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In eigener Sache: Gesnings Lebensstil

19. August 2008 12:18 58 mal abgerufen Kein Kommentar

Die NPD schreibt zu meinem Artikel über die undurchsichtige Nachrichtenauswahl von Google News:

So greift der in linksradikalen Kreisen umjubelte Journalist – seine „Qualitäten” seien dahingestellt – Patrick Gensing den Umstand auf, daß Suchmaschinen nicht zwischen „seriösen” und „unseriösen” Seiten unterscheidet, ganz im Gegenteil: Seiner Meinung nach tummelt sich „unseriöse” journalistische Medien „zwischen den prominenten Online-Angeboten der ‚Süddeutschen Zeitung’ sowie der ‚Welt’.” Was dabei als „seriöses” und „unseriöses” Online-Angebot gilt, liegt selbstredend nur in der Definitionshoheit des „Demokraten”. Gesnings steuerfinanzierter Angriff gilt dabei den Nachrichten aus Niederschlesien und der Oberlausitz.

Nun gibt es für journalistische Nachrichten durchaus einige Standards, die sich in Fachbüchern nachlesen lassen. Aber zumindest zwei wichtige Voraussetzungen für das Erstellen von journalistischen Angeboten möchte ich hier nennen: Es ist gut, wenn man Namen richtig schreiben kann und Artikel, die man kritisiert, liest und auch versucht zu verstehen. Es geht nämlich nicht um Suchmaschinen, sondern um die Nachrichtenseite von Google. Aber dieser zutiefst seriöse Artikel – der übrigens bei Google News ebenfalls als Nachricht angeboten wurde – wird noch besser, bzw. brisanter:

Besondere Brisanz erhält die Verbreitung von Gesnings Gesinnung, daß dies über eine staatlich finanzierte Medienanstalt geschieht, die die Bürgerinnen und Bürger mit den GEZ-Gebühren finanzieren. Dabei ist wohlfeil bekannt, daß Gensing selbst ein Blog betreibt, auf dem er am 31.5.2008 erst das Neue Deutschland zu Wort kommen ließ, was auf seine geistige Nähe schließen läßt. Der Steuerzahler finanziert damit über die GEZ-Gebühren indirekt auch Gensings Lebensstil.

Tja, liebe NPD, erst die angebliche Unterdrückung von Meinungsvielfalt bejammern und dann mir vorwerfen, dass ich auf diverse Quellen (sogar auf NPD-Angaben, wie beispielsweise jetzt) zurückgreife. Alles sehr stringent. Und was meine Gesinnung angeht, würde ich mich freuen, wenn Sie sich bald mal einig werden könnten: Bin ich denn nun Demokrat, Steinzeit-Hardcore-Stalinist, Churchill-Fanartikel-tragender Anti-Deutscher, Sozialdemokrat, Grüner oder wie? Ich komme langsam selbst ganz durcheinander.

Und noch eine Anmerkung: Ich finanziere über meine Arbeit bei öffentlich-rechtlichen Anstalten sogar ganz direkt meinen Lebensstil. Skandal, nicht wahr?! Aber es kommt noch besser, es erscheint unfassbar, doch es stimmt: Meine Kollegen und Kolleginnen machen das genauso!

Siehe auch: Wie braune Propaganda zur Nachricht wird, Kommentare bei Gewalt bei Busse-Beerdigung: NPD spricht von Presselügen

Kein Kommentar »

  • Eddie said:

    Köstlich!
    So gelacht habe ich schon lange nicht mehr.
    Nichtsdestotrotz ein Zeichen,dass sie ihre Arbeit gut machen,denn sonst würden die sich nicht so auf den Schlips getreten fühlen.
    Machen sie weiter so,Herr Gensing.
    Mit besten Grüßen,Eddie.

  • WW said:

    Na, Sie sind mir ja einer, Herr “Gensning”, oder wie Sie heißen…(*schulterklopfend*)
    Und umjubelt sind Sie inzwischen auch, ja, ja – wussten Sie davon? Das müssen Sie doch bemerkt haben, wenn selbst die seriöse NPD das schon feststellt :-) Herzlichen Glückwunsch! (*jubelnd*) Ich vermisse aber schmerzlich bei der NPD den Begriff “Schweinejournalismus”, welchen man sonst so unfreiwillig komisch anbringt. Nur leider kann ich in Ihren Rubriken unter den Bundesländern gar nicht “Niederschlesien” und “Oberlausitz” finden. Da hat die NPD sich wohl aus versehen verguckt.

