Mehrere tausend Nazis marschieren durch Dresden

Dresden hat laut einem Bericht der Leipziger Volkszeitung am 16. Februar 2008 Flagge gegen Rechts gezeigt: Mehrere tausend Menschen protestierten demnach gegen einen Aufmarsch Rechtsextremer aus Anlass der Zerstörung der Stadt zu Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Nora Goldenbogen, sagte bei einem Halt der Demonstration an der neuen Synagoge: „Nazis sollen in Dresden nicht mehr aufmarschieren können.“ Der amtierende Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) forderte zum Nachdenken darüber auf, „warum wir unsere Vergangenheit nicht loslassen dürfen“.Zu der Aktion „Geh Denken“ hatte ein großes bürgerliches Bündnis aufgerufen, um wie in den Vorjahren an die nationalsozialistische Vorgeschichte der Zerstörung Dresdens am 13. und 14. Februar 1945 zu erinnern. Die Veranstalter sprachen von mindestens 6000 Teilnehmern, das seien mehr als in den vergangenen Jahren gewesen, sagte Dresdens DGB-Chef Ralf Hron. Er wertete es als Erfolg, dass die Rechten nicht wie geplant zur Synagoge ziehen durften, weil sich dort der Demonstrationszug „Geh Denken“ aufgehalten hatte.

Zeitgleich bewegte sich ein sogenannter Trauermarsch der rechtsextremistischen „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ durch die Innenstadt. Auch dieser hatte laut Polizei mehrere tausend Teilnehmer. Für die rechtsextreme Bewegung ist der jährliche Aufmarsch in Dresden einer der wichtigsten Termine, quer durch alle Organisationen und Szenen wird dorthin mobilisiert.

In der vergangenen Woche hatte sich die Jüdische Gemeinde Dresden erstmals nicht an der offiziellen Kranzniederlegung zum Gedenken an die Bombardierung der Stadt im Februar 1945 beteiligt. Deren Vorsitzende Nora Goldenbogen sagte auf ddp-Anfrage, die zunehmende Präsenz der Rechtsextremen auf dieser Veranstaltung sei so nicht mehr hinnehmbar. Bereits in den vergangenen Jahren habe die Jüdische Gemeinde stets ein ungutes Gefühl bei den Zeremonien gehabt. Die Rechtsextremen seien immer präsenter gewesen und hätten den Gedenktag falsch besetzt.

Goldenbogen sagte, die Gemeinde habe erst nach dem offiziellen Festakt ein eigenes Gebinde abgelegt. Dabei sei sie in ihrer Haltung bestärkt worden, da die rechtsextreme NPD und andere rechte Organisationen zahlreiche Kränze mit ihren Parolen niedergelegt hätten. Es müsse nun nachgedacht werden, wie das Gedenken künftig gestaltet werden könne. Dabei sei die Zivilgesellschaft gefragt.

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13 thoughts on “Mehrere tausend Nazis marschieren durch Dresden

  1. Donnerwetter – das ist ja sehr mutig von Axel Mylius – mit kompletter Adresse und Telefonnummer. Weniger nette Belästigungen dürften da wohl nicht ausbleiben. Alles Gute und schütze Dich gut!

  2. Charly, ich glaube, dass mich lediglich seriöse Menschen anrufen werden, denen es vollkommen egal ist, ob mein Telefon eventuell abgehört wird oder nicht…

    Bisher habe ich nur liebe Anrufe erhalten von Leuten, die nichts zu verbergen haben.

    Also wer sollte mich schon allen Ernstes belästigen wollen…!?

  3. ach kommts

    ich bin ein rechter… und natürlich stolz drauf

    mich wunderts aber dass sich hier linke was reinschreiben trauen
    und ich würde hier keine telefonnummern reinschreiben da könnte ja mal wer auf böse gedanken kommen

    wir brauchen diesen tag zu immer wiederkehrenden neurekrutierung richtig gesinnter Rechter
    so einfach

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