlichkeit” taugt nicht zur Analyse der vorhandenen Konflikte.”
Welchen Begriff man dafür verwendet, ist doch letztlich egal.
Fakt ist, daß es bei vielen Türken ein Rassismus-Problem gibt, das bislang unter den Teppich der politischen Korrektheit gekehrt wurde. Mittlerweile schlägt dieser Teppich aber schon derart große Wellen, daß man ihn selbst mit einer Dampfwalze nicht mehr flach bekommt.
Was also machen mit diesem Teppich?
@Patrick Gensing
Wie ich bereits sagte, habe ich allerhand Wesentliches ausgelassen. Das haben Zitate/Auszüge so an sich. Hätten Sie sich die Mühe gemacht, zu argumentieren, statt Behauptungen in den Raum zu stellen, hätten wir oder Dritte herausfinden können, ob das Ausgelassene meine Argumentation entkräften könnte.
Da Sie das nicht getan haben, erübrigt sich die Frage. Mein Schaden soll es nicht sein.
Ironischerweise nennt man das, was Sie unter Berufung auf Herrn Gessenharter als neurechtes Argumentationsmuster “entlarven” wollen, gemeinhin “Selbstbewusstsein” und “Sarkasmus”.
Mag sein, dass beides heute bei uns bösen Buben von der Neuen Rechten besonders ausgeprägt ist. Traurig stimmen würde mich das nicht.
Im Gegenteil.
Sarkasmus konnte ich bei Ihnen leider nicht entdecken, sondern einfach nur die üblichen Ablenkungsmanöver und Unterstellungen. Herr Hoffmann, aber Ihr Selbstvertrauen scheint wirklich beeindruckend, besonders wie Sie hier mit offenen Karten aufgetreten sind. Ganz stark – und ganz schön evil.
Gruß
Patrick Gensing
@Markus Hoffmann
“Die Ergebnisse von Studien dürfen sich nicht danach richten, wem sie in die Hände spielen könnten oder nicht. Wissenschaft sollte der Ergründung der Wahrheit dienen. Alles andere ist Politik.”
Dann weiß` ich nicht, was Sie eigentlich wollen, Herr Hoffmann …
Herr Pfeiffer hat sich, sofern ich das richtig verstanden habe, deutlich hinsichtlich der Aussagen von Frau Schröder geäußert.
[...] gell?!). Denn in diesem Bereich kennt sich Frau Schröder wahnsinnig gut aus, wie sie in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt hat. So verwundert auch das neuste Projekt Schröders nicht: Hintergrund ist, dass ab 2011 Projekte, [...]
“ein Zitat bringt stets die Notwendigkeit von Auslassungen mit sich, sonst wäre es kein Zitat, sondern eine Inhaltsangabe.”
“…, habe ich allerhand Wesentliches ausgelassen. Das haben Zitate/Auszüge so an sich.”
Zitate und Auszüge fassen Wesentliches zusammen und bringen es auf den Punkt und lassen es nicht aus. Kann sich bestenfalls um eine Verwechslung/-drehung handeln.
(…)
Staatsanwalt:
“Wir haben keine Belege dafür, dass die deutsch-feindlichen Gewalttaten zugenommen haben; wir haben nur unsere Erfahrungswerte, und hier können wir nicht behaupten, dass derartige Taten in den letzten ein- zwei Jahren zugenommen hätten.”
Richter:
Die unsinnigsten Anlässe führen dazu, dass im Schwersten – bis hin zu Tötungsdelikten -, im schwersten Maße Gewalttaten begangen werden. – Dass das Motiv aber Deutschenhass wäre, das können wir hier kaum feststellen.”