    Aber hat Ihnen die NPD denn auch erklärt, aus welchen “Steuern” Sie finanziert werden? Sie müssten doch bestimmt größere Überweisungen vom Finanzamt monatlich erhalten, die das System dem Hartz IV-Empfänger für die Besatzerpropaganda abpresst. Nicht wahr, Herr “Gensning”. Oder etwa nicht? Sollte es sich am Ende bei dem NPD-Artikel doch um keine seriöse Quelle handeln? Kaum zu glauben…

    Übrigens zitiert Altermedia gerade heute die Bundeszentrale für politische Bildung, in der Verganganheit auch immer wieder die taz. Nach der NPD-Argumentation wäre die beliebteste Naziseite im Internet (welche auch von NPD-Mitgliedern stets gelesen wird) damit ein Hort demokratisch gesinnter “Multi-Kulti-Kommunarden” des Besatzerregimes, oder auf welche “geistige Nähe” soll man sonst bei diesen Quellen schließen?

    Und was die Definitionshoheit seriöser Quellen angeht: Sieht man einmal im Deutsche Stimme Verlag die angebotenen Bücher, so findet man dort allesamt revisionistische Publikationen, die “nachweisen”, dass die Deutschen schon immer das unschuldigste Opfervolk der Geschichte waren und immer aufrecht, anständig, mitfühlend… auch in den Kolonien. Völkermorde habe es ja nie gegeben!

    Aber das ist in der Tat noch nichts gegen den hier ausgemachten Skandal. Ich schlage folgende Schlagzeile vor:

    NPD EMPÖRT: GEZ-Gebühren finanzieren Journalisten, während Kinderarmut in Deutschland wächst !! Geldjudentum an allem Schuld!

  • Charly said:

    Na ja, Patrick – mit so einem Schmarrn kann man sich garnicht lange aufhalten – Du machst Deine Sache eben zu genau und treffend – da kommt bekanntlich schnell Neid auf.
    Es ist halt so – wer im Schweinestall verkehrt, fängt irgendwann an zu stinken!
    Deshalb: Lass den braunen Gestank erst garnicht an Dich herankommen und mache Deine Arbeit weiter so – denn die machst Du zu unser aller Zufriedenheit GUT.

  • Birgit said:

    Lange nicht mehr so gelacht… :-)

    Sehen Sie es den Schreibern nach, vielleicht fehlt denen ja die Erfahrung, dass man mit Arbeit ganz direkt seinen Lebensstil finanziert. ;-)

  • arkadenfeuer said:

    wenn es nicht im grunde sowas von egal wäre, könnte man sich ja auch noch über das putzige deutsch der superdeutschen amüsieren. aber warum sollte bei sowas von grund auf miesem wie dem nazitum auch ausgerechnet die sprache allgemein akzeptierten regeln folgen …

  • Parteiloser said:

    Wie nah die Leserschaft von Altermedia der Holocaust-Lüge steht kann man mal wieder in der Kommentarspalte zum Artikel “Visagen gegen Rechts” vom 15.08. nachlesen. Auch Parteigenossen können nicht ihren Mund halten, meine ich.
    Naja.. ganz amüsant wie man diese Herren am Plappern halten kann und sie zu stillschweigenden Bestätigung von Vorwürfen bringt.

  • Mitleser said:

    Hallo Herr Gensing,
    selbstredend sollte es doch jedem frei stehen, seine Meinung zu verbreiten, auf welchem Wege auch immer. Eine wehrhafte Demokratie kann und vor allem darf aber nicht mit Einschränkung belegt werden.

    Wenn Sie mit Inhalten, welcher Art auch immer, nicht einverstanden sind, was sicherlich von den Teilnehmern der von ihnen aufgegriffenen Seite ebenso sein könnte oder wird, dann zeigt dies lediglich, daß etwas im “medialen” Rechtsstaat nicht stimmt.

    PS: Übrigens werten Sie mit Ihrer Berichterstattung gerade die auf, die sie vorgeben, bekämpfen zu wollen.

  • fs said:

    Klasse, “Churchill-Fan-Artikel”: Ich will auch Bowlerhut, Zigarre und andere GEZ-Lifestyle-Artikel!

  • rudi said:

    gesning klingt tschechisch.

    ganz groß, patrick – gut geschmunzelt. weiter so.