Sachsen: Worch sagt 1.-Mai-Demo in Leipzig ab

Die Leipziger Volkszeitung berichtet am 19. Januar 2007, dass der Hamburger Nazi Christian Worch die für den 1. Mai 2007 in Leipzig geplante Demonstration abgesagt habe. Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linkspartei) bestätigte den Angaben zufolge eine Information der LVZ, wonach Worch den Aufmarsch abgesagt habe. „Er hat uns ohne Angabe von Gründen schriftlich mitgeteilt, dass die Kundgebung am 1. Mai nicht stattfinden wird“. Seit 1998 marschieren am Tag der Arbeit jedes Jahr Neonazis aus ganz Deutschland durch Leipzig. Worch hatte sich die Demonstrations-Termine, sowohl den 1. Mai als auch den 3. Oktober, bis zum Jahr 2014 von der Stadt „reservieren“ lassen.

Worch bestätigte auf Anfrage die Absage der Demonstration. Grund hierfür sei, dass es für die diesjährigen 1.-Mai-Aktivitäten eine Koordination zwischen NPD und parteifreien Kräften gegeben habe bzw. noch gebe. So solle vermieden werden, dass Demonstrationen zum Thema 1. Mai von verschiedenen Veranstaltern örtlich derartig dicht beeinander liegen, dass „die Mobilisierung sich überschneidet und damit gewissermaßen ein Konkurrenzverhältnis entsteht“. Gleichzeitig kündigte Worch an, dieses Jahr „mindestens eine, möglicherweise auch zwei Demonstrationen“ in Leipzig anzumelden und zu leiten. Termine und Themen hierfür stünden noch nicht fest, da diese nicht von Worch allein ausgewählt würden, sondern in Absprache mit den „örtlichen bzw. regionalen Kameraden“.