Herr Pfeiffer:
“Ich bewerte es als Mißbrauch unserer Thesen, unserer wissenschaftlichen Befunde; hier wird etwas einseitig interpretiert … zu politischen Zwecken, und dagegen möchten wir uns dann doch verwahren. – Es gibt keine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung, die belegen würde, dass die Deutschfeindlichkeit zu nimmt.” (…)
“Wenn 7,6% der türkischen Jugendlichen angeben, schon einmal einen Deutschen geschlagen zu haben, weil (sic!) er Deutscher ist, dann gibt es ein Problem.” (Herr Hoffmann)
…Da frage ich mich doch, welche 7,6 % gemeint sind: die 7,6% DER BEFRAGTEN türkischen Jugendlichen, oder DER türkischen Jugendlichen – da fängt es doch schon an. – Ein Motiv wird auch nicht (sofern denn überhaupt die Bewertung einer “deutschfeindlichen” Straftat vorliegt) näher hinterfragt, sondern lediglich “attestiert”, dass der “ethnische Deutsche” wohl lediglich seiner “Deutschheit”, wohl möglich der Hautfarbe wegen angegriffen wurde. – Das hinterläßt den faden Beigeschmack, als wenn jeder Migrant (inklusive seine Kinder) im Land seiner/ihrer Wahl zum Motivlosen Straftäter werden könnte: Ein Deutscher (mit welchem ethnischen Hintergrund auch immer) wandert nach Schweden aus und wird plötzlich zum “Schwedenhasser” … oder ein Schwedischer Staatsbürger wechselt nach Frankreich und wird, so Mirnichts-Dirnichts, zum “Franzosenhasser” usw. – Und so wird es ja wohl im jeweiliegen Einzelfall, sofern er denn vorliegen würde, nicht sein.
@Patrick Gensing
Sie fühlten sich nach eigener Aussage durch meine Worte an die “spöttische Herabwürdigung der Andersdenkenden” erinnert. Selbiges nennt man auch “Sarkasmus”. Ob Ihre Assoziationen begründet waren oder nicht, ist nicht meine Sache.
@Quarktasche
So ein Unsinn. Wie sollte man einen Zahlenwert aus einer empirischen Studie vernünftig zitieren, ohne zugleich die anderen für sich höchst wesentlichen Zahlenwerte auszulassen, die auf der gleichen Seite angegeben sind? Sie scheinen das, was ich über die zwangsläufige Natur des Zitates geschrieben habe, entweder nicht verstanden zu haben oder missinterpretieren mich absichtlich.
@Axel Mylius
“Da frage ich mich doch, welche 7,6 % gemeint sind: die 7,6% DER BEFRAGTEN türkischen Jugendlichen, oder DER türkischen Jugendlichen”
Sofern Herr Pfeiffer methodisch sauber gearbeitet hat (wovon ich bei einem renommierten Wissenschaftler zunächst unbesehen ausgehe), handelt es sich im Rahmen der Standardabweichung um den gleichen Wert.
Das ist ja der schöne Sinn von repräsentativen Umfragen, sonst könnte man sich das ganze ja auch gleich sparen.
[...] im Gegenteil zur Jugendministerin. Die kümmert sich schon mal um Freunde auf der rechten Seite, die sie schon verstehen werden, wenn auch – wie Herr Münch aus Dortmund – der deutschen [...]
“Wie sollte man einen Zahlenwert aus einer empirischen Studie vernünftig zitieren, ohne zugleich die anderen für sich höchst wesentlichen Zahlenwerte auszulassen, die auf der gleichen Seite angegeben sind?”
Wie gut sie das hinbekommen, davon hängt ab wie stichhaltig ihre Argumentation ist. Zahlenwerte, die für den Themenkomplex ihrer Aussage wesentlich sind, sind in die Betrachtung mit einzubeziehen. Wenn nicht, dann nicht.
“ein Zitat bringt stets die Notwendigkeit von Auslassungen mit sich, sonst wäre es kein Zitat, sondern eine Inhaltsangabe.”
Ein gutes, “blitzsauberes” Zitat ist im gewissen Sinne eine Inhaltsangabe, natürlich… Wenn dem nicht so ist, sollte man überlegen, ob die Quelle überhaupt(im eigenen Sinne) zitierfähig ist.
[...] auch: Anschlag auf Jugendclub: Wann brennt dein Haus?, “Deutschenfeindlichkeit”: Schröders “rechter Aktionismus”, Vorzeigeprojekte unter Generalverdacht, Vorzeigeprojekte unter Generalverdacht, Schröder wird [...]
Facebook
Jüngste Artikel
RSS-Feed
Flattr
Kategorien
Publikative.org