Sachsen-Anhalt: Rep-Landesvoristzender wechselt zur NPD

In Sachsen-Anhalt sind mehrere Mitglieder des Landesverbandes der Republikaner zur NPD übergetreten. Nach Angaben des NPD-Politikers Jürgen Gansel – Mitglied des NPD-Bundesvorstands und Abgeordneter im sächsischen Landtag – war unter anderem der bisherige Rep-Landesvorsitzende Peter Walde auf dem Neujahrsempfang der Schweriner NPD-Fraktion zugegen und „nahm nach einer 20-minütigen Ansprache, in der er mit der REP-Führung um [Rolf, PG] Schlierer abrechnete und seinen Wechsel zur Nationaldemokratie begründete, seinen Mitgliedsausweis aus der Hand des Parteivorsitzenden [Udo Voigt, PG] entgegen“.

Die mehr als zehn früheren Republikaner stehen nach Gansels Angaben in engerem Kontakt mit dem Ex-Vize-Chef der Reps, Frank Rohleder, der bereits seit längerem in der NPD aktiv ist. Die völkische NPD kann die Unterstützung durch die neuen Mitglieder sicherlich gut gebrauchen, da sie zurzeit auf die Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt hinarbeitet.

Der bisherige Rep-Bundesvize Björn Clemens, der im Dezember auf dem Bundesparteitag gegen Parteichef Schlierer kandidierte, wird allerdings nicht in die NPD wechseln. Clemens sagte auf Anfrage, er werde sich auf seine „publizistischen und beruflichen Aufgaben“ konzentrieren. Nach Gansels Angaben, der seit Jahren mit Clemens befreundet ist, wird Clemens künftig immer wieder für die NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“ schreiben.

Die Republikaner hatten auf ihrem Parteitag im Dezember Rolf Schlierer in seinem Amt bestätigt. Clemens hatte sich für eine Annäherung an das Bündnis zwischen NPD und DVU ausgesprochen, Schlierer lehnt dies vehement ab. Die NPD will laut eigenen Angaben bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt am 22. April 2007 in sechs von neun Kreistage einziehen.