Brandenburg: NPD pachtet Schulungszentrum

Das einstige Flüchtlingsheim im Landkreis Barnim wird laut einem Bericht des Tagesspiegel zum Schulungszentrum, im Mai soll wahrscheinlich schon die erste Veranstaltung stattfinden. Auch für Konzerte rechtsextremer Bands soll das Gebäude genutzt werden. Die Brandenburger NPD war bereits seit längerem auf der Suche nach einer größeren Immobilie in dem Bundesland. Die rechtsextreme Partei habe in Biesenthal (Kreis Barnim) ein Anwesen mit drei Gebäuden gemietet, hieß es dem Bericht zufolge in Sicherheitskreisen. Die Häuser seien in den 1990er Jahren als Asylbewerberheim genutzt worden und hätten danach längere Zeit leer gestanden. Eigentümer der Immobilie sei ein Geschäftsmann, der öffentlich nicht als Rechtsextremist bekannt sei. Die NPD wolle auf dem Areal ein Schulungszentrum einrichten, möglicherweise werde bereits im Mai die erste Veranstaltung stattfinden, sagten Sicherheitsexperten dem Blatt zufolge. Schon im April seien NPD-Mitglieder auf dem Gelände gewesen.

Falsche Angaben vom Parteisprecher

In Biesenthal habe die Partei offenbar genau die Immobilie entdeckt, die sie gesucht hatte – nicht weit entfernt von Berlin, wo die NPD ihre Bundeszentrale unterhält, und nicht allzu teuer, sagten die Experten dem Tagesspiegel. Den Kauf eines Anwesens könne sich die finanzklamme Partei kaum leisten. Die Berichte, die NPD wolle in Rheinsberg ein Schulungszentrum einrichten, hätten von ihren wahren Absichten abgelenkt.

Damit zeigt sich einmal mehr, was von den Ankündigungen der NPD zu halten ist. Anfang Mai hatte der NPD-Landesvorsitzende und Bundespressesprecher Klaus Beier der Deutschen Presse-Agentur gesagt: “Die Gegend um Rheinsberg ist für uns sehr interessant, weil Rheinsberg der letzte weiße Fleck für die NPD in Brandenburg ist.”

In Rauen hatte NPD-Funktionär Andreas Molau ein Schulungszentrum gepachtet, dieses muss die NPD aber wohl bald räumen.

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