NPD-Immobiliendeals: Ca$h from ideology
Die Immobilien-Posse um den NPD-Funktionär Jürgen Rieger in Melle – sie wird immer absurder. Wie berichtet will Rieger den 140 Jahre alten Bahnhof in der niedersächsischen Stadt angeblich kaufen – für einen vollkommen überhöhten Preis. Nachdem dies bereits für Spekulationen über eine Absprache zwischen Eigentümer – der die Immobilie seit Monaten wie Sauerbier anbietet – und NPD gesorgt hatte, wird die Sache nun noch undurchschaubarer. Denn angeblich ist die NPD in das Gebäude bereits eingezogen – natürlich ohne Kaufvertrag oder ähnliches. Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, seit kurzem befinde sich ein Briefkasten mit dem Namensschild ‘NPD’ an dem Gebäude. In der vergangenen Woche habe der Eigentümer erklärt, die rechtsextreme Partei sei bereits in das Bahnhofsgebäude eingezogen. Anlieger hatten allerdings keinerlei Einzugs- oder Umzugsaktivitäten feststellen können, so das Blatt.
`Nationaler Widerstand`: Ca$h durch Ideologie
Was in diesem Zusammenhang dann doch etwas verwundert, sind die ausbleibenden Reaktionen des selbst ernannten ‘Nationalen Widerstands’, der ‘Retter des deutschen Volkes’. Offensichtlich finden es die Herren Kameraden vollkommen in Ordnung, dass NPD-Politiker immer wieder versuchen, Preise für fast unverkäufliche Immobilien in die Höhe zu treiben und den betroffenen Städten so das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen. Nicht umsonst gilt die nationalsozialistische Herrscher-Clique als die korrupteste in der deutschen Geschichte. Ihre Nachfahren wollen da offensichtlich zumindest im Kleinen auch schon einmal ihre Ideologie zu Geld machen. Für was anderes taugt diese auch kaum.
Bundesweit mehr als 25 Neonazi-Zentren
Auch wenn es sich bei dem `Geschäft` in Melle also wahrscheinlich um einen Bluff handelt – die Neonazis sind natürlich dennoch bemüht, ihre Infrastruktur auszubauen. Den Sicherheitsbehörden `sind bundesweit rund 20 Objekte bekannt, die sich im Eigentum von Rechtsextremisten befinden` und als Treffpunkte oder Schulungsorte genutzt werden. So hieß es zumindest Ende 2006 in einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Diese Zahl liegt nach jüngsten Erkenntnissen der Innenminister noch höher. Aus einem Lagebericht, den eine Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz erarbeitet hat, geht hervor, dass es in Deutschland sogar 26 solcher Zentren gibt.
In der Lageanalyse heißt es weiter: `Immobilienkäufe wurden bereits 1999 im Parteiorgan “Deutsche Stimme” unter der Überschrift ‘Befreite Zonen – aber wie?’ diskutiert. Die Schaffung eines Netzwerkes von Immobilien wurde dort als zentrale Aufgabe des ‘gesamten nationalen Widerstandes’ beschrieben.`
Weiter Informationen zu Melle: Melle sagt nein!
NPD-BLOG.INFO über angebliche Immobilien-Deals der Neonazis.









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[...] Gleichzeitig zu dem bekundeten Kaufinteresse im Sauerland plant Rieger angeblich auch in Niedersachsen, ein historischen Gebäude zu kaufen – ebenfalls als Schulungszentrum. Hier soll es ein 140 Jahre alter Bahnhof sein. Für diesen hat Rieger angeblich einen Preis geboten, der laut Medienberichten deutlich über dem Ve…. [...]
[...] Gleichzeitig zu dem angeblichen Kaufinteresse im Sauerland plant Rieger angeblich auch in Niedersachsen, ein historischen Gebäude zu kaufen – ebenfalls als Schulungszentrum. Hier soll es ein 140 Jahre alter Bahnhof sein. Für diesen hat Rieger angeblich einen Preis geboten, der laut Medienberichten deutlich über dem Ve…. [...]
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