NPD wirft offenbar wieder Geldschöpfungsmaschine an
Der Neonazi-Anwalt und Hamburger NPD-Chef Jürgen Rieger hat sein Interesse an einer Immobilie in Niedersachsen geäußert. Ein überaschender Zeitpunkt, muss Rieger doch zurzeit um seinen Besitz streiten. Über einen Teil davon hat er nämlich durch eigene Fehler die Verfügungsgewalt verloren, darunter der Heisenhof in Niedersachsen und ein Anwesen in Thüringen, dazu wohl das Vermögen einer Briefkastenfirma in Höhe von einigen tausend Euro.
250.000 € Verkehrswert, Rieger bietet 800.000 €
Nun also Melle bei Osnabrück (Karte) - hier soll es ein 140 Jahre alter Bahnhof sein, den Rieger angeblich kaufen will. Nach einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung hat Rieger für den Bahnhof 800.000 Euro geboten. Und der Kaufvertrag werde in der nächsten Woche beurkundet, so Rieger laut dem Blatt. Dumm nur, dass Riegers Angaben nicht ernst genommen werden, auch nicht von einem Bürgermeister in der niedersächsischen Provinz.
Die OZ schreibt, der Eigentümer `Stephan Schimweg selbst hatte den Bahnhof 1989 für 48.000 Mark von der Bahn gekauft. Das Gebäude besitzt heute einen Verkehrswert von rund 250.000 Euro. 2006 hatte er der Stadtverwaltung den Bahnhof erstmals für 350.000 Euro angeboten. Die lehnte wegen des schon damals als überhöht empfundenen Preises ab. Es folgten Zwangsversteigerungstermine. `Der Eigentümer kam aber seinen säumigen Zahlungsverpflichtungen immer wieder in letzter Minute nach und verhinderte so eine Versteigerung`, erklärte Melles Sprecherin Sabine Vollmer. Vor wenigen Tagen tauchte Schimweg erneut im Stadthaus auf und teilte mit, dass NPD-Funktionär Jürgen Rieger für den Bahnhof 760.000 Euro biete. Wenn die Stadt ihr Vorkaufsrecht noch wahrnehmen wolle, müsse sie jetzt 790.000 Euro zahlen. Ansonsten werde der Verkauf an Rieger am 10. September notariell beurkundet. [Bürgermeister] Berghegger lehnte ab, worauf Schimweg ihn am Wochenende wissen ließ, der Termin beim Notar sei verschoben worden, und Rieger wolle jetzt sogar 800.000 Euro zahlen.`
Training der Wiking-Jugend?!?
Weiter schreibt das Blatt: `Rieger könne sich vorstellen, dort auch die Wiking-Jugend trainieren zu lassen, so Schimweg. Dass es so weit kommt, bezweifelt Berghegger. Selbst wenn die NPD kaufen sollte, müssten Stadt, Denkmalpflege und Eisenbahnbundesamt erst einer Nutzungsänderung zustimmen.` Hier wird es nun richtig interessant: Die Wiking-Jugend ist nämlich seit den 1990er Jahren verboten. Und Rieger war früher selbst Mitglied dieser Organisation.
Zurück zu den angeblichen Kaufabsichten: Was die ganze Geschichte auch nicht unbedingt glaubwürdiger macht: Warum wird dies öffentlich ausgetragen? Und: Auch NPD-Kader Andreas Molau, Spitzenkandidat der völkischen Partei in Niedersachsen, hat kürzlich angekündigt, ein Schulungszentrum in Niedersachsen eröffnen zu wollen.
Bundesweit mehr als 25 Neonazi-Zentren
Auch wenn es sich bei dem `Geschäft` in Melle also wahrscheinlich um einen Bluff handelt – die Neonazis sind natürlich dennoch bemüht, ihre Infrastruktur auszubauen. Den Sicherheitsbehörden `sind bundesweit rund 20 Objekte bekannt, die sich im Eigentum von Rechtsextremisten befinden` und als Treffpunkte oder Schulungsorte genutzt werden. So hieß es zumindest Ende 2006 in einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Diese Zahl liegt nach jüngsten Erkenntnissen der Innenminister noch höher. Aus einem Lagebericht, den eine Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz erarbeitet hat, geht hervor, dass es in Deutschland sogar 26 solcher Zentren gibt.
In der Lageanalyse heißt es weiter: `Immobilienkäufe wurden bereits 1999 im Parteiorgan “Deutsche Stimme” unter der Überschrift ‘Befreite Zonen – aber wie?’ diskutiert. Die Schaffung eines Netzwerkes von Immobilien wurde dort als zentrale Aufgabe des ‘gesamten nationalen Widerstandes’ beschrieben.`
Weiter Informationen zu Melle: Melle sagt nein!
NPD-BLOG.INFO über angebliche Immobilien-Deals der Neonazis.









[...] wirft offenbar wieder Geldschöpfungsmaschine an Posted September 10, 2007 NPD-BLOG.INFO » NPD wirft offenbar wieder Geldschöpfungsmaschine an Der Neonazi-Anwalt und Hamburger NPD-Chef Jürgen Rieger hat sein Interesse an einer Immobilie in [...]
[...] npd-blog.info eine gute Zusammenfassung der Geschehnisse geschrieben: NPD wirft offenbar wieder Geldschöpfungsmaschine an . [...]
[...] Immobilien-Posse um den NPD-Funktionär Jürgen Rieger in Melle – sie wird immer absurder. Wie berichtet will Rieger den 140 Jahre alten Bahnhof in der niedersächsischen Stadt angeblich kauf… – für einen vollkommen überhöhten Preis. Nachdem dies bereits für Spekulationen über eine [...]
[...] oder ob dadurch nur der Kaufpreis hochgetrieben werden soll, darüber spekuliert das NPD-Blog: NPD wirft offenbar wieder Geldschöpfungsmaschine an & NPD-Immobiliendeals: Ca$h from [...]
[...] hat oder ob dadurch nur der Kaufpreis hochgetrieben werden soll, darüber spekuliert das NPD-Blog: NPD wirft offenbar wieder Geldschöpfungsmaschine an & NPD-Immobiliendeals: Ca$h from [...]
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