Im Osten nichts neues: Dünne Personaldecke bei NPD und DVU
In MVP werden Kandidaten der NPD nicht zugelassen, in Brandenburg gibt es offenbar noch nicht einmal genügend. Die dünne Personaldecke der NPD ist schon des Öfteren thematisiert worden, in Brandenburg zeigt sie sich wieder. Denn sowohl NPD als auch DVU finden Experten zufolge nicht genügend Kandidaten, wie auch bereits berichtet worden war. Der Chef des Mobilen Beratungsteams in Brandenburg, Dirk Wilking, sagte in Potsdam auf ddp-Anfrage: “Es gibt mehrere weiße Flecken im Land.” Dort würden die Parteien nicht zu den Wahlen antreten. Allerdings könnte man auch andersherum formulieren: Immerhin können die Rechtsextremisten fast flächendeckend antreten. Keine Selbstverständlichkeit.
Höchstens 90 aktive Mitglieder
NPD-Landeschef Klaus Beier räumte in einer Mitteilung ein, dass sich die gemeinsame Absicht von NPD und DVU, für alle Kreistage Kandidaten aufzustellen, “nicht ganz umsetzen ließ”. Beier fügte hinzu, die Listenaufstellung der NPD sei abgeschlossen. Die Partei trete für die Kreistage Oder-Spree, Oberhavel, Havelland und Dahme-Spreewald sowie für die kreisfreie Stadt Cottbus an. Außerdem stünden in den Kreisen Märkisch-Oderland und Barnim NPD-Mitglieder auf den Wahllisten der DVU.
Die NPD, hat dem Bericht zufolge höchstens 90 aktive Mitglieder in Brandenburg, und ein Teil davon wolle nicht seinen Kopf für eine Wahl herhalten. Dass die NPD als in Sachsen bislang nicht richtig Fuß fassen konnte, liegt nach Einschätzung von Wilking an einer größeren Gegenwehr und intensiveren politischen Auseinandersetzung. Allerdings musste die NPD in Sachsen auch zahlreiche Kandidaten ins Rennen schicken, die bei einer größeren Auswahl möglicherweise nicht aufgestellt worden wären. Auf den Listen kandidierten nämlich auch Personen, die als ehemalige Kader der verbotenen Neonazi-Gruppe SSS gelten.
DVU wird nur wenig wahrgenommen
Die DVU sitzt im Landtag von Potsdam, wird aber in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen. Die NPD versucht nach Angaben des Brandenburger Verfassungsschutzes vor allem auf “lokaler Basis” den Sport für ihre Zwecke zu nutzen. Der Sport sei für die NPD aber nur ein Mittel, um ihr nicht-demokratisches Gedankengut zu verbreiten, sagte Verfassungsschutzchefin Winfriede Schreiber laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa. “Zum Glück ist sie bisher nicht so weit gekommen, wie sie es gern hätte.”
Siehe auch: NPD baut Strukturen in Brandenburg aus, Hohe Zahl rechter Gewalttaten in Ostdeutschland, NPD wird zur Regionalpartei









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