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Rose. Auschwitz entzieht sich allen historischen Vergleichen

30. Januar 2008 16:51 7 views Kein Kommentar

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat eine deutlichere Unterscheidung zwischen den Verbrechen des Nationalsozialismus und dem Unrecht in der DDR gefordert. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ddp sagte er auf einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus in Dresden: “Die notwendige Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur darf nicht dazu führen, dass die historische Einmaligkeit des Holocaust an den Sinti und Roma sowie an den Juden relativiert wird”.

Formulierungen wie jene von den “beiden deutschen Diktaturen” verwischten die fundamentalen Unterschiede, sagte Rose den Angaben zufolge. Auschwitz markiere einen Zivilisationsbruch, der sich allen historischen Vergleichen entziehe. Rose machte demnach zugleich Versäumnisse der Politik für die “fatale Entwicklung” und die “dramatische Zunahme rechter Gewalt” verantwortlich. Die Vorfälle seien von staatlichen Stellen vielfach verharmlost und ignoriert worden. Das besondere Augenmerk müsse der schleichenden Aushöhlung der demokratischen Kultur durch Rechtsradikale gelten, die das Ziel hätten, “den Staatsapparat zu unterwandern und öffentliche Positionen zu besetzen”, sagte er weiter.

NPD-BLOG.INFO über “Das präzedenzlose Verbrechen”.

Kein Kommentar »

  • Auschwitz entzieht sich allen historischen Vergleichen | Keine Nazis: Blog said:

    [...] Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat eine deutlichere Unterscheidung zwischen den Verbrechen des Nationalsozialismus und dem Unrecht in der DDR gefordert. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ddp sagte er auf einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus in Dresden: “Die notwendige Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur darf nicht dazu führen, dass die historische Einmaligkeit des Holocaust an den Sinti und Roma sowie an den Juden relativiert wird”. (Quelle: NPD-Blog) [...]

  • Rose. Auschwitz entzieht sich allen historischen Vergleichen « dokumentationsarchiv said:

    [...] Auschwitz entzieht sich allen historischen Vergleichen Posted 31.Januar 2008 NPD-BLOG.INFO » Rose. Auschwitz entzieht sich allen historischen Vergleichen Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat eine deutlichere [...]

  • mitte-linker said:

    Das ist doch Quatsch – der Mord an den Minderheiten im 3. Reich (u.a. den Juden)
    ist ein Historisches Ereignis, dem auch aus meiner Familie jemand zum Opfer gefallen ist.
    Alles was jedoch einmal statt gefunden hat kann verglichen werden.

    Warum maßen wir uns an, aus dem, was unseren Großeltern passiert ist, eine Zivilreligion zu machen, mit Religiösen Dogmen ?

  • O.B. said:

    Selbst wenn man den nationalsozialistischen Völkermord bzw. die dafür zuständige Diktatur mit anderen hiesigen Diktaturen vergleichen würde, müsste man die abgrundtiefe Abscheulichkeit feststellen, mit der die Nazis vorgegangen sind. Da brauch man auch keine “Religion” oder “Dogmen” draus zu machen. Allein das nüchterne Feststellen der “Einmaligkeit” dieses Vorgehens, selbst im Verhältnis zu anderen Verbrechen, lässt ein Relativieren schlichtweg nicht zu.
    Es bleibt das schrecklichste Ereignis, was Europa in so kurzer Zeit gesehen hat. Das brauch man auch nicht anmaßend sehen, es ist einfach Fakt. Damit sollte man umgehen können. Es brauch auch keiner mit “Schuldkult” usw. anzukommen, das wäre Schwachsinn.
    Und es sollte auch normal sein, die Vorgänge oder Geisteshaltungen zu verurteilen. die dazu führten.
    Da wurden so dermaßen negative Triebe und Komplexe sowie Defizite ausgelebt, dass es einer modernen Zivilisation oder Gesellschaft unwürdig war.
    Das kann man doch eigentlich nüchtern feststellen. Wüsste nicht, wo da das Problem ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

  • E.S. said:

    Jeder Historiker weiß, daß jedes Ereignis im seiner ganz konkreten Art einmalig ist. Ein tragisches geschichtliches Ereignis ist ebenso einmalig wie ein besonders freudiges. Einmaligkeit als historische Kategorie ist folglich eine Binsenweisheit.

    “Einmalig” ist also in erster Linie keine historische, sondern eine politische Kategorie. Politiker glauben, damit etwas besonders hervorheben zu können.

    Man sollte sich bei der Verwendung von “einmalig” auch stets über eines im Klaren sein: Fragt man auf der Straße, was den Leuten am häufigsten zum Begriff “Einmalig” einfällt, dann erhält man meist die Antwort: Mich hat einmal ein Verkäufer auf eine “einmalige Gelegenheit” aufmerksam gemacht, ein Sonderangebot, was anscheinend nur heute und dann nie wieder gültig sein sollte. Was natürlich nicht der Wahrheit entsprach …

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